Diplomarbeit, 2006
78 Seiten, Note: 1,7
1 Einleitung
1.1 Ein Problemaufriss
1.2 Fragestellungen und Zielsetzung
2 Begriffsbestimmung
2.1 Was ist ein System?
2.2 Was ist eine Schule?
2.2.1 Schule als soziales System
2.3 Was ist Jugendarbeit?
2.3.1 Jugendarbeit als soziales System
3 Historische und gesellschaftliche Aspekte zum Verhältnis von Schule und Jugendarbeit
3.1 Differenzierung von Schule und Jugendarbeit
3.2 Zum Verhältnis von Schule und Jugendarbeit seit den 70er Jahren
3.3 Folgen der postmodernen Gesellschaft
3.3.1 Die veränderte Jugend
3.3.2 Veränderungen für das System Schule
3.3.3 Veränderungen für das System Jugendarbeit
3.3.4 Zur Notwendigkeit einer Kooperation der beiden Systeme
4 Öffnung der Systeme – der Weg zur lernenden Organisation
4.1 Was ist eine Lernende Organisation?
4.1.1 Oganisationales Lernen
4.1.2 Wie eine Organisation lernt
4.1.3 Die fünf Disziplinen auf dem Weg zur Lernenden Organisation
4.1.4 Vorteile einer Lernenden Organisation
4.2 Schule und Jugendarbeit als Lernende Organisation?
5 Mit mehr Kooperation gemeinsam neue Herausforderungen bestehen!
5.1 Rechtliche Grundlagen für eine Kooperation
5.1.1 Bundesregelung
5.1.2 Länderregelung
5.1.3 Resümee
5.2 Gemeinsame Handlungsmöglichkeiten von Schule und Jugendarbeit
5.2.1 Existieren Schnittmengen für eine Zusammenarbeit ?
5.2.2 Schnittmengen für eine Zusammenarbeit suchen
5.2.3 Beispiele für gemeinsame Handlungsmöglichkeiten
5.3 Jugendarbeit und Schule – vom Unterschied profitieren beide
5.3.1 Jugendarbeit verfügt über Lebensräume – Schule benötigt Lebensräume
5.3.2 Schule verfügt über Konzepte – Jugendarbeit benötigt Konzepte
5.4 Stolpersteine – was macht die Kooperation so schwierig?
5.4.1 Zwei unterschiedliche Systeme kommen zusammen
5.4.2 Typische Stolpersteine
5.5 Bedingungen für eine gelingende Zusammenarbeit
5.5.1 Checkliste zur Planung eines gemeinsamen Projektes
5.5.2 Hilfsmittel der strukturellen Absicherung
5.5.3 Ein gelungenes Beispiel der Zusammenarbeit
5.6 Kooperation – zum Wohl der Kinder und Jugendlichen
5.7 Modelle aus der Praxis
5.7.1 Schulsozialarbeit
5.7.2 Schülercafé
5.7.3 Tage der Orientierung
5.7.4 Jugendberufshilfe
5.7.5 Schulorientierte Jugendarbeit
5.7.6 Stadtteilbezogene Jugendarbeit
6 Schlusswort
Die Diplomarbeit untersucht die Möglichkeiten und Grenzen der Kooperation zwischen den beiden sozialen Systemen Schule und Jugendarbeit vor dem Hintergrund gesellschaftlicher Veränderungen. Ziel ist es, eine kritische Auseinandersetzung mit dem Thema zu führen und aufzuzeigen, wie eine Öffnung der Systeme – insbesondere durch das Konzept der lernenden Organisation – eine gelingende Zusammenarbeit fördern kann.
3.3.1 Die veränderte Jugend
Den Jugendlichen in unserer Gesellschaft steht heutzutage eine Vielzahl von Möglichkeiten zur Verfügung, durch die sie geprägt und sozialisiert werden. Man könnte sogar behaupten, dass es den Kindern und Jugendlichen noch nie so gut ging wie heute, doch damit würde man eine falsche Hypothese in den Raum werfen.
Vielmehr kann man davon sprechen, dass Kinder und Jugendliche regelrecht auf sich alleine gestellt sind und somit häufig sich selbst überlassen werden, was wiederum Überforderung und Vernachlässigung gleichermaßen mit sich bringt.
Somit kann also davon ausgegangen werden, dass die Phase „der Jugend“ eine von differenten Einflüssen geprägte Lebensphase ist. In ihrem Artikel „Die gesellschaftliche Krise hat die Jugend erreicht“ beschreiben Fischer und Münchmeier Jugend folgendermaßen:
Jugend bedeutet ein Doppeltes: sie ist einmal eine subjektive biografische Lebensphase, in der Aufgaben der inneren Entwicklung, des Lernens, der Identitätsbildung anstehen; sie ist zum anderen eine gesellschaftlich bestimmte Lebenslage, abhängig von gesellschaftlichen Bedingungen und Erwartungen, vor allem aber von der Zukunft und Zukunftsfähigkeit der zentralen Regelungen und Grundlagen unserer Arbeitsgesellschaft. In der Vorbereitung auf die Anforderungen der Erwachsenenrolle […] liegt der biografische und gesellschaftliche Sinn der Jugendphase.
1 Einleitung: Die Einleitung beleuchtet den Problemaufriss im Kontext gesellschaftlicher Veränderungen und definiert die Fragestellungen sowie die Zielsetzung der Diplomarbeit.
2 Begriffsbestimmung: Hier werden die theoretischen Grundlagen der Arbeit gelegt, indem die Begriffe soziales System, Schule und Jugendarbeit unter Berücksichtigung systemtheoretischer Aspekte definiert werden.
3 Historische und gesellschaftliche Aspekte zum Verhältnis von Schule und Jugendarbeit: Dieses Kapitel analysiert die historische Differenzierung beider Systeme und untersucht die Auswirkungen der postmodernen Gesellschaft auf Jugendliche sowie die Notwendigkeit einer Kooperation.
4 Öffnung der Systeme – der Weg zur lernenden Organisation: Es wird geprüft, inwiefern das Konzept der lernenden Organisation als hilfreiche Stütze und Überlebensstrategie für die Öffnung von Schule und Jugendarbeit dienen kann.
5 Mit mehr Kooperation gemeinsam neue Herausforderungen bestehen!: Das Kapitel widmet sich den rechtlichen Grundlagen, identifiziert Stolpersteine sowie Erfolgsbedingungen für die Praxis und präsentiert konkrete Kooperationsmodelle.
6 Schlusswort: Das Schlusswort fasst die zentralen Ergebnisse zusammen, würdigt die Bedeutung einer solidarischen Kooperation und gibt Ausblicke auf weiterführende Fragestellungen.
Schule, Jugendarbeit, Kooperation, soziales System, lernende Organisation, Sozialisation, Jugendhilfe, gesellschaftlicher Wandel, Schulentwicklung, Synergieeffekt, systemtheoretische Analyse, berufliche Integration, Schulsozialarbeit.
Die Diplomarbeit befasst sich mit der Notwendigkeit und den Herausforderungen einer kooperativen Zusammenarbeit zwischen den Institutionen Schule und Jugendarbeit.
Zentrale Themen sind die systemtheoretische Analyse beider Institutionen, die Einflüsse gesellschaftlicher Umbrüche auf Jugendliche, das Konzept der lernenden Organisation sowie die Identifikation von Gelingensbedingungen für Kooperationen.
Das Ziel ist eine kritische Auseinandersetzung mit den Möglichkeiten und Grenzen der Kooperation sowie die Aufzeigung von Wegen, wie beide Systeme zur Unterstützung von Kindern und Jugendlichen besser zusammenarbeiten können.
Die Arbeit basiert auf einer systemtheoretischen Betrachtungsweise, eingebettet in eine Auseinandersetzung mit soziologischer und pädagogischer Fachliteratur sowie Praxisreflexionen.
Im Hauptteil werden Begrifflichkeiten geklärt, historische Entwicklungen nachgezeichnet, gesellschaftliche Rahmenbedingungen analysiert und praktische Ansätze der Kooperation (wie Schulsozialarbeit oder Schülercafés) detailliert diskutiert.
Schlüsselbegriffe sind unter anderem Schule, Jugendarbeit, Kooperation, systemische Sichtweise, lernende Organisation und Schulentwicklung.
Das Konzept hilft beiden Systemen, sich an neue Umweltbedingungen anzupassen, ihre Problemlösungskompetenz zu erhöhen und eine Haltung der Offenheit gegenüber dem Kooperationspartner zu entwickeln.
Die größten Schwierigkeiten liegen in den unterschiedlichen Organisationskulturen, Informationsdefiziten über den jeweils anderen Bereich, der Gefahr der Instrumentalisierung sowie unklaren Zielsetzungen und Strukturen.
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