Magisterarbeit, 2001
83 Seiten, Note: 1,7
1 EINLEITUNG
1.1 ZIEL DER VORLIEGENDEN ARBEIT
2 DER ZUSAMMENHANG VON FREUNDSCHAFT UND PERSÖNLICHKEIT
2.1 ZUM BEGRIFF „FREUNDSCHAFTSFÄHIGKEIT“
2.2 VERSUCH EINER DEFINITION VON FREUNDSCHAFT
3 PERSÖNLICHKEIT IN DER FREUNDSCHAFTSFORSCHUNG
3.1 THEORETISCHE ERKLÄRUNGSANSÄTZE
3.1.1 Eysenck’s Persönlichkeitstheorie
3.1.2 Die Theorie der persönlichen Konstrukte
3.1.3 Die Austauschtheorie im Freundschaftskonzept
3.1.4 Die Freundschaftstheorie von Wright
3.2 DIFFERENTIALPSYCHOLOGISCHE ASPEKTE VON FREUNDSCHAFT
3.2.1 Eigenschaften und Attribution in der Freundschaft
4 PERSÖNLICHKEITSMERKMALE IM FREUNDSCHAFTSPROZEß
4.1 VORBEDINGUNGEN FÜR DIE ENTSTEHUNG VON FREUNDSCHAFT
4.1.2 Das Selbstkonzept
4.1.3 Ähnlichkeit als Attraktionsbedingung
4.1.3.1 Die Filtertheorie von Duck
4.1.3.2 Die Locus-of-control-Variable
4.2 FREUNDSCHAFTSRELEVANTE VARIABLEN
4.2.1 Alter
4.2.2 Geschlecht
4.2.3 Soziale Motive
4.3 DIE ENTWICKLUNG VON FREUNDSCHAFT
4.3.1 Hilfsbereitschaft und soziale Unterstützung
4.3.2 Soziale Fertigkeiten
4.3.2.1 Widerstandsfähigkeit
4.3.2.2 Kommunikationsfähigkeit
4.3.3 Das Konzept des Self-Monitoring
4.4 DIE AUFRECHTERHALTUNG VON FREUNDSCHAFT
4.4.1 Intimität und die Fähigkeit zur Selbstenthüllung
4.4.2 Vertrauen als Persönlichkeitsvariable
4.5 ISOLIERUNG UND EINSAMKEIT
4.6 STREIT IN DER FREUNDSCHAFT
4.6.1 Das Ende einer Freundschaft
5 VORSTELLUNGEN VOM IDEALEN FREUND
6 ZUSAMMENFASSENDE BEWERTUNG DER LITERATUR
6.1 DIE SCHWIERIGKEIT EINER DEFINITION VON FREUNDSCHAFT
6.2 FREUNDSCHAFT UND PERSÖNLICHKEIT IN DER FORSCHUNGSLITERATUR
6.3 PERSÖNLICHKEITSVARIABLEN IM FREUNDSCHAFTSPROZEß
6.4 ABSCHLIEßENDE BETRACHTUNG
6.5 TABELLARISCHER ÜBERBLICK IN CHRONOLOGISCHER REIHENFOLGE
7 KURZZUSAMMENFASSUNG
8 LITERATUR
Die Arbeit untersucht den Zusammenhang zwischen Persönlichkeitsmerkmalen und Freundschaften. Ziel ist es, den Begriff der „Freundschaftsfähigkeit“ wissenschaftlich zu beleuchten und theoretische sowie differentialpsychologische Erklärungsansätze für die Entstehung, Entwicklung und Aufrechterhaltung von Freundschaftsbeziehungen aufzuzeigen.
Die Filtertheorie von Duck
Bezüglich der Annahmen über den Zusammenhang von Ähnlichkeit und Attraktion entwickelte Duck (1977) die sogenannte Filtertheorie. Danach durchläuft der Prozeß des Kennenlernens verschiedene Stadien, in denen ein Individuum selektiert, inwieweit es eine Bekanntschaft mit einer anderen Person schließen möchte.
Jemand, der das erste Filterkriterium nicht erfüllt, wird sofort abgelehnt. Erfüllt er es, wird er zum nächsten Kriterium vorgelassen. Hier spielt allerdings auch die Kontakthäufigkeit eine Rolle, denn sobald jemand glaubt, daß er den anderen oft genug treffen wird, damit sich eine Bekanntschaft überhaupt lohnt, kann er seine Aufmerksamkeit auf die relevanten Kriterien und Filter richten. Abgesehen von Persönlichkeits- und Einstellungsähnlichkeit kommen hier auch andere, physische, Aspekte zum Tragen, so etwa Größe, Haarfarbe, Körperbau, aber auch Hinweise auf den sozialen Status und andere geeignete Merkmale, die ein näheres Kennenlernen lohnend machen. Ist die Interaktion erst einmal aufgenommen, braucht die betreffende Person den externen Merkmalen zunächst einmal keine Beachtung mehr zu schenken. Die Aufmerksamkeit richtet sich dann als nächstes auf den Interaktionsstil des anderen. Hierbei kommt es zum Beispiel auf die nonverbalen und verbalen Verhaltensweisen des Gegenübers an, wodurch der Beobachter Informationen über dessen Persönlichkeit oder seine kognitiven Attribute sammeln kann.
1 EINLEITUNG: Einführung in die Thematik der menschlichen Beziehungsfähigkeit und Definition der Zielsetzung der Magisterarbeit.
2 DER ZUSAMMENHANG VON FREUNDSCHAFT UND PERSÖNLICHKEIT: Erörterung der Begrifflichkeiten und Herausforderungen bei der Definition von Freundschaft in der Psychologie.
3 PERSÖNLICHKEIT IN DER FREUNDSCHAFTSFORSCHUNG: Darstellung theoretischer Modelle zur Persönlichkeitsforschung und deren Relevanz für soziale Beziehungen.
4 PERSÖNLICHKEITSMERKMALE IM FREUNDSCHAFTSPROZEß: Analyse der Bedingungen für Entstehung, Entwicklung und Aufrechterhaltung von Freundschaften unter Berücksichtigung von Persönlichkeitsvariablen.
5 VORSTELLUNGEN VOM IDEALEN FREUND: Untersuchung der subjektiven Vorstellungen von Freunden anhand empirischer Studienergebnisse.
6 ZUSAMMENFASSENDE BEWERTUNG DER LITERATUR: Kritische Reflexion des aktuellen Forschungsstandes zum Thema Freundschaft und Persönlichkeit.
7 KURZZUSAMMENFASSUNG: Zusammenfassende Übersicht der wesentlichen Erkenntnisse der Arbeit.
8 LITERATUR: Verzeichnis der verwendeten Quellen und wissenschaftlichen Publikationen.
Freundschaftsfähigkeit, Persönlichkeit, Sozialpsychologie, Attraktion, Selbstkonzept, Interdependenz, Soziale Fertigkeiten, Intimität, Einsamkeit, Self-Monitoring, Filtertheorie, Beziehungsgestaltung, Geschlechtsunterschiede, Attribution.
Die Magisterarbeit untersucht aus sozialpsychologischer Perspektive, welche Rolle die Persönlichkeit bei der Entstehung und Pflege von Freundschaften spielt.
Zu den Schwerpunkten gehören Definitionen von Freundschaft, der Einfluss von Persönlichkeitsmerkmalen wie Extraversion, das Selbstkonzept sowie entwicklungspsychologische Aspekte.
Das Ziel besteht darin, den Begriff der „Freundschaftsfähigkeit“ zu operationalisieren und zu klären, wie interindividuelle Unterschiede die Qualität und Stabilität von Freundschaften beeinflussen.
Es handelt sich um einen Literaturüberblick, der verschiedene psychologische Theorien und empirische Studien (u.a. von Eysenck, Duck, Auhagen, McAdams) zusammenführt und vergleichend bewertet.
Der Hauptteil analysiert Bedingungen der Freundschaftsbildung, die Rolle von Ähnlichkeit, die Bedeutung von sozialen Fertigkeiten (wie Kommunikation) und das Ende von Freundschaften.
Wichtige Begriffe sind Freundschaftsfähigkeit, Selbstkonzept, Attraktion, Intimität, Soziale Fertigkeiten und Self-Monitoring.
Die Filtertheorie von Duck erklärt, wie Menschen in verschiedenen Stadien des Kennenlernens potentielle Freunde selektieren, basierend auf Kriterien wie physischen Merkmalen und Persönlichkeitseigenschaften.
Es besagt, dass Freundschaften trotz ihrer hohen Bedeutung für den Menschen nur sehr wenige klare inhaltliche oder formale Vorgaben an die Beteiligten stellen.
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