Diplomarbeit, 2005
114 Seiten, Note: 1,3
1. Einleitung
1.1 Problemstellung
1.2 Zielsetzung und Vorgehensweise
2. Erklärungsansätze zum Unternehmenserfolg
2.1 Market-based View
2.2 Resource-based View
2.2.1 Historische Entwicklung
2.2.2 Abgrenzung des Ressourcenbegriffs
2.2.3 Ressourcen als Quelle von Wettbewerbsvorteilen
2.2.4 Weiterentwicklungen der RBV
2.2.4.1 Capability-based View
2.2.4.2 Knowledge-based View
2.3 Zusammenfassung
3. Die Bedeutung der Humanressourcen für den Unternehmenserfolg
3.1 Begriffsabgrenzung
3.2 HR als Quelle nachhaltiger Wettbewerbsvorteile
3.3 HRM: Das Management der Humanressourcen im Rahmen der Unternehmensführung
3.3.1 Von der Personalverwaltung zum HRM
3.3.2 Begriffsabgrenzung HRM
3.3.3 Aufgabenbereiche des HRM
3.3.4 Gründe für den Auffassungswandel
3.3.4.1 Wettbewerbsverschärfung
3.3.4.2 Demographische Veränderungen
3.3.4.3 Wertewandel
3.3.4.4 Veränderung des Menschenbildes
3.4 Der Beitrag des HRM zum Unternehmenserfolg
4. Determinanten menschlicher Leistung
4.1 Leistungsfähigkeit
4.2 Motivation als Wille zur Leistung
4.2.1 Begriffsabgrenzung
4.2.2 Aspekte der Motivationsforschung
4.2.2.1 Intrinsische und extrinsische Motivation
4.2.2.2 Mögliche Wechselwirkungen zwischen extrinsischer und intrinsischer Motivation
4.2.3 Motivationstheorien
4.2.3.1 Inhaltstheorien
4.2.3.1.1 Die Theorie der Bedürfnishierarchie von Maslow
4.2.3.1.2 Die Zwei-Faktoren-Theorie von Herzberg et al.
4.2.3.1.3 Die Motivationstheorie von McClelland
4.2.3.2 Prozeßtheorien
4.2.3.2.1 Die Valenz-Instrumentalitäts-Erwartungs-Theorie von Vroom
4.2.3.2.2 Das Motivationsmodell von Porter und Lawler
4.2.3.3 Zusammenfassung
5. Diskussion möglicher Ansatzpunkte zur Aktivierung ungenutzter Mitarbeiterpotentiale
5.1 Analyse der aktuellen Potentialausnutzung
5.2 Ansatzpunkte der Potentialaktivierung
5.2.1 HR-Placement
5.2.2 HR-Entwicklung
5.2.2.1 HR-Entwicklung in der Perspektive des Defizitabbaus
5.2.2.2 HR-Entwicklung in der Perspektive der Potentialproduktion
5.2.2.3 Von der Selbstentwicklung zur lernenden Organisation
5.2.3 Implikationen der motivationstheoretischen Ansätze für die HR-Motivation
5.2.3.1 Intrinsische Anreize
5.2.3.2 Extrinsische Anreize
5.2.3.3 Erwartungen
6. Fazit
Ziel dieser Arbeit ist es, die grundlegende Bedeutung von Humanressourcen für den Erfolg eines Unternehmens zu untersuchen. Vor dem Hintergrund der Annahme, dass in Unternehmen häufig ungenutzte Mitarbeiterpotentiale schlummern, werden Strategien und Ansatzpunkte identifiziert, wie diese Potentiale besser genutzt und aktiviert werden können, um nachhaltige Wettbewerbsvorteile zu sichern.
1.1 Problemstellung
Globalisierung, schneller Wandel der Kundenbedürfnisse, abnehmende Produktlebenszyklen und Instabilität sind nur einige zu nennende Aspekte der Wettbewerbsbedingungen, denen die meisten Unternehmen heute ausgesetzt sind. In solchen dynamischen Wettbewerbssituationen gelten andere Regeln als bislang. Dennoch sind die meisten Unternehmen der Auffassung, daß nur die klassischen Faktoren den Unternehmenserfolg bestimmen: die richtige Branche, ein hoher Marktanteil, technologische Vorherrschaft oder eine brillante Strategie. Auch wenn diese Faktoren weiterhin Wettbewerbsvorteile begründen können, so haben sie an Bedeutung verloren, da sie in der Regel durch die Dynamik der Umwelt kurz- oder zumindest mittelfristig eliminiert werden können.
Es stellt sich die Frage, wie überhaupt noch nachhaltige Wettbewerbsvorteile erreicht werden können, wenn selbst die genannten Faktoren kein Garant mehr für nachhaltige Wettbewerbsvorteile sind. Die Antwort auf diese Frage liegt im Menschen, der als Humanressource einer der entscheidenden, wenn nicht sogar der entscheidende Wettbewerbsvorteil ist oder sein kann. Dies wird insbesondere vor dem Aspekt deutlich, daß wir uns in einer Wissensgesellschaft befinden und daß die Ressource Wissen weitestgehend personengebunden ist.
So betonen auch die meisten Unternehmen heute in ihrer Firmenphilosophie die Bedeutung der Humanressourcen als ihr wichtigstes Gut. Dabei zeigt sich jedoch eine Diskrepanz zwischen der kommunizierten und der gelebten Firmenphilosophie, denn die Humanressourcen werden immer noch vorwiegend als Kosten- und nicht als Vermögensfaktor betrachtet. Dies ist nicht verwunderlich, da das Humanvermögen im Rahmen unserer Bilanzrichtlinien nicht als solches bilanziert werden kann, sondern nur als Kostenposition auftaucht. So verwundert es auch nicht, daß die Optimierung des Kapitalnutzens Vorrang vor der Optimierung des Personalnutzens hat und Unternehmen Wettbewerbsvorteile in erster Linie in Kostenreduktionsmöglichkeiten, wie Downsizing und Outsourcing, suchen.
1. Einleitung: Dieses Kapitel führt in die Problemstellung ein, wonach Unternehmen den Menschen oft nur als Kostenfaktor statt als strategisches Vermögen betrachten, und definiert das Ziel der Arbeit.
2. Erklärungsansätze zum Unternehmenserfolg: Es werden die Market-based View und die Resource-based View als strategische Managementkonzepte gegenübergestellt, um die Grundlagen nachhaltiger Wettbewerbsvorteile zu beleuchten.
3. Die Bedeutung der Humanressourcen für den Unternehmenserfolg: Hier wird untersucht, wie Humanressourcen gemäß der Resource-based View Wettbewerbsvorteile schaffen und wie sich das moderne Human Resource Management als strategische Führungsaufgabe abgrenzt.
4. Determinanten menschlicher Leistung: Dieses Kapitel analysiert die Faktoren Leistungsfähigkeit und Motivation als zentrale Einflussgrößen für das individuelle Leistungsniveau der Mitarbeiter.
5. Diskussion möglicher Ansatzpunkte zur Aktivierung ungenutzter Mitarbeiterpotentiale: Basierend auf den vorangegangenen Analysen werden konkrete HR-Praktiken wie Placement und Entwicklung diskutiert, um brachliegende Potentiale in der Belegschaft zu erschließen.
6. Fazit: Das Fazit fasst die zentralen Ergebnisse zusammen und bestätigt, dass die zielgerichtete Steuerung von Humanressourcen ein entscheidender, wettbewerbsrelevanter Faktor ist.
Humanressourcen, Unternehmenserfolg, Wettbewerbsvorteil, Resource-based View, Human Resource Management, Leistungsfähigkeit, Motivation, Mitarbeiterpotentiale, Wissensgesellschaft, Potentialaktivierung, Personalentwicklung, Personalführung, Wertewandel, Leistungsbereitschaft, Strategisches Management.
Die Arbeit beschäftigt sich mit der strategischen Bedeutung von Humanressourcen für den Unternehmenserfolg und untersucht, wie ungenutzte Mitarbeiterpotentiale durch ein effektives Personalmanagement aktiviert werden können.
Die Schwerpunkte liegen auf der theoretischen Fundierung des Erfolgs (Resource-based View), den Determinanten menschlicher Leistung sowie praktischen Ansätzen zur Potentialaktivierung durch HR-Placement und HR-Entwicklung.
Ziel ist es, die Lücke zwischen der oft kommunizierten Bedeutung des Personals als "wichtigstes Gut" und der betrieblichen Realität (Kostenfokussierung) aufzuzeigen und Ansätze für ein proaktives Potentialmanagement zu liefern.
Der Autor führt eine literaturbasierte Analyse strategischer Managementtheorien durch und verknüpft diese mit psychologischen Erkenntnissen zur Arbeitsmotivation und aktuellen empirischen Studien zum Mitarbeiter-Engagement.
Der Hauptteil befasst sich detailliert mit der Resource-based View, der Abgrenzung und den Aufgaben des HRM, den Faktoren der menschlichen Leistungsdeterminanten sowie der konkreten Diskussion von Maßnahmen zur Aktivierung von Potentialen.
Die zentralen Begriffe sind Humanressourcen, Unternehmenserfolg, Wettbewerbsvorteil, Motivation, Leistungsfähigkeit und Potentialaktivierung.
Weil HR als immaterielle Ressourcen schwer imitierbar sind und durch eine geschickte Kombination in Systemen einen nachhaltigen, schwer kopierbaren Wettbewerbsvorteil schaffen können.
Der Wertewandel wird als wesentlicher Grund für den Auffassungswandel in der Personalpolitik angeführt, da Individuen heute verstärkt nach Selbstverwirklichung streben, was traditionelle, rein monetäre Anreizsysteme in Frage stellt.
Der Autor führt an, dass die RBV oft wegen mangelnder operationalisierbarer Definitionen als tautologisch bezeichnet wird und dass sie Schwierigkeiten hat, den prädiktiven Wert von Ressourcen ex ante zu bestimmen.
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