Diplomarbeit, 2006
105 Seiten, Note: 1,6
1 Hinleitung zum Thema
2 Der deutsche Immobilienanlagemarkt
2.1 Bestehende indirekte Immobilienanlageformen
2.1.1 Offene Immobilienfonds
2.1.2 Geschlossene Immobilienfonds
2.1.3 Immobilienaktiengesellschaften
2.2 Problematik der stillen Reserven
2.3 Fazit
3 Grundlagen des REIT – Konzepts
3.1 Der Begriff des REIT und seine Vorteile
3.2 REIT – Konzepte im Ausland
3.2.1 USA
3.2.2 Niederlande
3.2.3 Belgien
3.2.4 Frankreich
3.2.5 Großbritannien
3.2.6 Zusammenfassung der ausländischen REIT – Konzepte
3.3 Entwicklung der REIT – Diskussion in Deutschland
4 Mögliche Modelle für die Schaffung eines deutschen REIT
4.1 Grundproblem
4.2 Die IFD – Vorschläge
4.2.1 Das Einheitsmodell
4.2.2 Das erweiterte Einheitsmodell
4.2.3 Das Trennungsmodell bzw. Trustvermögensmodell
4.3 Weitere Modellvorschläge
4.3.1 Das hessische Kombi - Modell
4.3.2 Das BVI - Modell
4.3.3 Das DVFA - Modell
4.3.4 Das KGaA - Modell
4.3.5 Das IDWR - Modell
4.3.6 Das Abgeltungskonzept
4.3.7 Der Vorschlag des ZEW und der ebs
4.4 Fazit
5 Stellungnahme und eigene Empfehlungen zur Ausgestaltung des deutschen REIT
5.1 Gesellschaftsrechtliche Rahmenbedingungen
5.1.1 Rechtsform
5.1.2 Börsennotierung
5.1.3 Anteilseignerstruktur und Streubesitzvorschriften
5.1.4 Einkommens- und Anlagevorschriften
5.1.5 Rechnungslegung
5.1.6 Ausschüttungsvorschriften
5.2 Steuerrechtliche Rahmenbedingungen
5.2.1 Besteuerung bei Verkauf, Einbringung und Umwandlung von Immobilienbeständen
5.2.2 Laufende Besteuerung
5.2.2.1 Besteuerung auf Gesellschaftsebene
5.2.2.1.1 Inländische REITs
5.2.2.1.2 Sonderproblem: Ausländische REITs
5.2.2.2 Besteuerung auf Anlegerebene
5.2.3 Schlussbesteuerung
5.2.3.1 Besteuerung auf Gesellschaftsebene
5.2.3.2 Besteuerung auf Anlegerebene
5.2.4 Steuerbelastungsvergleich mit den Alternativanlageformen
5.3 Aktuell diskutierte Spezialprobleme
5.3.1 Anpassung von Anlageregeln bei Immobilienfonds und Versicherungen
5.3.2 Einbindung von Wohnungen in den REIT
6 Zukünftige Entwicklung
7 Zusammenfassung
8 Summary
Ziel der Arbeit ist es, die Chancen und Probleme zu untersuchen, die sich aus der geplanten Einführung einer REIT-Struktur (Real Estate Investment Trust) in Deutschland ergeben, insbesondere unter Berücksichtigung steuerrechtlicher Rahmenbedingungen und internationaler Vergleichsmodelle.
2.2 Problematik der stillen Reserven
Neben den bereits genannten Unzulänglichkeiten der existierenden Anlageformen besteht ein weiteres Problem für Unternehmen mit Immobilienbesitz, das sich darin zeigt, dass Deutschland einen Gewerbeimmobilienmarkt mit einem Volumen von 1.500 Mrd. € hat, dessen Immobilien sich aber zu über 73 % im Besitz der sie nutzenden Unternehmen befinden. Dies stellt, wie Abbildung 5 zeigt, einen im Vergleich zu anderen entwickelten Märkten relativ hohen Anteil dar, wäre jedoch nur dann eine effiziente Verteilung, wenn es den deutschen Unternehmen besser als britischen oder amerikanischen gelänge, ihre selbstgenutzten Immobilien zu verwalten. Tatsächlich beruht diese Verteilung jedoch darauf, dass die Unternehmen hierin aufgrund gestiegener Marktpreise oder durch berücksichtigte Abschreibungen, die über dem tatsächlichen Werteverzehr lagen, stille Reserven gebunden haben. Sie würden bei einem Verkauf aufgedeckt und besteuert, was Transaktionen verhindert. Dieses Problem soll im Folgenden unter Zuhilfenahme der Teilsteuerrechnung verdeutlicht werden.
1 Hinleitung zum Thema: Einführung in die Thematik der Immobilienanlage und die Bedeutung des REIT als internationale Innovation.
2 Der deutsche Immobilienanlagemarkt: Analyse der bestehenden Anlageformen, Marktsituation und der Problematik gebundener stiller Reserven.
3 Grundlagen des REIT – Konzepts: Definition und Vorteile von REITs sowie Vergleich internationaler Konzepte und Überblick über die REIT-Diskussion in Deutschland.
4 Mögliche Modelle für die Schaffung eines deutschen REIT: Vorstellung und kritische Analyse diverser Vorschläge zur REIT-Struktur, insbesondere mit Blick auf die Steuergesetzgebung.
5 Stellungnahme und eigene Empfehlungen zur Ausgestaltung des deutschen REIT: Detaillierte Empfehlungen zu gesellschaftsrechtlichen und steuerrechtlichen Rahmenbedingungen sowie Lösungsvorschläge für aktuelle Spezialprobleme.
6 Zukünftige Entwicklung: Ausblick auf die Bedeutung von REITs als Ergänzung zum bestehenden Immobilienanlagemarkt.
7 Zusammenfassung: Zusammenfassende Betrachtung der Ergebnisse zur Notwendigkeit und den Hürden bei der Einführung des deutschen REIT.
8 Summary: Kurzfassung der Arbeit in englischer Sprache.
REIT, Real Estate Investment Trust, G-REIT, Immobilienanlage, Indirekte Immobilienanlage, Immobilienfonds, Immobilienaktiengesellschaft, Steuerbefreiung, Stille Reserven, Gewerbeimmobilienmarkt, Besteuerung, Kapitalmarkt, Holding, IFD, Immobilien-Investition.
Die Arbeit befasst sich mit der möglichen Einführung der Immobilienanlageform REIT (Real Estate Investment Trust) in Deutschland, um den Immobilienmarkt für Anleger attraktiver zu gestalten.
Die zentralen Felder umfassen die Analyse bestehender indirekter Anlageformen (Immobilienfonds, Immobilien-AGs), den Vergleich internationaler REIT-Systeme sowie die steuerliche und gesellschaftsrechtliche Ausgestaltung eines zukünftigen deutschen REIT.
Das Ziel ist die Identifizierung von Chancen und Problemen bei der geplanten Schaffung eines deutschen REIT und die Formulierung von Empfehlungen für eine effiziente regulatorische Ausgestaltung.
Die Arbeit stützt sich primär auf eine Literatur- und Rechtsanalyse sowie auf einen ökonomischen Vergleich verschiedener Modellvorschläge und deren steuerliche Auswirkungen.
Im Hauptteil werden neben den theoretischen Grundlagen der REIT-Konzepte verschiedene Entwürfe für ein deutsches REIT-Modell (z. B. Einheitsmodell, Trustvermögensmodell) detailliert diskutiert und bewertet.
Wichtige Begriffe sind REIT, Immobilienanlagemarkt, Steuertransparenz, stille Reserven, Immobilien-AG und Gesellschaftsrecht.
Die Aufdeckung stiller Reserven bei einem Verkauf löst hohe Steuerlasten aus, was zu einem sogenannten „Lock-In-Effekt“ führt; Unternehmen behalten Grundbesitz, obwohl dieser nicht mehr zum Kerngeschäft passt.
Die europäischen Grundfreiheiten, wie die Kapitalverkehrs- und Niederlassungsfreiheit, erfordern eine diskriminierungsfreie Ausgestaltung, die auch ausländischen Gesellschaften oder Standorten unter bestimmten Voraussetzungen den Zugang ermöglicht.
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