Bachelorarbeit, 2005
87 Seiten, Note: 1,5
1. Einleitung
2. Mallorca - Eine Eingliederung in den europäischen Kontext
2.1 Einführung
2.2 Geschichte
2.3 Politische Informationen
2.4 Wirtschaft
3. Die sprachliche Konstellation auf Mallorca
3.1 Einleitung
3.2 Katalanisch auf Mallorca
3.2.1 Die Geschichte des Katalanischen von 1229 bis 1939
3.2.2 Die Entwicklung des Katalanischen ab 1939
3.2.3 Besonderheiten des Mallorquinischen
3.3 Sprachgebrauch auf Mallorca
3.4 Sprachpolitik
3.4.1 Llei de normalització lingüística de les Balears - Das Gesetz zur sprachlichen Normalisierung auf den Balearen.
3.4.2 Das Selbstverständnis der Regierung
3.4.3 Die Folgen der Sprachpolitik
3.5 Fazit
4. Tourismus auf Mallorca
4.1 Tourismustheorie
4.1.1 Begriffserläuterung
4.1.2 Bedeutung des Tourismus
4.1.3 Fazit
4.2 Der Tourismus auf Mallorca
4.2.1 Die Entwicklung des Tourismus in Spanien
4.2.2 Die Entwicklung des Tourismus auf Mallorca
4.2.3 Bauboom
4.2.4 Besonderheiten des Tourismus auf Mallorca
4.2.5 Konsequenzen / Folgen
4.2.6 Neue Strategien und Maßnahmen
4.3 Die Wahrnehmung der lokalen Situation durch die Touristen
4.3.1 Forschungsstand
4.3.2 Voraussetzung I: Antrieb
4.3.3 Voraussetzung II: Zugang
4.3.4 Voraussetzung III: Vermögen
4.3.5 Kontaktaufnahme mit Mallorquinern
4.4 Fazit
5. Wahrnehmung der Sprachkonstellation auf Mallorca – Eine Umfrage unter Deutschen
5.1 Fragebogenerhebung
5.1.1 Einleitung
5.1.2 Hypothesen
5.1.3 Durchführung der Fragebogenerhebung
5.1.4 Ergebnisse der Fragebogenerhebung
5.2 Fazit
6. Schlussbetrachtung
Die Arbeit untersucht die komplexe und oft problematische sprachliche Konstellation auf Mallorca, die durch die Koexistenz von Spanisch, Katalanisch und der dialektalen Variante Mallorquinisch geprägt ist. Ziel ist es, die historischen Hintergründe, die politische Sprachregulierung und insbesondere die Wahrnehmung dieser Situation durch Touristen zu analysieren, um das Klischee einer „kulturlosen“ Ferieninsel zu hinterfragen.
1. Einleitung
Buenos días, bon día oder, wo bitte geht’s zum Ballermann? Die sprachliche Situation auf Mallorca ist komplex und problematisch. Kauft man sich ein Wirtschaftsmagazin, so ist es auf Spanisch, entscheidet man sich aber für eine Kulturzeitschrift, ist die Wahrscheinlichkeit sehr hoch, dass sie auf Katalanisch verfasst ist. Betrachtet man die Werbeplakate, so sind diese teils auf Spanisch, teils auf Katalanisch. Spaziert man durch ein kleines Dorf im Inselinneren, so hört man die Bewohner wahrscheinlich auf Mallorquinisch plaudern. Fährt man aber nach S’Arenal, in die Nähe des berühmt-berüchtigten Ballermanns, so findet man alle Anzeigen und Aufschriften auf Deutsch.
Die Verwirrung ist groß und die Auseinandersetzungen über dieses Problem emotional. Doch wie kam es zu einer derart komplexen sprachlichen Konstellation? Dieser Frage soll im Rahmen dieser Bachelorarbeit nachgegangen werden. Ausgehend von den geschichtlichen Entwicklungen, vom Einfluss der Römer und Mauren bis hin zur jüngeren Geschichte und dem Sprachverbot des Katalanischen unter der Diktatur von Franco sowie dem Übergang Spaniens zur Demokratie, sollen die Besonderheiten dieser Sprachsituation betrachtet werden. Es wird dargelegt werden, welche Maßnahmen zur sprachlichen Normalisierung seit dem Beitritt Mallorcas zur Autonomen Gemeinschaft der Balearen im Jahr 1983 beschlossen und durchgeführt wurden und wie diese die Sprachentwicklung beeinflusst haben. Dabei wirft nicht zuletzt das Selbstverständnis der mallorquinischen Bevölkerung über ihre eigene Sprache immer wieder Probleme auf.
1. Einleitung: Die Einleitung stellt die komplexe sprachliche Situation auf Mallorca dar und umreißt die Fragestellung sowie das Ziel der Arbeit, die Wahrnehmung dieser Situation durch Touristen zu untersuchen.
2. Mallorca - Eine Eingliederung in den europäischen Kontext: Dieses Kapitel liefert einen historischen Abriss von der Antike bis zur jüngeren Geschichte und ordnet Mallorca politisch und ökonomisch in den europäischen Kontext ein.
3. Die sprachliche Konstellation auf Mallorca: Hier wird die historische und aktuelle Situation des Katalanischen und des Mallorquinischen analysiert, inklusive der Sprachpolitik, des Sprachgebrauchs und des Selbstverständnisses der Regierung.
4. Tourismus auf Mallorca: Das Kapitel behandelt die Tourismustheorie und die spezifische Entwicklung des Tourismus auf Mallorca, dessen ökologische, ökonomische und soziale Folgen sowie neue Strategien der Inselregierung.
5. Wahrnehmung der Sprachkonstellation auf Mallorca – Eine Umfrage unter Deutschen: Dieses Kapitel präsentiert die methodische Durchführung und die Ergebnisse einer empirischen Umfrage unter deutschen Touristen zur Wahrnehmung der sprachlichen Situation auf der Insel.
6. Schlussbetrachtung: Die Arbeit schließt mit einer Zusammenfassung der Ergebnisse und einem Fazit über die Diskrepanz zwischen der komplexen sprachlichen Realität auf Mallorca und der Wahrnehmung durch die Touristen.
Mallorca, Katalanisch, Mallorquinisch, Sprachkonstellation, Sprachpolitik, Tourismus, Normalisierung, Soziolinguistik, Sprachwahrnehmung, Identität, Zweisprachigkeit, Spanien, Kultur, Massentourismus, Diglossie.
Die Bachelorarbeit untersucht die komplexe und problematische Sprachkonstellation auf Mallorca, geprägt durch das Nebeneinander von Spanisch, Katalanisch und Mallorquinisch, und wie Touristen diese Situation wahrnehmen.
Zentrale Themen sind die Geschichte Mallorcas, die Auswirkungen der Sprachpolitik, die sozio-ökonomische Prägung durch den Tourismus sowie die empirische Sprachwahrnehmung durch deutsche Urlauber.
Das primäre Ziel ist es, herauszufinden, ob und inwieweit deutsche Touristen Kenntnis von der speziellen Sprachsituation auf Mallorca haben und wie sie diese in ihrem Urlaub wahrnehmen.
Die Arbeit nutzt eine Kombination aus theoretischer Literaturanalyse zur Geschichte und Soziolinguistik sowie eine empirische Fragebogenerhebung unter deutschen Touristen vor Ort.
Der Hauptteil behandelt die historische Entwicklung der Sprachen, die Rolle der Tourismusindustrie bei der Sprachverdrängung oder -erhaltung sowie die Analyse, ob Touristen die kulturellen Besonderheiten ihres Reiseziels überhaupt erkennen.
Die wichtigsten Schlagworte sind Mallorca, Katalanisch, Mallorquinisch, Sprachpolitik, Tourismus, kulturelle Identität und empirische Wahrnehmung.
Das Mallorquinische ist eine sprachlich eigenständige dialektale Varietät des Katalanischen, die jedoch in der Bevölkerung oft als eigenständige Sprache gegenüber dem Standardkatalanischen wahrgenommen wird.
Der Massentourismus fördert vor allem das Spanische und internationale Sprachen wie Deutsch oder Englisch, was die Stellung des Katalanischen und Mallorquinischen im öffentlichen und wirtschaftlichen Raum schwächt.
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