Examensarbeit, 2006
98 Seiten, Note: 1,3
Einleitung
1. Problematik und Zielstellung
2. Fragestellung und Hypothesen
3. Untersuchungsmethodischer Weg
4. Darstellung der Ausgangssituation
4.1 Faktoren der betrieblichen Ausbildungsbereitschaft
4.2 Der Obstbau in Deutschland
4.2.1 Die Obstanbaugebiete in Deutschland
4.2.2 Größenstrukturen der deutschen Obstbaubetriebe
4.2.3 Strukturwandel im Obstbau
4.3 Ausbildungskosten im Obstbau
4.4 Saison Arbeitskräfte im Obstbau
4.5 Trends für die Ausbildung im Gartenbau in Deutschland
4.6 Demografische Entwicklung
5. Theoretische Auseinandersetzung mit den Hypothesen
5.1 Fachkräftebedarf im Obstbau
5.2 Die wirtschaftlichen Lage im Obstbau
5.3 Image und Berufsinformation
5.3.1 Das Image des Berufs Gärtner/in
5.3.2 Informationen zum Ausbildungsberuf Gärtner/in im Obstbau
5.4 Die geforderte „Ausbildungsreife“ für den Beruf Gärtner/in
5.5 Negativen Erfahrungen mit Auszubildenden als Ausbildungshemmnis
5.6.1 Berufschule als Ausbildungshemmnis
5.6.2 Durchschnittsalter der Lehrer in Deutschland
5.6.3 Anpassung der Lerninhalte an Veränderungen in der beruflichen Praxis
5.6.4 Zweiter Berufsschultag
5.6.5 Schulstandort
6. Überprüfung der Hypothesen durch eine Befragung
6.1 Fragebogenkonstruktion
6.2 Auswahlverfahren und Befragungsdurchführung
6.3 Ergebnisse der Befragung
6.4 Diskussion der Untersuchungsergebnisse
7. Schlussfolgerungen und Handlungsoptionen
8. Zusammenfassung
9. Quellenverzeichnis
Das Hauptziel dieser Arbeit ist es, die Ursachen für die Diskrepanz zwischen der hohen Anzahl an Betrieben und der geringen Anzahl an Auszubildenden im deutschen Obstbau zu analysieren, zu evaluieren und auf dieser Basis Handlungsoptionen für eine Erhöhung der Ausbildungsquote aufzuzeigen.
4.1 Faktoren der betrieblichen Ausbildungsbereitschaft
Bei einer Beschäftigung mit den Ursachen, warum anerkannte Ausbildungsbetriebe im Obstbau keine oder nur wenige Auszubildende haben, sollte zunächst gefragt werden wovon die Ausbildungsbereitschaft der Betriebe abhängt. Dazu wird im Folgenden zwischen einer einzelwirtschaftlichen, einer gesamtwirtschaftlichen und einer gesellschaftlichen Ebene unterschieden. Die Darstellung nach Ebenen soll die relevanten Faktoren für eine Ausbildungsbereitschaft transparent machen.
Es handelt sich bei dieser Einteilung um eine theoretische Ebene, die eine Analyse relevanter Einflussfaktoren der betrieblichen Ausbildungsbereitschaft erleichtern soll. Die einzelwirtschaftliche Ebene bezieht sich dabei auf das ökonomische Interesse des einzelnen Betriebes an der Ausbildung. Betriebe verfolgen bei einer zu treffenden Ausbildungsentscheidung das Ziel, Kosten und Nutzen einer Ausbildung gegenüberzustellen und den Nettonutzen der Ausbildung möglichst zu maximieren (Vgl. Beicht/Walden/Herget 2004). Hierbei sind zwei Möglichkeiten einer positiven Nutzenbilanz zu unterscheiden. Investitionsorientierte Unternehmen sehen Ausbildung als langfristige Investition, die sich erst später – nach Übernahme des Auszubildenden in ein Beschäftigungsverhältnis – für den Betrieb rentiert. Produktionsorientierte Unternehmen können die Ausbildungskosten durch einen wirtschaftlichen Einsatz der Auszubildenden in der laufenden Produktion kompensieren (Vgl. Becker 1993).
Für Betriebe mit einer ausgeprägten Investitionsorientierung dürfte der zu deckende Fachkräftebedarf von wesentlicher Bedeutung für eine Beteiligung an der Ausbildung sein. Dies sind in der Regel größere Betrieb die eine höhere Zahl Beschäftigter und somit auch einen gewissen Ersatzbedarf haben.
Einleitung: Diese Einleitung beschreibt die wirtschaftliche Bedeutung des Sektors Agrarwirtschaft und thematisiert die Diskrepanz bei den Ausbildungszahlen im Obstbau.
1. Problematik und Zielstellung: Das Kapitel stellt das Missverhältnis zwischen Betriebsanzahl und Auszubildenden im deutschen Obstbau statistisch dar und leitet daraus die Forschungsfrage ab.
2. Fragestellung und Hypothesen: Hier werden die denkbaren Ursachen für die geringe Ausbildungsbereitschaft systematisiert und sechs zentrale Hypothesen formuliert.
3. Untersuchungsmethodischer Weg: Dieses Kapitel erläutert den wissenschaftlichen Vorgehensplan, insbesondere die geplante Repräsentativbefragung der Ausbildungsbetriebe.
4. Darstellung der Ausgangssituation: Es erfolgt eine theoretische Einordnung der Faktoren, die die Ausbildungsbereitschaft beeinflussen, sowie eine detaillierte Beschreibung des Obstbaus in Deutschland.
5. Theoretische Auseinandersetzung mit den Hypothesen: Die zuvor aufgestellten Hypothesen werden hier einer detaillierten theoretischen Prüfung unterzogen.
6. Überprüfung der Hypothesen durch eine Befragung: Dieses Kapitel beschreibt die Durchführung der empirischen Befragung und präsentiert die gewonnenen Daten zur Ausbildungssituation.
7. Schlussfolgerungen und Handlungsoptionen: Basierend auf den Untersuchungsergebnissen werden Ursachen benannt und Vorschläge zur Verbesserung der Ausbildungssituation unterbreitet.
8. Zusammenfassung: Die Kernaussagen und Erkenntnisse der gesamten Hausarbeit werden hier kompakt zusammengefasst.
Obstbau, Ausbildung, Ausbildungsquote, Fachkräftebedarf, Gärtner, Agrarwirtschaft, Ausbildungsbereitschaft, Ausbildungshemmnisse, Betriebsstruktur, Nachwuchsmangel, Berufsbildung, Wirtschaftliche Lage, Demografische Entwicklung, Ausbildungsreife, Berufsschule.
Die Arbeit untersucht die Ursachen für das Missverhältnis zwischen der hohen Anzahl an Obstbaubetrieben und der vergleichsweise geringen Anzahl an Auszubildenden in diesem Sektor in Deutschland.
Zentrale Themen sind die betriebliche Ausbildungsbereitschaft, die wirtschaftliche Lage der Betriebe, das Image des Berufes Gärtner/in sowie die Rolle der Berufsschule und die Anforderungen an Bewerber.
Ziel ist es, die spezifischen Gründe für die geringe Ausbildungsquote im Obstbau wissenschaftlich zu analysieren, um daraus Handlungsempfehlungen zur Steigerung der Anzahl an Auszubildenden abzuleiten.
Der Autor kombiniert eine theoretische Auseinandersetzung mit den aufgestellten Hypothesen mit einer empirischen Repräsentativbefragung unter anerkannten Ausbildungsbetrieben im Obstbau.
Im Hauptteil werden neben der Beschreibung der Ausgangssituation und der theoretischen Einordnung der Hypothesen die Ergebnisse der schriftlichen Befragung ausführlich dargestellt und diskutiert.
Wichtige Begriffe sind Obstbau, Ausbildung, Fachkräftebedarf, Ausbildungshemmnisse, Nachwuchsmangel, Gärtner und Berufsbildung.
Oft wird angeführt, dass die Betriebe zu klein für eine strukturierte Ausbildung sind, die Betreuung der Auszubildenden zu viel Zeit beansprucht und der saisonale Arbeitskräftebedarf nicht mit einer ganzjährigen Ausbildung korreliert.
Die Befragung zeigt, dass Betriebe häufig Defizite bei den Bewerbern in Bezug auf Motivation, Arbeitstugenden und Schlüsselqualifikationen sehen, was viele Betriebe davon abhält, erneut auszubilden.
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