Diplomarbeit, 2005
148 Seiten, Note: 2,1
1 EINLEITUNG
2 GRUNDLAGEN DES STADTMARKETING
2.1 Vom Marketing zum Stadtmarketing
2.2 Gründe für die Entstehung
2.3 Ziele und Aufgabenfelder
2.4 Die Rolle des öffentlichen Sektors
2.4.1 New Public Management
2.4.2 Public Private Partnership
2.4.3 Konventionelle Stadtentwicklungsplanung und Stadtmarketing
2.5 Stadtmarketinginstrumente
2.6 Idealtypischer Ablauf
2.7 Aktuelle Ergebnisse des Stadtmarketing-Prozesses in Deutschland
3 METHODISCHE VORGEHENSWEISE
3.1 Qualitative Inhaltsanalyse
3.2 Experteninterviews
3.3 Weitere Datenquellen
4 DIE WAHRNEHMUNG DER POTENZIALE BERLINS IN DER LITERATUR
4.1 Infrastruktur
4.2 Industrie
4.3 Dienstleistungssektor allgemein
4.4 Wissenschaft
4.5 Tourismus
4.6 Kultur
4.7 Finanzplatz
4.8 Bevölkerung
4.9 Verwaltung
4.10 Funktionelle Bereiche
4.10.1 Hauptstadtfunktion
4.10.2 Ost-West-Kompetenz
4.10.3 Berlin-Brandenburg als Region
4.10.4 Verhältnis zu anderen Städten
4.11 Zwischenfazit: Wahrnehmung der Potenziale Berlins
5 STADTMARKETING IN BERLIN
5.1 Die Einführung von Stadtmarketing und seine Institutionalisierung
5.2 Struktureller Aufbau
5.2.1 Die Akteure des Stadtmarketing in Berlin
5.2.1.1 Der Senat von Berlin
5.2.1.2 Berlin Partner GmbH
5.2.1.3 Berlin Tourismus Marketing GmbH (BTM)
5.2.1.4 Sonstige Akteure des Berliner Stadtmarketing
5.2.1.5 Kooperation
5.2.2 Aufgabenstellung des Berliner Stadtmarketing
5.2.3 Finanzierung
5.2.4 Verfahren der Erfolgskontrolle
5.2.5 Probleme und Konflikte
5.2.6 Stadtmarketing-Konzept für Berlin
5.3 Stadtmarketing-Aktivitäten von Partner für Berlin
5.3.1 Situationsanalyse
5.3.2 Imageanalysen
5.3.3 Stadtmarketing-Maßnahmen
5.3.3.1 Allgemeiner Überblick
5.3.3.2 Auswertung einzelner Aktivitäten
6 BEWERTUNG DES STADTMARKETING VON BERLIN
6.1 Besonderheiten
6.2 Berücksichtigung der Potenziale
6.3 Verbesserungsvorschläge
7 FAZIT
Die vorliegende Arbeit untersucht die Wahrnehmung der Potenziale Berlins seit der Wiedervereinigung sowie die Reaktionen des städtischen Stadtmarketings, wobei der Schwerpunkt auf den Aktivitäten von "Partner für Berlin" liegt. Ziel ist es, zu analysieren, welche Potenziale Berlin zugeschrieben wurden, wie der Stadtmarketing-Prozess gestaltet wurde und inwiefern dieser auf die identifizierten Potenziale reagierte, um eine Bewertung der Wirksamkeit dieser Marketingmaßnahmen vorzunehmen.
4.1 Infrastruktur
Nach der Wiedervereinigung wurde prognostiziert, dass Berlin ein bedeutender mitteleuropäischer Verkehrsknotenpunkt werden würde. Zunächst bestand im Bereich der Verkehrsinfrastruktur jedoch ein großer Nachhol- und Neubaubedarf, der sowohl planerisch als auch baulich bewältigt werden musste. West-Berlin fehlten infrastrukturelle Anbindungen an das Umland, während der Ostteil stark radiale Verkehrsstrukturen aufwies. Auch die Verbindungen zwischen den Stadthälften waren nur rudimentär vorhanden. Beide Teile verfügten für sich über gut ausgebaute Nahverkehrssysteme. Verbindungen und Übergänge mussten jedoch dringend geschaffen werden. Es wurde ein hohes Aufkommen des motorisierten Individualverkehrs (MIV) erwartet, was Forderungen nach Alternativen und dem Ausbau des ÖPNV aufkommen ließ (BRANONER 1993: 98; BRENKE/GEPPERT 1992: 89; KAHLENBORN ET AL. 1995: 65 ff.; LOMPSCHER 2000: 92; MOSER 1992: 6; RUPF 1999: 395). Auch im Bereich der Ver- und Entsorgung hatte Berlin in den ersten Jahren nach der Wiedervereinigung noch mit den Folgen der Insellage zu kämpfen. Gas- und Strompreise lagen erheblich über dem Niveau anderer Städte (KAHLENBORN ET AL. 1995: 78 ff).
Im Verkehrsbereich ging der Anpassungsprozess an marktwirtschaftliche Rahmenbedingungen mit einer Strukturveränderung einher. Güter- und Personentransporte wurden von der Schiene auf die Straße verlagert. Gleichzeitig wiesen Zustand und Leistungsfähigkeit dieser Infrastrukturbereiche jedoch erhebliche Mängel auf (KRÜGER ET AL. 1991: 82; BRENKE/GEPPERT 1992: 89). Die verkehrliche Infrastruktur galt als Schwachstelle der wirtschaftlichen Entwicklungen, die hohe Modernisierungsinvestitionen erforderte.
1 EINLEITUNG: Die Einleitung beleuchtet die Umbruchsituation Berlins nach der Wiedervereinigung und führt das Stadtmarketing als theoretische Grundlage für die Untersuchung ein.
2 GRUNDLAGEN DES STADTMARKETING: Dieses Kapitel erläutert die theoretischen Konzepte des Stadtmarketings, seine Instrumente und die Rolle des öffentlichen Sektors.
3 METHODISCHE VORGEHENSWEISE: Hier wird die explorative qualitative Forschungsmethode vorgestellt, die Inhaltsanalyse und Experteninterviews zur Datenerhebung nutzt.
4 DIE WAHRNEHMUNG DER POTENZIALE BERLINS IN DER LITERATUR: Das Kapitel analysiert die verschiedenen Potenziale Berlins, wie Infrastruktur, Wissenschaft und Kultur, basierend auf der Fachliteratur seit 1990.
5 STADTMARKETING IN BERLIN: Dieser Hauptteil untersucht die Institutionalisierung des Berliner Stadtmarketings und die konkreten Maßnahmen von "Partner für Berlin".
6 BEWERTUNG DES STADTMARKETING VON BERLIN: Das Kapitel bewertet die Berliner Marketingstrukturen, gleicht die Maßnahmen mit den Potenzialen ab und gibt Verbesserungsvorschläge.
7 FAZIT: Das Fazit fasst die Ergebnisse zusammen und reflektiert über die Diskrepanz zwischen Erwartungen und tatsächlicher Wirkung des Stadtmarketings.
Stadtmarketing, Berlin, Standortmarketing, Wirtschaftsförderung, Strukturwandel, Hauptstadtfunktion, Public Private Partnership, Standortfaktoren, Imageanalyse, Wirtschaftsentwicklung, Infrastruktur, Dienstleistungssektor, Tourismus, Wissenschaftsstandort, Stadtentwicklung.
Die Diplomarbeit analysiert den Wandel Berlins seit der Wiedervereinigung und untersucht, wie Stadtmarketing-Prozesse eingesetzt wurden, um die Potenziale der Stadt zu identifizieren und zu vermarkten.
Die Arbeit behandelt die Bereiche Infrastruktur, Industrie, Wissenschaft, Tourismus, Kultur, Finanzplatz, Bevölkerung und Verwaltung sowie funktionelle Aspekte der Stadt als Hauptstadt.
Das Ziel ist es, die Entwicklung der Wahrnehmung von Berlins Potenzialen zu dokumentieren und zu beurteilen, wie das Stadtmarketing (insbesondere durch "Partner für Berlin") auf diese Potenziale reagiert hat.
Die Autorin verwendet einen qualitativen Forschungsansatz, schwerpunktmäßig eine qualitative Inhaltsanalyse von Literatur sowie Experteninterviews mit Entscheidungsträgern.
Der Hauptteil konzentriert sich auf die Darstellung der Potenziale in der Fachliteratur sowie auf eine detaillierte Untersuchung der Institutionalisierung und der konkreten Maßnahmen des Stadtmarketings in Berlin.
Zentrale Begriffe sind Stadtmarketing, Standortmarketing, Berlin, Strukturwandel, Hauptstadtfunktion und die verschiedenen sektoralen Potenziale (Wirtschaft, Wissenschaft, Kultur).
Als zentrale Institution des Stadtmarketings steht die Gesellschaft "Partner für Berlin" im Mittelpunkt der Untersuchung, da ihr die koordinierende Hauptrolle bei der Vermarktung Berlins zugeschrieben wird.
Die Arbeit stellt fest, dass Maßnahmen oft erst nach langjähriger Wahrnehmung von Potenzialen eingeleitet wurden, anstatt proaktiv und auf Basis eines langfristigen Gesamtkonzepts zu agieren.
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