Diplomarbeit, 2005
100 Seiten, Note: 2,0
1. EINLEITUNG
2. GRUNDLAGEN DES ZEITUNGSWESENS
2.1. GESCHICHTLICHE ENTWICKLUNG
2.2. WESENSMERKMALE DER ZEITUNG
2.3. FUNKTIONEN DER ZEITUNG
3. ANALYSE DES ZEITUNGSMARKTES IN DEUTSCHLAND
3.1. KLASSIFIZIERUNG DER ZEITUNGSTYPEN UND DEREN STELLENWERT
3.2. GESCHÄFTSMODELLE DER ZEITUNGSVERLAGE
3.2.1. Leistungserstellungsmodell
3.2.2. Erlös- und Kostenmodell
3.3. BRANCHENSTRUKTURANALYSE
3.4. KONZENTRATIONSPROZESS AUF DEM ZEITUNGSMARKT
3.4.1. Stand der Pressekonzentration
3.4.2. Novellierung der Pressefusionskontrolle
4. DETERMINANTEN FÜR DIE SITUATION DER ZEITUNGSBRANCHE
4.1. KONJUNKTURELLE EINFLUSSFAKTOREN
4.2. STRUKTURELLE EINFLUSSFAKTOREN
4.2.1. Demographischer Wandel
4.2.2. Wandel im Mediennutzungsverhalten
4.2.3. Entwicklungen auf dem Lesermarkt
4.2.3.1. Auflagenentwicklung
4.2.3.2. Reichweitenentwicklung
4.2.4. Entwicklungen auf dem Werbemarkt
4.2.4.1. Marktanteil der Zeitungen an den Werbeeinnahmen
4.2.4.2. Entwicklungen auf den verschiedenen Anzeigenmärkten
4.3. ZWISCHENFAZIT
5. STRATEGIEANSÄTZE DER ZEITUNGSVERLAGE
5.1. THEORETISCHE STRATEGIEANSÄTZE
5.1.1. Unternehmensstrategien
5.1.2. Geschäftsbereichsstrategien
5.1.3. Funktionsbereichsstrategien
5.2. REDAKTIONSMARKETING ALS STRATEGIEANSATZ
5.2.1. Einordnung im Verlagsmarketing
5.2.2. Produktrelaunch
5.2.3. Produktinnovationen
5.2.3.1. Zeitungen im Tabloidformat
5.2.3.2. E-Paper
5.2.3.3. Gratiszeitung
5.3. ANSATZPUNKT MARKENSTRATEGIE
5.3.1. Die Marke
5.3.2. Zeitungen als Marken
5.3.3. Einzelmarkenstrategie
5.3.4. Mehrmarkenstrategie
5.3.5. Markenfamilienstrategie
5.3.6. Dachmarkenstrategie
5.3.7. Crossmediale Markenstrategie
5.3.7.1. Printmedien
5.3.7.2. Rundfunk
5.3.7.3. Internet
5.3.7.4. Mobile Dienste
5.4. WEITERE ANSÄTZE ZUR STÄRKUNG DER WETTBEWERBSFÄHIGKEIT
5.4.1. Kostensenkungsmaßnahmen
5.4.2. Aufbau von Kooperationen
5.4.3. Errichtung zusätzlicher Geschäftsfelder
6. FAZIT UND AUSBLICK
Die vorliegende Arbeit untersucht Strategien von Zeitungsverlagen, die notwendig sind, um dem wirtschaftlichen und strukturellen Wandel in der Medienbranche erfolgreich zu begegnen. Im Fokus steht die Forschungsfrage, wie Zeitungsverlage durch innovative Geschäftsmodelle, redaktionelle Neuausrichtungen und Markenstrategien ihre Wettbewerbsfähigkeit langfristig sichern können.
3.4.2. Novellierung der Pressefusionskontrolle
Infolge der schwierigen wirtschaftlichen Situation der letzten Jahre, insbesondere bei den Tageszeitungen, legte am 17.12.2003 das Bundesministerium für Wirtschaft und Arbeit den Entwurf des Siebten Gesetzes zur Änderung des Gesetzes gegen Wettbewerbsbeschränkungen vor, um eine Stabilisierung des Marktes zu schaffen. In dem Entwurf und der kurz darauf folgenden Modifizierung sind zum Teil einschneidende Änderungen bezüglich der Zusammenschlusskontrolle von Pressefusionen enthalten. Im Wesentlichen geht es darum Verlagsfusionen zu erleichtern, um so die „Meinungsvielfalt durch eine breite Angebotspalette zu bewahren“. Durch die Erhöhung der Aufgreifschwelle (von 25 auf 50 Mio. Euro), sollen Zeitungsverlage deren gemeinsamer Umsatz 50 Mio. Euro nicht überschreitet, kontrollfrei fusionieren können. Dieses Kriterium würde auf ca. 40-50 Zeitungsverlage zu treffen.
Des Weiteren soll es durch die Einführung einer Bagatellklausel von zwei Mio. Euro möglich sein, kleinere Verlagshäuser, die diese Umsatzhöhe nicht überschreiten, ohne fusionskontrollrechtliche Prüfung zu erwerben. Dadurch könnten bundesweit 30 Zeitungsverlage barrierefrei verkauft werden. Fusionen oberhalb der Aufgreifschwelle, die eine marktbeherrschende Position zur Folge haben, sollen in Einzelfällen auch möglich sein. Die erworbenen Zeitungen sollen dazu längerfristig als publizistische Einheiten erhalten bleiben und weder die Titelrechte noch die Bestimmung inhaltlicher redaktioneller Ausrichtung fallen allein dem Käufer zu, da der Veräußerer mehr als 25% der Stimmanteile behalten soll (Altverlegerklausel).
1. EINLEITUNG: Darstellung der aktuellen Krise der Zeitungsbranche und Zielsetzung der Arbeit, Strategien für den wirtschaftlichen und strukturellen Wandel aufzuzeigen.
2. GRUNDLAGEN DES ZEITUNGSWESENS: Historischer Rückblick auf das Zeitungswesen sowie die theoretische Definition und Abgrenzung der Wesensmerkmale und Funktionen der Zeitung.
3. ANALYSE DES ZEITUNGSMARKTES IN DEUTSCHLAND: Strukturelle Bestandsaufnahme des deutschen Zeitungsmarktes inklusive Geschäftsmodellen, Wettbewerbsanalyse und Stand der Pressekonzentration.
4. DETERMINANTEN FÜR DIE SITUATION DER ZEITUNGSBRANCHE: Analyse der konjunkturellen und strukturellen Einflussfaktoren, die zur Krise der Branche beigetragen haben, wie etwa der Wandel im Mediennutzungsverhalten und die Entwicklung auf den Werbemärkten.
5. STRATEGIEANSÄTZE DER ZEITUNGSVERLAGE: Untersuchung von theoretischen Strategieansätzen und praktischen Maßnahmen wie Redaktionsmarketing, Produktinnovationen, Markenstrategien und weiteren Ansätzen zur Stärkung der Wettbewerbsfähigkeit.
6. FAZIT UND AUSBLICK: Zusammenfassung der Ergebnisse und Ausblick auf die zukünftige Notwendigkeit von Zeitungsverlagen, sich zu komplexen Medienhäusern zu entwickeln.
Zeitungsverlage, Medienindustrie, wirtschaftlicher Wandel, Strukturwandel, Auflagenentwicklung, Reichweitenentwicklung, Redaktionsmarketing, E-Paper, Tabloid-Format, Markenstrategie, Crossmedialität, Pressekonzentration, Wettbewerbsfähigkeit, Werbemarkt, Mediennutzungsverhalten.
Die Diplomarbeit befasst sich mit den strategischen Herausforderungen von Zeitungsverlagen im Kontext des wirtschaftlichen und strukturellen Wandels der deutschen Medienlandschaft.
Im Zentrum stehen die Analyse der aktuellen Marktsituation, das Redaktionsmarketing, moderne Produktinnovationen wie E-Paper sowie verschiedene Marken- und crossmediale Strategien.
Ziel der Arbeit ist es, Strategien zu identifizieren und zu evaluieren, mit denen Zeitungsverlage ihre Wettbewerbsposition gegenüber neuen Medien und sinkenden Anzeigenerlösen langfristig sichern können.
Die Arbeit basiert auf einer strukturellen Analyse des deutschen Zeitungsmarktes unter Einbeziehung ökonomischer Theorien, Wettbewerbsmodelle wie "Five Forces" und einer fundierten Auswertung aktueller Branchen- und Auflagedaten.
Der Hauptteil gliedert sich in die Analyse der Marktstruktur und deren Einflussfaktoren sowie eine detaillierte Ausarbeitung strategischer Ansätze, von der Markenführung bis hin zu neuen Geschäftsfeldern wie der Briefzustellung.
Wichtige Begriffe sind Zeitungsmarken, Crossmedialität, Auflagenrückgang, Werbemarkt-Substitution durch das Internet und die strategische Neuausrichtung durch Redaktionsmarketing.
Das E-Paper wird als eine Form der digitalen Erweiterung und Leserbindung gesehen, wobei die Autorin betont, dass bloße PDF-Kopien langfristig nicht ausreichen, sondern interaktive Elemente und Mehrwert notwendig sind.
Das Tabloid-Format wird als innovative Antwort auf geänderte Lesegewohnheiten analysiert, da es durch eine kompaktere Aufbereitung der Informationen dem Zeitmangel der jüngeren Zielgruppen entgegenkommt.
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