Diplomarbeit, 2006
91 Seiten, Note: 2,3
1. Einleitung
2. Das Alter
2.1 Altersdefinitionen
2.2 Bevölkerungsstruktur im Wandel – die demographische Entwicklung
2.3 Strukturwandel des Alters
3. Lebensort für alte Menschen: stationäre Altenhilfeeinrichtungen
3.1 Angebote der Altenhilfe
3.2 Die Bewohnerzusammensetzung innerhalb der stationären Altenhilfeeinrichtungen
4. Die Demenz
4.1. Medizinische Aspekte der Demenz
4.1.1 Begriff „Demenz“
4.1.2 Die sekundären Demenzen
4.1.3 Die primären Demenzen
4.1.3.1 Die Multi-Infarkt-Demenz
4.1.3.2 Die Alzheimer´sche Erkrankung
4.1.3.3 Weitere Ursachen primärer Demenz
4.1.4 Diagnose
4.2 Diagnose Demenz – Bedeutung für Betroffene und Angehörige
4.2.1 Der Zugang zur Erlebniswelt dementiell erkrankter Menschen
4.2.2 Folgen der gestörten Einprägung
4.2.3 Folgen des Gedächtnisabbaus
4.2.4 Belastungserleben von (pflegenden) Angehörigen
4.2.5 Stärkern der Demenz
4.3 Umzug ins Heim - Bedeutung und Probleme für Betroffene
5. Lebensumfeld Altenheim
5.1 Entwicklungen im stationären Altenhilfebereich
5.2 Integrative und segregative Betreuungskonzepte
5.3 Betreuungskonzepte:
5.3.1 Realitätsorientierungstherapie
5.3.2 Validation
5.3.3 Integrative Validation
5.3.4 Biographiearbeit
5.3.5 Selbst-Erhaltungs-Therapie
5.3.6 Milieutherapie
5.4 Viel Aufwand, noch mehr Nutzen – Vorteile spezialisierter Dementenbetreuung
6. Freiraumgestaltung für dementiell Erkrankte
6.1 Bedeutung von Natur für den Menschen
6.2 Derzeitiger Stellenwert von Freiräumen in stationären Altenhilfeeinrichtungen/Ursachen
6.2.1 Finanzielle Aspekte
6.2.2 Defizite im Planungsablauf
6.2.3 Mangelndes Bewusstsein über die Wirkungen
6.3 Hemmnisse der Freiraumnutzung
6.4 Gartenkonzepte
6.4.1 Szenarien Garten
6.4.2 Phasengarten
6.4.3 Sinnesgarten
6.4.4 Begegnung von Jung und Alt
6.5 Planung eines Gartens für dementiell Erkrankte
6.5.1 Innenraum-Außenraum
6.5.2 Gelände
6.5.3 Begrenzung
6.5.4 Besondere Orte im Freibereich
6.5.5. Wege
6.5.6 Bepflanzung
6.5.7 Wasser
6.5.8 Ausstattung
6.5.9 Tiere
6.7 Gärten - Chance für das Ehrenamt?
6.8 Der Garten des Altenpflegeheims „Seniorenpark Münsterland Gottfried von Kappenberg GmbH“
6.8.1 Zugang/Begrenzung
6.8.2 Besondere Orte
6.8.3 Wege
6.8.4 Pflanzen
6.8.5 Zusammenfassung
6.9 Die Rolle der Sozialen Arbeit in der Freiraumplanung
7. Schlussbemerkung
8. Literatur
Diese Arbeit untersucht die Bedeutung und Gestaltung von Freiräumen in stationären Altenhilfeeinrichtungen als integralen Bestandteil der Milieutherapie für dementiell erkrankte Menschen, mit dem Ziel, konkrete Handlungsempfehlungen für die Soziale Arbeit in der Freiraumplanung abzuleiten.
6.5.4 Besondere Orte im Freibereich
Jeder Garten sollte bestimmte Bereiche haben, die zum Verweilen einladen oder die durch ihre Lage und Gestaltung einen besonderen Charakter aufweisen.
Eine Terrasse mit ausreichend Sitzmöglichkeiten, ein Grillplatz oder ein Pavillon können als besondere Orte der Gemeinschaft genutzt werden. Hier besteht für Bewohner, Angehörige und Pflegepersonal die Möglichkeit den Garten auch in größeren Gruppen zu nutzen und zusammenzusitzen. Es ist sinnvoll diese Bereiche möglichst nah am Haus anzusiedeln, da sie so auch von Bewohnern mit eingeschränkter Mobilität gut genutzt werden können.
In Pflegeeinrichtungen müssen die meisten Bereiche mit anderen Menschen geteilt werden. Doppelzimmer, Gemeinschaftsräume und Wohnküchen bieten wenig Raum für Rückzug und Privatsphäre. Auch wenn ein Einzelzimmer vorhanden ist, ist es wichtig, auch außerhalb dieses Zimmers, Möglichkeiten des Rückzugs zu haben.
Gärten bieten gute Vorraussetzungen um diese Orte des Rückzugs zu schaffen. Abgetrennte Sitzbereiche (z.B. durch eine Hecke), die ein eigenes kleines Territorium bilden, können solche Orte sein.
Um Angst und Orientierungslosigkeit zu vermeiden ist, trotz des Wunsches nach räumlicher Distanz und Privatsphäre, der Blickbezug zum vertrauten Gebäude oder anderen Menschen wichtig.
Stellen, die aus der Distanz nicht einsehbar sind, scheinen gute Rückzugsorte zu sein, verhindern aber, dass das Personal die Bewohner im Blick behalten und bei Gefährdungen sofort einschreiten kann [Copak, 15.05.06].
1. Einleitung: Der Autor erläutert seine persönliche Motivation und den Hintergrund seines Interesses an der Freiraumgestaltung in der stationären Altenhilfe.
2. Das Alter: Dieses Kapitel definiert den Begriff des Alters aus kalendarischer, biologischer und sozialer Perspektive und beleuchtet die demographische Entwicklung.
3. Lebensort für alte Menschen: stationäre Altenhilfeeinrichtungen: Es wird die Vielfalt der Altenhilfeangebote und die spezifische Bewohnerzusammensetzung in stationären Einrichtungen analysiert.
4. Die Demenz: Dieser Abschnitt bietet einen fundierten Überblick über medizinische Aspekte, Diagnosewege und das Erleben von Demenz durch Betroffene und Angehörige.
5. Lebensumfeld Altenheim: Hier werden diverse Betreuungskonzepte, wie Validation und Milieutherapie, im Kontext der stationären Pflege vorgestellt und verglichen.
6. Freiraumgestaltung für dementiell Erkrankte: Das Hauptkapitel analysiert die Bedeutung von Natur und konkrete Planungskriterien für dementengerechte Gartenanlagen sowie deren Nutzen.
7. Schlussbemerkung: Der Autor resümiert die Notwendigkeit interdisziplinärer Planung und plädiert für die stärkere Verankerung der Freiraumgestaltung in der Sozialen Arbeit.
8. Literatur: Verzeichnis der verwendeten Fachliteratur, Zeitschriften und Internetquellen.
Altenpflege, Demenz, Freiraumgestaltung, Milieutherapie, stationäre Einrichtung, Gartenplanung, Betreuungskonzept, Lebensqualität, Soziale Arbeit, Demographie, Naturerleben, Orientierung, Biografiearbeit, Sicherheit, Inklusion.
Die Arbeit beschäftigt sich mit der Bedeutung von Freiräumen und deren gezielter Gestaltung in stationären Pflegeeinrichtungen zur Verbesserung der Lebensqualität von dementiell erkrankten Menschen.
Die Schwerpunkte liegen auf den Auswirkungen von Demenz auf das Erleben, den gängigen Betreuungskonzepten im Altenheim sowie den spezifischen Anforderungen an die architektonische und gärtnerische Freiraumplanung.
Das Ziel ist es, aufzuzeigen, wie Freiräume als Teil der Milieutherapie dienen können und welche Rolle die Soziale Arbeit bei deren Planung und Nutzung einnehmen sollte.
Der Autor führt eine umfassende Literaturanalyse durch und ergänzt diese durch eine praxisnahe Fallstudie eines spezifischen Heimgartens.
Der Hauptteil gliedert sich in eine theoretische Fundierung über Demenz und Betreuungskonzepte sowie einen anwendungsorientierten Teil über Gartenkonzepte und Planungsparameter.
Die zentralen Begriffe sind Freiraumgestaltung, Milieutherapie, Demenzbetreuung, stationäre Altenhilfe, Lebensqualität und Soziale Arbeit.
Besonders die Aspekte der Weglaufsicherheit, die Vermeidung von Stolperfallen und die Notwendigkeit von Blickbeziehungen zum Gebäude werden als kritische Faktoren identifiziert.
Ehrenamtliche können die Pflege und Belebung des Gartens unterstützen, erfordern jedoch eine professionelle Anleitung und Einbindung in das Konzept der Einrichtung.
Die Studie zeigt positive Ansätze wie ein Kleintiergehege und Hochbeete, identifiziert aber auch Defizite, insbesondere bei der Weglaufsicherheit und der direkten Anbindung der Außenbereiche.
Die Soziale Arbeit sollte als Schnittstelle fungieren, Entscheidungsträger sensibilisieren und ihre Kompetenzen in der psychosozialen Betreuung in den interdisziplinären Planungsprozess einbringen.
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