Bachelorarbeit, 2006
29 Seiten, Note: 1,0
Vorwort
1. Historische Entwicklungen und Hintergründe zum Musikfernsehen
1.1 MTV – Vom nationalen Spartensender zum internationalen Netzwerk
1.2 Musikfernsehen in Deutschland
2. Die Programmreform im deutschen Musikfernsehen
2.1 Empirische Programmanalyse zu den Sendeinhalten von MTV und VIVA
2.1.1 Erläuterung der Methodik
2.1.2 Grenzen der Erhebungsmethode
2.1.3 Ergebnisbefund
2.2 Musikfernsehen im Wandel: Zwischen inhaltlicher Monokultur und ökonomischem Zwang
2.2.1 Das Konzept der Diversifizierung
2.2.2 Das Kosten-Nutzen Prinzip
2.3 Klingeltonangebote, SMS-Anwendungen und Call-In-Formate: Interaktivität als profitable Einnahmequelle
3. Ein Medium in der Krise: Bedeutungswandel und Perspektiven des Musikvideos
3.1 Der Clip in der Krise
3.2 Perspektiven des Musikvideos: Rezeption und Distribution im Wandel
3.2.1 Aktuelle Entwicklungen
3.2.2 Die Renaissance des Musikvideos
Die vorliegende Bachelorarbeit untersucht den Zusammenhang zwischen der strategischen Neuausrichtung der Musikfernsehsender MTV und VIVA sowie dem Bedeutungsverlust des Musikvideos. Ziel der Arbeit ist es, aufzuzeigen, wie ökonomische Zwänge und medientechnologische Entwicklungen zu einem Formatwandel geführt haben und welche Zukunftsperspektiven sich für die Distribution von Musikvideos in digitalen Vertriebswegen ergeben.
2.2.2 Das Kosten-Nutzen Prinzip
Mit Blick auf die Entwicklungen der Jetztzeit, hat Goodwin nicht nur Recht behalten, es ist überdies geradezu verblüffend, wie deutlich die historische Konstellation mit der aktuellen Umpositionierung der Sender korrespondiert. Die zielgruppenorientierte Ausrichtung von MTViva, ist dabei lediglich die konsequente Weiterführung des bewährten Diversifizierungskurses. Innerhalb der, auf die alters- und geschlechtsbedingten Interessenssphären ausgerichteten Programmstruktur, äußert sich dieser Trend insbesondere in der themenorientierten Zusammenfassung der Videoclips am Beispiel Viva. MTV hingegen, präsentiert sich nunmehr fast vollständig als stromlinienförmiger Bestandteil des konventionellen TV-Umfelds.
Die Durchleuchtung der Ursachen für die nahezu identischen historischen Entwicklungen, setzt zunächst die einfache Erkenntnis voraus, dass es sich bei den Musiksendern um werbefinanzierte Spartenkanäle handelt, die den Gesetzen des Marktes unterliegen. Es besteht deshalb auch kein Zweifel darin, dass die Reform - damals wie heute - jeweils aus werbestrategischen Motiven vorangetrieben wurde. Genau wie bei allen anderen Privatsendern, ist der wirtschaftliche Erfolg von MTViva, im wesentlichen von der Höhe der erzielten Werbeeinnahmen abhängig. Je mehr Rezipienten bzw. Konsumenten das Programm einschalten, desto größer ist die Investitionsbereitschaft der Werbepartner.
Vorwort: Einleitung in die Thematik des 25-jährigen Bestehens von MTV und die aktuelle Krise des Musikvideos im Kontext des Formatwandels der Sender.
1. Historische Entwicklungen und Hintergründe zum Musikfernsehen: Darstellung der Entstehung des Musikfernsehens als werbefinanziertes Konzept und der spezifischen Entwicklung des Musikfernsehens in Deutschland.
2. Die Programmreform im deutschen Musikfernsehen: Detaillierte Analyse des Wandels von MTV und VIVA, inklusive methodischer Untersuchung der Programminhalte, Kosten-Nutzen-Prinzipien und der Rolle interaktiver Einnahmequellen.
3. Ein Medium in der Krise: Bedeutungswandel und Perspektiven des Musikvideos: Erörterung der Krise des klassischen Musikclips sowie der neuen Möglichkeiten und Rezeptionsformen durch das Internet.
Musikfernsehen, MTV, VIVA, Musikvideo, Formatwandel, Klingelton, Medienökonomie, Jugendkultur, Programmanalyse, Internet-Distribution, Digitalisierung, Werbefinanzierung, Mediennutzung, Videoportale, Zielgruppenorientierung
Die Arbeit untersucht, wie sich das Musikfernsehen in Deutschland durch strategische Programmreformen verändert hat und welche Auswirkungen dieser Wandel auf den Stellenwert des Musikvideos hatte.
Die Schwerpunkte liegen auf der ökonomischen Transformation der Sender MTV und VIVA, der Kommerzialisierung durch interaktive Formate wie Klingeltonwerbung sowie dem Wandel der Rezeptionsbedingungen durch digitale Medien.
Das Ziel ist die Evaluierung des Zusammenhangs zwischen der Umpositionierung der Sender hin zu Entertainment-Vollprogrammen und dem relativen Bedeutungsverlust des Musikvideos als zentralem Sendekonzept.
Es erfolgt eine Kombination aus Experteninterviews, einer quantitativen Programmanalyse der Sender sowie der Auswertung aktueller Fachpublikationen und empirischer Studien zum Medienkonsum.
Der Hauptteil analysiert die historische Entwicklung, die empirische Programmreform, den ökonomischen Druck auf Spartensender und die aktuelle Krise sowie die Renaissance des Musikvideos in virtuellen Netzwerken.
Wichtige Begriffe sind Musikfernsehen, Formatwandel, Musikvideo, Medienökonomie, Interaktivität und digitale Distribution.
Die Übernahme führte zu einem Marktmonopol und forcierte eine strategische Neuausrichtung von VIVA, die das Ziel hatte, die Profitabilität durch Kostensenkungen und die Einführung interaktiver Formate zu steigern.
Das Internet ermöglicht eine individuelle Nutzung und einen direkten Abruf, wodurch sich das Musikvideo aus der monopolistischen Abhängigkeit des Musikfernsehens löst und eine virtuelle Renaissance erlebt.
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