Diplomarbeit, 2006
78 Seiten, Note: 1,7
0 Einleitung
1 Forschung und Begrifflichkeit der Phraseologie
1.1 Was versteht man heute unter Phraseologie?
1.1.1 Redewendungen, sprichwörtliche Redensarten und Sprichwörter
2 Woran erkennt man Phraseologismen?
2.1 Stabilität
2.2 Idiomatizität
2.3 Polylexikalität
2.4 Lexikalisierung
2.5 Reproduzierbarkeit
3 Klassifikationsmöglichkeiten
4 Italienische Phraseologie
4.1 Definition
4.2 Aktueller Stand der Forschung
4.3 Klassifikation
4.3.1 Kriterien für die Klassifikation
4.4 Geschichte der Fraseologia
4.5 Gebrauch von Redewendungen im Italienischen
4.6 Kontrastive Betrachtungen
5 Semantik
5.1 Zur Semantikforschung
5.2 Zur Bedeutung
5.3 Semantische Merkmale
6 Metapher oder Redewendung?
6.1 Die Metapher – Begriffsbestimmung und Herkunft
6.2 Geschichte der Metapherntheorie
6.2.1 Aristoteles Theorie der Metapher
6.2.2 Weitere Metapherntheorien
7 Betrachtung von Redewendungen mit Tieren
7.1 Redewendungen mit Tieren im Deutschen
7.2 Redewendungen mit Tieren im Italienischen
8 Untersuchung von Übersetzungen von Tierredewendungen
8.1 Redewendungen aus: I Malavoglia- Die Malavoglia
8.2 Redewendungen aus verschiedenen Novellen Vergas
8.3 Redewendungen aus : I promessi sposi - Die Verlobten
8.4 Redewendungen aus Erzählungen
9 Ergebnis der Untersuchung
10 Schlussbetrachtungen
11 Quellenangaben
Die vorliegende Arbeit untersucht kontrastiv die Phraseologie des Deutschen und Italienischen, wobei der Schwerpunkt auf Redewendungen mit Tierbezeichnungen liegt. Es wird analysiert, wie diese bildhaften Ausdrücke in literarischen Werken verwendet werden und welche Herausforderungen sich bei deren Übersetzung in die jeweils andere Sprache ergeben.
7 Betrachtung von Redewendungen mit Tieren
Einige Redewendungen haben sich aus Metaphern entwickelt, und sind nun Teil unseres Sprachschatzes. Wir benutzen sie, ohne uns dessen bewusst zu sein und ohne uns darüber Gedanken zu machen, woher die Redewendungen überhaupt kommen. Ich möchte im folgenden Kapitel Beispiele anführen, wie Redewendungen entstanden sein können und dafür einzelne Wendungen „genauer unter die Lupe nehmen“, für Herkunfts- und Bedeutungsuntersuchung der Wendungen im Deutschen orientiere ich mich am „Duden- Redewendungen (11.Band)“, für die italienischen Wendungen an dem „Dizionario dei modi di dire della lingua italiana“ von Carlo Lapucci und an dem „Dizionario dei modi di dire della lingua italiana“ vom B.M.Quartu .
Bei den Tierredewendungen gibt es sehr viele, die auf Grund der Kulturgeschichte eines Landes, der Sitten und Bräuche oder aus historischen Begebenheiten entstanden sind.
Zum Beispiel: Den Vogel abschießen. (Den größten Erfolg haben). Früher wurde bei Schützenfesten auf einen Vogel geschossen, der auf einer Stange saß, wer diesen auf diese Weise traf, wurde Schützenkönig, also Sieger. Im Italienischen gibt es die Wendung Fare qualcosa col capo nel sacco, (etwas blind machen, ohne sich bewußt zu sein, was um einen herum geschieht), diese Wendung geht wahrscheinlich auf die Tatsache zurück, dass es üblich war, einem Pferd bei einer Rast den Futtersack umzubinden.
0 Einleitung: Die Einleitung motiviert die Wahl des Themas durch die Bedeutung von Redewendungen im Alltag und schildert das Forschungsinteresse an der kontrastiven Betrachtung des Deutschen und Italienischen.
1 Forschung und Begrifflichkeit der Phraseologie: Dieses Kapitel gibt einen historischen Abriss der Phraseologieforschung und erörtert die Vielfalt und Probleme der verwendeten Fachterminologie.
2 Woran erkennt man Phraseologismen?: Hier werden die zentralen Definitionskriterien wie Stabilität, Idiomatizität, Polylexikalität, Lexikalisierung und Reproduzierbarkeit detailliert vorgestellt.
3 Klassifikationsmöglichkeiten: Das Kapitel erläutert verschiedene Ansätze zur Typologisierung von Phraseologismen, basierend auf dem Modell von Wolfgang Fleischer.
4 Italienische Phraseologie: Hier wird der aktuelle Forschungsstand zur italienischen Phraseologie dargestellt, Probleme der Begriffsdefinition im Vergleich zum Deutschen aufgezeigt und die Entwicklung der Fraseologia beleuchtet.
5 Semantik: Dieses Kapitel widmet sich der Bedeutungstheorie und der Rolle der kognitiven Semantik bei der Erschließung und Speicherung von Redewendungen im mentalen Lexikon.
6 Metapher oder Redewendung?: Hier erfolgt eine Differenzierung zwischen Metaphern und festen Wendungen sowie ein Exkurs in die Geschichte der Metapherntheorie.
7 Betrachtung von Redewendungen mit Tieren: Das Kapitel bietet eine detaillierte quantitative und qualitative Analyse von Tierredewendungen im Deutschen und Italienischen anhand umfangreicher Tabellen.
8 Untersuchung von Übersetzungen von Tierredewendungen: Dieser zentrale Praxisteil analysiert konkrete Übersetzungsbeispiele aus Werken von Verga und Manzoni und bewertet die Äquivalenz sowie den Erhalt des bildhaften Gehalts.
9 Ergebnis der Untersuchung: Das Kapitel fasst die Erkenntnisse der Übersetzungsanalyse zusammen und kategorisiert die beobachteten Strategien beim Umgang mit Tierredewendungen.
10 Schlussbetrachtungen: Die Autorin zieht ein abschließendes Resümee über die Herausforderungen der kontrastiven Übersetzung und betont die Notwendigkeit von Fingerspitzengefühl im translatorischen Prozess.
Phraseologie, Idiomatizität, Kontrastive Linguistik, Tierredewendungen, Italienisch, Deutsch, Übersetzung, Metapher, Semantik, Lexikalisierung, Wortgruppenlexem, Sprichwort, Kulturgeschichte, Übersetzungswissenschaft, Sprachvergleich.
Die Arbeit befasst sich mit der kontrastiven Phraseologie der italienischen und deutschen Sprache, mit einem speziellen Fokus auf Redewendungen, in denen Tierbezeichnungen vorkommen.
Die Themen umfassen die theoretischen Grundlagen der Phraseologie, die semantische Analyse von Metaphern sowie die praktische Untersuchung von Übersetzungsproblemen bei Tierredewendungen.
Ziel ist es aufzuzeigen, wie Tierredewendungen in beiden Sprachen gebildet sind, welche Assoziationen sie auslösen und wie diese bei der Übersetzung in die jeweils andere Sprache adäquat übertragen werden können.
Die Autorin stützt sich auf eine Literaturanalyse bestehender phraseologischer Ansätze sowie auf eine kontrastive Analyse von Primärtexten (literarische Werke von Verga und Manzoni) und deren offiziellen Übersetzungen.
Der Hauptteil gliedert sich in die theoretische Definition der Phraseologie, die Klassifizierung von Metaphern, eine tabellarische Auswertung von Tierredewendungen und die detaillierte Analyse ihrer Übersetzung in literarischen Erzählungen.
Die Arbeit wird maßgeblich durch Begriffe wie Phraseologie, Kontrastive Linguistik, Idiomatizität, Übersetzungswissenschaft und Tierredewendungen geprägt.
Die Werke von Giovanni Verga und Alessandro Manzoni dienen als zentrale Korpusgrundlage, da sie eine bildreiche, volksnahe Sprache verwenden, die besonders reich an idiomatischen Wendungen ist.
Die Komplexität ergibt sich daraus, dass Tiere in verschiedenen Kulturen unterschiedliche Assoziationen hervorrufen können, weshalb eine wörtliche Übersetzung oft den Sinn entstellt oder das Bild beim Zielpublikum nicht die beabsichtigte Wirkung erzielt.
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