Examensarbeit, 2006
101 Seiten, Note: 1.0
1. Einleitung
1.1 Der Aufbau der Arbeit
2. Historische Entstehung der arbeitsorientierten Bildung und des Faches Arbeitslehre
2.1 Historische Entwicklung der schulischen Vorläufer
2.2 Die Neuhumanistische Veränderung
2.3 Die Entstehung der Arbeitsschule
2.4 Entstehung des Faches Arbeitslehre mit dem Leitziel der Hinführung auf die Berufs- und Arbeitswelt
2.4.1 Die vier Themenbereiche der Arbeitslehre
2.4.2. Aktuelle Einschätzungen des Faches Arbeitslehre
3. Grundkonzeptionen der Arbeitslehre
3.1 Das berufspädagogische Modell
3.2 Das werkpädagogische Model
3.3 Das gesellschaftspolitische Modell
3.4 Das hessische Modell
3.5 Aktuelle didaktische Ansätze
3.5.1. Die Problematik der Bezugswissenschaft des Faches Arbeitslehre
3.6 Die vier Teildidaktiken der Arbeitslehre
3.6.1 Die technische Bildung
3.6.2 Die ökonomische Bildung
3.6.3 Die Ökologie und die Hauswirtschaft
3.6.4 Die Berufsorientierung bzw. die Berufswahl
4. Allgemeine Konzeptionen der ökonomischen Bildung
4.1 Die Orientierung der Ansätze
4.2 Fachdidaktische Bestimmung und Orientierung
4.2.1 Die Stoffstrukturen und didaktischen Kategorien in der Fachdidaktik der Ökonomie
4.2.2 Die ökonomische Verhaltenstheorie in der Wirtschaftsdidaktik
4.2.3 Die verschiedenen Fachtermini der Wirtschaftsdidaktik
4.3 Ziele der ökonomischen Bildung
4.3.1 Ansatz Decker: Ziele des sozioökonomischen Wirtschaftsunterrichts
4.3.1.1 Didaktische Umsetzungen der allgemeinen Wirtschaftslehre
4.3.2 Ansatz Dauenhauer: Die vier Lernebenen der Wirtschaftsdidaktik
4.3.3 Ansatz Schiller: Allgemeine und besondere Ziele der Wirtschaftsordnung
4.3.4 Ansatz Albers: Handlungskompetenz als Zielkategorie von ökonomischer Bildung
4.3.5 Ansatz Steinmann: Handlungsorientierte Methoden der ökonomischen Bildung
5. Ökonomische Konzeptionen innerhalb des Faches Arbeitslehre
5.1 Ansatz Müller: Inhalte und Relevanz der ökonomischen Bildung in dem Fach Arbeitslehre/Polytechnik
5.2 Ansatz Lackmann: Paradigmenwechsel im Gegenstandsbereich Wirtschaft des Lernbereiches Arbeitslehre
5.3 Ansatz Wascher: Planungskonzept für den Sachbezug Ökonomie im Fach Arbeitslehre und das Schülerbüro als Lernort
5.4 Ansatz Reuel/ Hartwig: Das Schülerbüro und seine Erfahrungen
5.5 Ansatz Kahsnitz: Arbeitslehre als sozioökonomische Bildung
5.6 Ansatz Jenzen: Der wirtschaftsorientierte Unterricht im Fach Arbeitslehre
5.7 Ansatz Reuel: Umsetzung des Partikularfaches Wirtschaft im Fach Arbeitslehre
6. Die ökonomische Bildung in der politischen Bildung
7. Die ökonomische Bildung in der Bundesrepublik Deutschland
7.1 Die Umsetzung der ökonomischen Bildung in der Sekundarstufe eins
7.2 Untersuchung der Inhalte ökonomischen Bildung in der Sekundarstufe eins
7.3 Die wirtschaftlichen Inhalte in den aktuellen Arbeitslehre- und Politik/Wirtschaft-Lehrplänen der Sekundarstufe eins des Landes Hessen
7.3.1 Das Arbeitslehre Modell in den hessische Lehrplänen
7.3.2 Die Analyse der hessischen Lehrpläne
7.3.2.1 Die Hauptschule
7.3.2.1 Die Realschule
8. Memoranden und Positionspapiere zur ökonomischen Bildung an allgemein bildenden Schulen
8.1 Position der Bundesvereinigung der deutschen Arbeitgeberverbände und des deutschen Gewerkschaftsbund zum Thema „Wirtschaft - notwendig für schulische Allgemeinbildung“
8.2 Eckpunkte für ein Kerncurriculum Wirtschaft durch eine gemeinsame Arbeitsgruppe von WMK, KMK, BDA, BDI, DIHK und DGB
8.3 Kernkompetenzen der ökonomischen Bildung für den mittleren Bildungsabschluss von der deutschen Gesellschaft für ökonomische Bildung
8.4 Position der Deutschen Vereinigung für politische Bildung zum Thema „Kein gesondertes Fach Wirtschaft, aber verstärkte Wirtschaftslehre im Rahmen der Kernfächer politischer Bildung“
9. Untersuchung zur Umsetzung und Bewertung der ökonomischen Bildung im Fach Arbeitslehre
9.1 Durchführung
9.2 Zielsetzungen der Fragebogenaktion
9.3 Auswertung
10. Fazit
Die vorliegende Arbeit untersucht den Stellenwert und die praktische Umsetzung der Teildidaktik "Ökonomie" im Schulfach Arbeitslehre. Das Hauptziel der Forschungsarbeit besteht darin, basierend auf einer wissenschaftlichen und fachdidaktischen Analyse den Beitrag des Fachs Arbeitslehre zur ökonomischen Bildung in der Sekundarstufe I zu bestimmen und zu evaluieren, ob und wie die Forderungen nach ökonomischer Grundbildung in den aktuellen Lehrplänen umgesetzt werden.
2. Historische Entstehung der arbeitsorientierten Bildung und des Faches Arbeitslehre
Aus dem Griechischen stammt der Begriff Ökonomie, welcher etymologisch und semantisch die Lehre vom Haus und Haushalt bedeutet, da das griechische Oikonomia den Oikos (Haus, Haushalt) beinhaltet. Aristoteles thematisierte die Ökonomie in seinen Schriften und erkannte in seinem achten Buch namens „Politik“, dass die Jugend von den vielen Informationen nur die nützlichsten erlernen sollte, die sie für das Leben benötigten. Leitziele der inhaltlichen Vermittlung gab es auch unter Platon, der konstatierte, dass man die Kenntnisse erwerben sollte, welche für das Hauswesen und die öffentlichen Geschäfte relevant sind. Diese schon früh entstandenen Lernzielüberlegungen sind heute noch in den Diskussionen um das Fach Arbeitslehre zu erkennen.
2.1 Historische Entwicklung der schulischen Vorläufer
Sucht man nun die schulischen Vorläufer des Faches Arbeitslehre, erkennt man, dass die Hinführung auf die Arbeits- und Wirtschaftswelt eine historische Entwicklung war, die schon im Mittelalter begann. Die Literatur sieht die Vorläufer der arbeitsorientierten Bildung in den deutschen Schreib- und Leseschulen, welche im 14. Jahrhundert entstanden und als Vorläufer der späteren Volksschulen gesehen werden. Die dort erworbenen Fähigkeiten dienten primär zur Befähigung beruflicher Dienstleistungen. In der Epoche der Reformation begann sich der Arbeitsbegriff zu verändern und wurde pädagogisch thematisiert, wodurch die Volksschulen eine größere Aufmerksamkeit bekamen, da sie die Arbeitserziehung fördern sollten.
1. Einleitung: Die Arbeit begründet die Relevanz ökonomischer Bildung als Bestandteil der Allgemeinbildung und leitet daraus die Forschungsfrage zur Rolle des Fachs Arbeitslehre in diesem Kontext ab.
2. Historische Entstehung der arbeitsorientierten Bildung und des Faches Arbeitslehre: Dieses Kapitel zeichnet die historische Entwicklung von den frühen Vorläufern bis hin zur Etablierung des Faches Arbeitslehre im deutschen Bildungssystem nach.
3. Grundkonzeptionen der Arbeitslehre: Es werden die verschiedenen Modelle wie das berufspädagogische und das werkpädagogische Modell sowie das hessische Modell kritisch hinsichtlich ihrer didaktischen Ausrichtung gegenübergestellt.
4. Allgemeine Konzeptionen der ökonomischen Bildung: Die theoretischen Ansätze der Wirtschaftsdidaktik und deren fachdidaktische Bestimmungen werden hier detailliert erörtert.
5. Ökonomische Konzeptionen innerhalb des Faches Arbeitslehre: Hier stehen spezifische Ansätze im Fokus, die den Bezug der ökonomischen Bildung speziell für das Fach Arbeitslehre und dessen praktische Lernorte wie das Schülerbüro definieren.
6. Die ökonomische Bildung in der politischen Bildung: Dieses Kapitel analysiert das Spannungsfeld zwischen ökonomischer und politischer Bildung und beleuchtet die Argumente für eine integrative Betrachtung.
7. Die ökonomische Bildung in der Bundesrepublik Deutschland: Eine Untersuchung der Umsetzung ökonomischer Bildung in der Sekundarstufe I, ergänzt durch eine spezifische Analyse der hessischen Lehrpläne.
8. Memoranden und Positionspapiere zur ökonomischen Bildung an allgemein bildenden Schulen: Die Arbeit fasst hier die Positionen verschiedener gesellschaftlicher Akteure und Verbände zusammen, die das Ziel einer verstärkten ökonomischen Bildung verfolgen.
9. Untersuchung zur Umsetzung und Bewertung der ökonomischen Bildung im Fach Arbeitslehre: Vorstellung der empirischen Fragebogenaktion, deren Durchführung und die Auswertung der Lehrerbefragungen zur Praxis der ökonomischen Bildung.
10. Fazit: Das Kapitel resümiert die Ergebnisse der Arbeit und beantwortet die Fragestellung nach dem Stellenwert und Potenzial der Teildidaktik Ökonomie im Fach Arbeitslehre.
Arbeitslehre, ökonomische Bildung, Wirtschaftsdidaktik, Sekundarstufe I, Allgemeinbildung, Berufsorientierung, Schülerbüro, sozioökonomische Bildung, Lehrplananalyse, Handlungsfähigkeit, soziale Marktwirtschaft, Fachunterricht, Didaktik, Wirtschaftskompetenz, Berufswahl.
Die Arbeit untersucht den Stellenwert der "Teildidaktik Ökonomie" innerhalb des Schulfachs Arbeitslehre. Sie analysiert, wie ökonomische Bildung in Schulen der Sekundarstufe I vermittelt wird und inwieweit das Fach Arbeitslehre den Anforderungen an eine zeitgemäße ökonomische Grundbildung gerecht wird.
Zentral sind die historische Entwicklung der Arbeitslehre, theoretische Konzepte der Wirtschaftsdidaktik, die Analyse von Lehrplänen (insbesondere in Hessen) sowie die empirische Auswertung von Lehrerbefragungen zur Unterrichtspraxis und zu Methoden wie dem Schülerbüro.
Das Ziel ist es, darzustellen, welchen Beitrag die Teildidaktik Ökonomie zur ökonomischen Bildung in der Sekundarstufe I leisten kann und ob das Fach Arbeitslehre dabei die geeignete Plattform bietet oder ob ein eigenständiges Fach Wirtschaft notwendig ist.
Der Autor stützt sich auf eine theoretische Literaturanalyse zu didaktischen Modellen sowie auf eine empirische Untersuchung in Form einer Fragebogenaktion, in der Lehrkräfte des Fachs Arbeitslehre zur Relevanz und Umsetzung ökonomischer Inhalte befragt wurden.
Der Hauptteil gliedert sich in eine historisch-theoretische Fundierung, die detaillierte Darstellung von Fachkonzeptionen, die Analyse der ökonomischen Inhalte in Lehrplänen und die Auswertung der erhobenen Daten zur schulpraktischen Relevanz.
Die Arbeit lässt sich am besten mit Begriffen wie Arbeitslehre, ökonomische Bildung, Wirtschaftsdidaktik, Berufsorientierung, Handlungskompetenz und Schulpraxis beschreiben.
Die befragten Lehrkräfte sehen das Schülerbüro als sehr motivierende und komplexe Unterrichtsmethode an, die einen hohen Anteil an handlungsorientiertem Lernen ermöglicht und ein starkes Identifikationspotenzial mit dem "Arbeitsplatz Schule" bietet.
Die Abgrenzung ist relevant, da in der politischen Bildung ökonomische Inhalte oft dem Fach Politik und Wirtschaft zugeordnet werden, was zu einer Diskussion über den Stellenwert der Arbeitslehre und der Frage führt, welches Fach die ökonomische Grundbildung besser abdecken kann.
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