Magisterarbeit, 2006
66 Seiten, Note: 2,0
Medien / Kommunikation - Multimedia, Internet, neue Technologien
1. Einleitung
2. Lerntheoretischer Hintergrund
2.1 Fremdsprachliches Lernen
2.2 Der Englischunterricht in der Mittelstufe
2.3 Medienkompetenz
2.4 Medienbezogenes Lernen im Fremdsprachenunterricht
2.5 E-Learning im Bildungsbereich
2.5.1 Definition von E-Learning
2.5.2 Der didaktische Mehrwert von E-Learning
2.5.3 Blended Learning
2.6 Die Entwicklung von mediengestützten Lernumgebungen
2.6.1 Die Auswahl eines geeigneten LMS
2.6.2 Das Learning-Management-System Moodle
3. Durchführung des Projekts
3.1 Die Lerngruppe
3.2 Rahmenbedingungen
3.3 Projektphasen
3.3.1 Phasen 1 und 2 – Aufgabenstellung und Ziele
3.3.2 Phase 3 – Verständigung über das Vorgehen
3.3.3 Phase 4 – Erarbeitung von Grundlagen
3.3.3.1 Der strukturelle Aufbau der Projektoberfläche
3.3.3.2 Logfiles
3.3.3.3 Die Erstellung von Content
3.3.3.4 Die Module des LMS Moodle
3.3.4 Phase 4 – Aufgabenlösung
3.3.5 Phasen 5 und 6 – Vergleich, Zusammenfassung und Anwendung
3.3.6 Phase 7 – Weiterführung und Bewertung
4.0 Evaluierung der Ergebnisse
4.1 Grundlage der Evaluierung
4.2 Eingrenzende Faktoren
4.3 Aktivitäten in Moodle
4.4 Hot Potatoes™ – Übungen zur Festigung von Grammatikkenntnissen
4.5 Vergleich von Onlinelernen und Präsenzlernen
4.5.1 Moodle und Klassenarbeit – Aktivitätskriterium
4.5.2 Moodle und Klassenarbeit – Ergebniskriterium
4.5.3 Moodle und Klassenarbeit – offene Aufgabenstellung
4.6 Lerntagebuch
4.7 Umfrageergebnisse
4.7.1 Ergebnis der Schülerbefragung
4.7.2 Ergebnis der Elternbefragung
4.8 Fazit
4.9 Ausblick
Das Hauptziel dieser Arbeit ist die Untersuchung der Praktikabilität und Effizienz eines Lernmanagement-Systems (LMS) als ergänzendes Werkzeug zum traditionellen Englischunterricht. Es soll erforscht werden, inwieweit Blended Learning – eine Kombination aus Präsenz- und Distanzlernen – die Fremdsprachkompetenz einer 7. Gymnasialklasse steigern kann.
2.6.2 Das Learning-Management-System Moodle
Moodle ist open-source Software und steht unter GNU GPL-Lizenz, d.h. die Software kann in allen, auch gewerblichen Einsatzfeldern genutzt werden. Sie ist lizenzrechtlich mit dem Urheberrecht geschützt und wird kostenfrei zur Verfügung gestellt. Begründer ist der Australier Martin Dougiamas, der im Sommer 2001 die erste Version veröffentlichte. Seither arbeiten mehr als einhundert Entwickler unter seiner Führung an neuen Nutzungsideen und –möglichkeiten. Mittlerweile hat ein weltumspannendes Netzwerk über 83.000 aktive Nutzer (Stand: Dezember 2005), vornehmlich an Hochschulen, Schulen, Unternehmen und Beratungsgesellschaften (vgl. Hilgenstock, 2005, 12).
Durch den hohen Bekanntheits- und Nutzungsgrad in über 120 Ländern haben sich über 60 Systemsprachen etabliert. Daher eignet sich Moodle heute auch für den internationalen Einsatz (vgl. Hilgenstock; 2005a, 11). Der Grundgedanke des Begründers war die Orientierung des Programms an die Lernenden und ihren Erfahrungen. Der konstruktivistische Ansatz ermöglicht es, diese Erfahrungen des eigenen Lernalltags mit dem neuen Lerninhalt abzugleichen und auf andere Anwendungssituationen zu übertragen. Damit steht eine Darstellung von Informationen nicht mehr im Vordergrund, sondern die gemeinsame Auseinandersetzung und Erprobung in einer Gruppe von Teilnehmern. Viele alternative, teilweise nicht kostenfreie, Angebote zeichnen sich durch das Bereitstellen einzelner Module oder Werkzeuge aus, Moodle jedoch stellt pädagogische Aspekte in den Vordergrund. (vgl. Cole, 5).
1. Einleitung: Die Einleitung erläutert die Forschungsfrage, ob ein LMS die Fremdsprachkompetenz steigern kann, und definiert die Zielgruppe sowie das methodische Vorgehen des Projekts.
2. Lerntheoretischer Hintergrund: Dieses Kapitel verknüpft konstruktivistische Lerntheorien mit den Anforderungen an den modernen Fremdsprachenunterricht und führt den Begriff E-Learning sowie das Konzept des Blended Learning ein.
3. Durchführung des Projekts: Hier werden die konkrete Lerngruppe, die Rahmenbedingungen des 10-wöchigen Projekts sowie die einzelnen Projektphasen und die technische Implementierung in Moodle beschrieben.
4.0 Evaluierung der Ergebnisse: Dieses Kapitel analysiert die Effizienz des LMS durch den Vergleich von Moodle-Übungsdaten mit den Ergebnissen der Klassenarbeiten, ergänzt durch Umfrageergebnisse der beteiligten Akteure.
Lernmanagement-System, Moodle, E-Learning, Blended Learning, Fremdsprachenunterricht, Englisch, Konstruktivismus, Lernerautonomie, Medienkompetenz, Handlungsorientierung, Evaluierung, Leistungssteigerung, Hot Potatoes.
Die Arbeit untersucht den Einsatz eines Lernmanagement-Systems (Moodle) zur Unterstützung von Lernprozessen im Englischunterricht einer 7. Klasse.
Die zentralen Felder sind Blended Learning, konstruktivistische Didaktik, mediengestützte Lernumgebungen und die Förderung der Lernerautonomie.
Ziel ist es herauszufinden, ob durch die Ergänzung von Präsenzunterricht durch ein LMS eine Effizienzsteigerung und Verbesserung der Fremdsprachkompetenz der Schüler erreicht werden kann.
Es wurde eine praxisnahe Projektarbeit mit einer 7. Gymnasialklasse durchgeführt, deren Ergebnisse durch Logfile-Analysen der Lernplattform, Vergleich mit Klassenarbeitsergebnissen und Befragungen von Schülern und Eltern evaluiert wurden.
Der Hauptteil gliedert sich in theoretische Grundlagen zum E-Learning, die detaillierte Beschreibung der Projektdurchführung in sieben Phasen sowie eine umfassende Evaluierung der erhobenen Daten.
Die Arbeit fokussiert auf Themen wie Medienkompetenz, Moodle, Fremdsprachenerwerb und die konstruktivistische Lernumgebung.
Moodle wurde aufgrund seiner Open-Source-Lizenz, seiner hohen Funktionalität, der wissenschaftlich belegten Usability und der starken Ausrichtung auf pädagogische Aspekte gewählt.
Die Eltern bewerten das Projekt überwiegend positiv, loben die zusätzliche Übungsmöglichkeit und Motivationssteigerung, äußern jedoch vereinzelt Kritik an technischen Problemen und dem Zeitaufwand.
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