Masterarbeit, 2006
110 Seiten, Note: 2,0
1 Einleitung
2 Begriffsabgrenzung: Netzpublikationen
2.1 Überblick
2.2 Typen von Netzpublikationen
2.2.1 Netzpublikationen mit Entsprechungen aus der Printwelt
2.2.2 Webspezifische Netzpublikationen
2.2.2.1 Websites
2.2.2.2 Online-Datenbanken
2.2.2.3 Linksammlungen
2.2.2.4 Weitere
2.3 Weitere Einteilungen von Netzpublikationen
2.4 Wichtige Netzpublikationen
2.4.1 Online-Dissertationen
2.4.2 Online-Zeitschriften
2.4.3 E-Books
3 Umfrage
3.1 Durchführung der Umfrage
3.2 Aufbau des Fragebogens
3.3 Pretest
3.4 Befragung
4 Selektion und Beschaffung
4.1 Phasen in der Beschaffung von Netzpublikationen
4.2 Selektionskriterien
4.3 Hilfsmittel, Informations- und Beschaffungsquellen
4.4 Produkttests
4.5 Bezahlung, Lizenzverträge und Freischaltung
5 Erfassung und Katalogisierung
5.1 Überblick
5.2 Formalerschließung für den OPAC nach traditionellen Regelwerken
5.3 Linksammlung
5.4 Formalerschließung durch Metadaten
5.4.1 Überblick
5.4.2 Dublin Core
5.4.2.1 Überblick
5.4.2.2 Dublin Core Element Set
5.4.2.3 META-LIB
5.4.3 RDF
5.5 Erschließung für den OPAC und für eine auf Dublin Core basierende Datenbank - das Modell CORC
5.6 Sacherschließung
5.7 Automatisierte Erschließung
6 Identifikation und Zitierbarkeit von Netzpublikationen – Persistent Identifiers
6.1 Überblick
6.2 Das Handle-System
6.3 Digital Object Identifier (DOI)
6.4 Persistent Uniform Resource Locator (PURL)
6.5 Uniform Ressource Names (URN)
7 Langzeitarchivierung und Verfügbarmachung
7.1 Archivierung
7.1.1 Emulation
7.1.2 Migration
7.1.3 Metadaten für die Langzeitarchivierung
7.1.4. OAIS
7.2 Bereitstellung
8 Ständige Arbeiten an Netzpublikationen
9 Fazit und Ausblick
10 Literaturverzeichnis
11 Anhang
I. Umfrage
I.i Anschreiben an die Teilnehmer des Pretests
I.ii Antworten aus dem Pretest
I.iii Anschreiben an die Teilnehmener der INETBIB
I.iv Gezielte Anschreiben an Bibliotheken
I.v Fragebogen
I.vi Ergebnisse der Umfrage
II. Hilfsmittel, Informations- und Beschaffungsquellen
II.i Kostenpflichtige Datenbanken
Das Hauptziel dieser Arbeit ist es, Bibliothekaren einen umfassenden Überblick über die effiziente Gestaltung des Geschäftsgangs von Netzpublikationen zu vermitteln, wobei der Schwerpunkt auf den gegenwärtig in Bibliotheken praktizierten Methoden liegt. Die Arbeit untersucht die zentralen Herausforderungen von der Selektion über die Katalogisierung bis hin zur Langzeitarchivierung.
2.2.1 Netzpublikationen mit Entsprechungen aus der Printwelt
Bei den Netzpublikationen mit Entsprechungen aus der Printwelt werden zwei Untergruppen unterschieden: 1. Druckbildähnliche Netzpublikationen, 2. Netzpublikationen mit verwandtem Publikationstyp in der Printwelt.
Druckbildähnliche Publikationen sollen das „look and feel“ des gedruckten Werkes vermitteln. Diese werden in der Regel ausgedruckt und dann vom Papier gelesen. Es handelt sich in den meisten Fällen um Dateien in den Formaten PDF (Portable Document Format), Word-DOC oder Postscript. Generell haben derartige Publikationen ein Titelblatt, ein festes Layout mit definierten Schriftarten und –größen, feste Zeilen- und Seitenumbrüche und evtl. Seitenzählungen, die der Printversion entsprechen. Ein typisches Beispiel hierfür sind die Artikel der Zeitschrift für Bibliothekswesen und Bibliographie (ZfBB), die sowohl als Druckausgabe erscheinen als auch digital als Netzpublikation verfügbar sind.
„Noch ist die Situation vergleichbar mit Frühdrucken, die den Handschriften möglichst ähnlich waren, in Zukunft sind aber auch Artikel mit Multimedia Elementen oder dreidimensionalen Grafiken denkbar, Texte die nicht mehr ausgedruckt werden können.“
Derzeit scheinen druckbildähnliche Netzpublikationen eine hohe Seriosität zu vermitteln. Ein Grund, warum solche Publikationsformen immer noch bevorzugt werden, könnte die Zitierfähigkeit sein. Eine Datei, die nach dem Ausdrucken dem Original entspricht, ist leichter zu zitieren als eine HTML-Datei ohne Seitenangaben und genaue bibliografische Angaben.
1 Einleitung: Einführung in die Thematik der Netzpublikationen als wachsender Bestandteil des wissenschaftlichen Publikationswesens und Skizzierung der Zielsetzung der Arbeit.
2 Begriffsabgrenzung: Netzpublikationen: Definition und Klassifizierung verschiedener Arten von elektronischen Publikationen sowie deren Bedeutung für Bibliotheken.
3 Umfrage: Beschreibung der methodischen Durchführung einer Internetumfrage zur Ermittlung des Ist-Zustands der Bearbeitung von Netzpublikationen in Bibliotheken.
4 Selektion und Beschaffung: Analyse der Arbeitsschritte bei der Beschaffung, inklusive der Selektionskriterien, Informationsquellen und der Rolle von Lizenzverträgen.
5 Erfassung und Katalogisierung: Darstellung der Verfahren zur formalen und inhaltlichen Erschließung sowie der Einsatz von Metadatenstandards wie Dublin Core.
6 Identifikation und Zitierbarkeit von Netzpublikationen – Persistent Identifiers: Erläuterung der Bedeutung serverunabhängiger Kennungssysteme wie DOI, URN und Handle zur Sicherstellung der langfristigen Zitierbarkeit.
7 Langzeitarchivierung und Verfügbarmachung: Diskussion technischer Strategien zur digitalen Archivierung, insbesondere Migration und Emulation, sowie der Einsatz von Standards wie OAIS.
8 Ständige Arbeiten an Netzpublikationen: Zusammenfassung notwendiger Routinearbeiten zur Sicherung der Qualität und stetigen Verfügbarkeit des Angebots.
9 Fazit und Ausblick: Zusammenfassende Bewertung der technischen Herausforderungen und ein Ausblick auf die zukünftige Entwicklung des digitalen Publizierens.
Netzpublikationen, Online-Publikationen, Bibliotheksmanagement, Geschäftsgang, Beschaffung, Erschließung, Katalogisierung, Metadaten, Dublin Core, Persistent Identifier, URN, DOI, Langzeitarchivierung, Migration, Emulation.
Die Arbeit befasst sich mit dem Geschäftsgang von digitalen Publikationen in Bibliotheken, insbesondere wie diese beschafft, erfasst und langfristig verfügbar gemacht werden können.
Zentral sind die Phasen der Selektion, Erschließung, Zitierfähigkeit durch Identifier sowie die Herausforderungen der Langzeitarchivierung.
Das Ziel ist es, dem Leser einen umfassenden Überblick über die derzeit praktizierten Methoden der Bibliotheken zu geben und diese miteinander zu vergleichen.
Die Autorin kombiniert die Auswertung der Fachliteratur mit den Ergebnissen einer empirischen Internetumfrage unter 13 verschiedenen Bibliotheken.
Der Hauptteil gliedert sich in Prozessschritte wie Selektion, Beschaffung, Metadaten-basierte Katalogisierung, den Einsatz von Persistent Identifiern und Strategien zur digitalen Archivierung.
Wichtige Schlagworte sind Netzpublikationen, Metadaten (Dublin Core), Persistent Identifier, Langzeitarchivierung (Migration/Emulation) und Bibliotheksmanagement.
Da URLs lediglich einen aktuellen Standort beschreiben und oft zu "toten Links" führen, garantieren Persistent Identifier (wie DOI oder URN) ein dauerhaftes und verlässliches Zugreifen auf die Dokumente.
Das OAIS-Modell (Reference Model for an Open Archival Information System) wird als international anerkannter Standard beschrieben, der als Grundlage für die Planung und Realisierung von Archivsystemen dient.
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