Magisterarbeit, 2006
100 Seiten, Note: 2,0
1. Einleitung
1.1. Hinführung zum Thema − Zielsetzung
1.2. Aufbau und methodisches Vorgehen
2. Einführung zur Charakterisierung Sri Lankas
2.1. Geschichtliche Hintergründe
2.2. Sozioökonomische Hintergründe
2.2.1. Bevölkerung
2.2.2. Wirtschaft
2.2.3. Verwaltungsstrukturen
2.2.4. Kommunalverwaltung
2.2.5. Bildung
3. Das Schulsystem
3.1. Historische Aspekte
3.2. Verwaltung
3.3. Gliederung des Vorschul- und Schulsystems
3.3.1. Pre-school
3.3.2. Schulstufen
3.3.3. Typen von Schulen
3.4. Ausbildung der Lehrkräfte
3.5. Die englische Sprache als Unterrichtssprache
3.6. Aktuelle Programme und Projekte
3.6.1. Die Weltbank und das Second General Education Project (GEPII)
3.6.2. Education for All – Bildung für alle
3.6.3. BESP – Programm Grundbildung Sri Lanka
4. Privatisierung
4.1. Privatisierung des Bildungswesens
4.2. Kommerzialisierung von Bildung
4.3. Stiftungsgründung
4.3.1. Gemeinnützige Stiftungen
4.3.2. Gemeinwohl stärken – Stärkung eines dritten Sektors
5. Fallbeispiel: KSF-College
5.1. Vorgehensweise
5.1.1. Methodisches Vorgehen
5.1.2. Datenauswertung
5.2. Vorstellung der Schule
5.2.1. Gründung, Verwaltung und Leitung
5.2.2. Der Unterricht
5.2.3. Finanzierung
5.3. Eine deutsche Schule in Süd-Asien – Chancen & Grenzen
5.3.1. Ziele – Vorstellungen
5.3.2. Deutsch als Fremdsprache
5.3.3. Qualität der Bildung
5.3.4. Kontrollen
5.3.5. Lehrerausbildung
5.3.6. Kultur und Moderne westlicher Welt
5.3.7. Rolle der Mädchen
6. Schlussbetrachtung Resümee / Fazit / Ausblick
10. Anhang
10.1. Experteninterview - Leitfaden
10.2. Experten-Interview Dr. P. Frauenfeld
10.3. Interview-Nachtrag
Die vorliegende Arbeit untersucht die Struktur des Bildungswesens in Sri Lanka und veranschaulicht anhand der Fallstudie des KSF-Colleges die Bedeutung sowie die Chancen und Grenzen von privaten Bildungsinitiativen in einem Entwicklungsland.
5.2. Vorstellung der Schule
Die Katharina Shirani Frauenfeld-Schule (KSF-College), benannt nach der adoptierten Tochter des Gründers Peter Frauenfeld, wurde im Jahre 2001 im Südwesten der Insel (in der Western Province, Kalutara) eröffnet. Der Idee zur Gründung einer Mädchenschule lag die „Chancenlosigkeit in der Schulbildung für Mädchen“ zugrunde. Die Schule, die zur Zeit aus über 400 Schülerinnen und ein paar Jungen in zwei Vorschul- und acht Gesamtschulklassen besteht, wächst weiterhin jedes Jahr um eine Klassenstufe. Nach englischem Vorbild ist das System dreifach gegliedert:
Mit dreieinhalb Jahren werden die Schüler in die Pre-school eingeschult, die der deutschen Vorschule entspricht. Nach der fünften Klasse legen die Kinder ihr erstes Examen, das Halbexamen ab. Daraufhin beginnen die High School Klassen, die mit dem O´Level-Examen nach der zehnten und dem A´Level-Examen nach der zwölften Klasse abschließen. Das Unterrichtsjahr beginnt am 1. Januar und gliedert sich in drei aufeinanderfolgende Terms (Trimester).
1. Einleitung: Die Einleitung beleuchtet den Kontext der Bildungsarbeit in Sri Lanka nach der Tsunami-Katastrophe und definiert die Forschungsziele sowie die methodische Herangehensweise der Arbeit.
2. Einführung zur Charakterisierung Sri Lankas: Dieses Kapitel bietet einen Überblick über die geschichtlichen, sozioökonomischen und administrativen Rahmenbedingungen des Landes, einschließlich einer Analyse des Bildungssystems.
3. Das Schulsystem: Hier werden die historischen Aspekte, die Verwaltungsstruktur, die Gliederung in Schulstufen und die Ausbildung der Lehrkräfte im srilankischen staatlichen Bildungssystem detailliert erörtert.
4. Privatisierung: Dieses Kapitel widmet sich der weltweiten Privatisierungsdebatte im Bildungssektor sowie den Herausforderungen der Kommerzialisierung durch internationale Handelsabkommen wie GATS.
5. Fallbeispiel: KSF-College: Das Kapitel beschreibt praxisnah die Entstehung, Verwaltung, Finanzierung und den Lehrbetrieb der Modellschule und diskutiert die Chancen sowie kulturellen Grenzen dieses privaten Engagements.
6. Schlussbetrachtung Resümee / Fazit / Ausblick: Das Fazit fasst die Ergebnisse der Untersuchung zusammen und gibt einen Ausblick auf die Weiterentwicklung des Schulprojekts unter Berücksichtigung der komplexen soziokulturellen Gegebenheiten.
Sri Lanka, Bildungswesen, KSF-College, Privatisierung, Schulentwicklung, Mädchenbildung, Globalisierung, Entwicklungshilfe, Schulstufen, Lehrerausbildung, Kultur, Modellschule, Bildungspolitik, Bildungsstandards, Sozioökonomie.
Die Arbeit analysiert die Struktur des srilankischen Bildungswesens und untersucht anhand einer deutschen Modellschule, welche Rolle private Initiativen bei der Verbesserung von Bildungschancen spielen.
Die zentralen Themen sind das staatliche Schulsystem in Sri Lanka, die Privatisierung von Bildungseinrichtungen, kulturelle Unterschiede in der Pädagogik sowie die Herausforderungen bei der Umsetzung privater Schulprojekte.
Das Ziel ist es, die Bildungsstrukturen Sri Lankas darzustellen und aufzuzeigen, welchen Nutzen und welche Grenzen private Bildungsinvestitionen im Kontext lokaler Traditionen und moderner Anforderungen haben.
Die Arbeit basiert auf einer Kombination aus Literaturanalyse und einem leitfadengestützten Experteninterview mit dem Gründer des KSF-Colleges sowie eigenen Beobachtungen vor Ort.
Der Hauptteil behandelt das staatliche Bildungssystem, aktuelle Reformprogramme, die theoretische Debatte um Bildungsprivatisierung und das Fallbeispiel einer deutschen Privatschule in Sri Lanka.
Die Arbeit lässt sich am besten durch Begriffe wie Sri Lanka, Mädchenbildung, Privatisierung, Schulentwicklung und interkulturelle Bildungsarbeit charakterisieren.
Die Privatisierung ermöglicht den Zugang zu Bildungsressourcen außerhalb des staatlichen Systems, führt jedoch zu einer Debatte über soziale Gerechtigkeit und den Verlust der Kontrolle über Bildungsziele.
Sie bringen westliche pädagogische Ansätze ein, stehen jedoch vor der Herausforderung, ihre Methoden an den lokalen Kontext, die kulturellen Werte und die Bedürfnisse der Schülerinnen anzupassen.
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