Magisterarbeit, 2003
115 Seiten, Note: 1,3
1 Einleitung
1.1 Vorbemerkung
1.2 Fragestellung und Zielsetzung
1.3 Aufbau der Arbeit
2 Konstituierende Merkmale für die heutige Marken- und Kommunikationspolitik
2.1 Vorbemerkung
2.2 Markt- und produktspezifische Merkmale
2.3 Konsumentenspezifische Merkmale
2.4 Kommunikationsspezifische Merkmale
2.5 Kommunikationsspezifische Konsequenzen
3 Moderne Markenführung
3.1 Vorbemerkung
3.2 Funktionen von Marken
3.3 Ansätze zur Definition des Markenbegriffs
3.3.1 Klassische Ansätze
3.3.2 Wirkungsbezogener Ansatz
3.3.3 Integrierte Ansätze
3.4 Moderne Markenführungskonzeptionen
3.4.1 Markenidentität als Basis der identitätsorientierten Markenführung
3.4.2 Ansätze zur Erfassung der Markenidentität
3.4.3 Zielgrößen der identitätsorientierten Markenführung
3.4.3.1 Markenwert
3.4.3.2 Markenbekanntheit, Markenimage und Markenwissen
3.4.4 Festlegung der Markenstrategie
3.4.5 Markenpositionierung als Basisentscheidung der Markenführung
4 Eventmarketing
4.1 Vorbemerkung
4.2 Definition der Begriffe Event und Eventmarketing
4.3 Eventtypen und Strukturmerkmale des Eventmarketings
4.3.1 Erlebnisvermittlung
4.3.2 Kommunikationsprozesse
4.4 Planungsschema des Eventmarketings
4.4.1 Situationsanalyse
4.4.2 Auswahl des Eventmarketing-Objektes
4.4.3 Eventmarketing-Ziele
4.4.4 Eventmarketing-Zielgruppen
4.4.5 Festlegung der Eventmarketing-Strategie
4.4.6 Kalkulation Eventmarketing-Budget
4.4.7 Maßnahmenplanung
5 Voraussetzungen für erfolgreiches Eventmarketing im Rahmen der Markenführung
5.1 Vorbemerkung
5.2 Integrierte Kommunikation als Basis für erfolgreiches Eventmarketing
5.2.1 Integrationsformen des Eventmarketings
5.2.2 Integriertes Eventmarketing
5.3 Implementierung von Eventmarketing anhand der identitätsspezifischen Markenpositionierung
5.4 Erfolgskontrolle innerhalb des Eventmarketings
6 Fazit
Die vorliegende Arbeit untersucht die Rolle des Eventmarketings als strategisches Kommunikationsinstrument im Kontext einer modernen, identitätsorientierten Markenführung. Im Zentrum steht die Frage, wie durch inszenierte Markenerlebnisse eine effektive und zielgruppengerechte Markenpositionierung erreicht werden kann, um Konsumenten emotional zu binden und langfristige Markenwerte aufzubauen.
3.4.1 Markenidentität als Basis der identitätsorientierten Markenführung
Bereits Domizlaff, der als einer der Urväter der Markenführung anzusehen ist, vertrat die Auffassung, dass Marken über bestimmte Identitätsmerkmale, ähnlich derer von Personen verfügen. Außerdem stellte ihm zufolge das Vertrauen, welches einer Marke entgegengebracht wird, die Grundlage jeder dauerhaften Kundenbeziehung dar.
Das heutige Modell der identitätsorientierten Markenführung basiert auf den gleichen Denkansätzen. Der sozialpsychologischen Forschung zufolge kann Identität erst mittels einer wechselseitigen Wahrnehmung durch weitere Personen entstehen. Daraus resultiert, dass bei einer identitätsorientierten Markenführung neben der grundlegenden Konstruktion einer Markenidentität die Wahrnehmung und Identifikation des Konsumenten mit der Marke im Vordergrund stehen. Diese Überlegungen spiegeln sich in dem aktuellen, verhaltenswissenschaftlich geprägten und identitätsorientierten Markenverständnis wider, wonach die Entwicklung einer starken Markenidentität sowie die Identifikation des Konsumenten mit der Marke und die daraus entwickelbaren Teilaspekte, wie Vertrauen und Kundenbindung, konstituierend für eine Marke sind.
Markenidentität ist im Sinne der vorab genannten markenpolitischen Zielsetzung als langfristige Konsequenz der Wechselwirkungen zwischen marktorientierten Handlungen durch den Anbieter und dem daraus resultierenden, imagebestimmenden Sinneseindruck beim Konsumenten zu verstehen. Es ist dabei - ähnlich wie bei persönlichen Vertrauensverhältnissen - von entscheidender Bedeutung, dass identitätsspezifische Aussagen von Seiten des Anbieters (Selbstbild) konsistent, zuverlässig und widerspruchsfrei für die Empfänger sind. Nur durch Verlässlichkeit und Bestätigung einer Erwartung (Fremdbild) lässt sich langfristiges Vertrauen generieren und somit eine starke Markenidentität schaffen.
1 Einleitung: Die Einleitung motiviert die Relevanz des Themas Markenführung und Eventmarketing vor dem Hintergrund einer sich entwickelnden Erlebnisökonomie und definiert die Forschungsfrage der Arbeit.
2 Konstituierende Merkmale für die heutige Marken- und Kommunikationspolitik: Das Kapitel analysiert die veränderten Markt-, Produkt- und Konsumentenbedingungen, die Unternehmen zu einer stärkeren emotionalen Ausrichtung ihrer Markenkommunikation zwingen.
3 Moderne Markenführung: Hier werden zentrale theoretische Grundlagen der modernen Markenführung, insbesondere die identitätsorientierte Markenführung, sowie Zielgrößen wie Markenwert und Markenidentität erläutert.
4 Eventmarketing: Dieses Kapitel widmet sich der Definition, den Strukturmerkmalen und dem Planungsprozess des Eventmarketings als Instrument zur Erlebnisinszenierung.
5 Voraussetzungen für erfolgreiches Eventmarketing im Rahmen der Markenführung: Der Fokus liegt auf der Integration von Events in den Kommunikationsmix und der operativen Implementierung anhand einer markenspezifischen Positionierung sowie dem Eventcontrolling.
6 Fazit: Das Kapitel fasst die zentralen Erkenntnisse zusammen und bewertet den Stellenwert des Eventmarketings als Werkzeug zur Stärkung der Markenidentität.
Eventmarketing, Markenführung, Markenidentität, Markenimage, Markenpositionierung, Erlebnisökonomie, Konsumentenverhalten, Integrierte Kommunikation, Eventcontrolling, Markenwert, Markenwissen, Erlebnisvermittlung, Sozialtechniken, Kommunikationsmix, Markenpersönlichkeit
Die Arbeit behandelt die strategische Einbindung von Eventmarketing in die moderne, identitätsorientierte Markenführung, um in einem wettbewerbsintensiven Umfeld Marken erfolgreich zu positionieren.
Die zentralen Themen umfassen die theoretischen Grundlagen der Markenidentität, die Analyse sich wandelnder Konsumentenbedürfnisse sowie die Planung, Implementierung und Erfolgskontrolle von Eventmarketing-Maßnahmen.
Das Hauptziel ist es zu ergründen, wie Eventmarketing effektiv als Instrument zur Schaffung von Markenidentität und zur Steigerung des Markenwertes durch die Vermittlung von Markenerlebnissen eingesetzt werden kann.
Der Autor führt eine tiefgehende Literaturanalyse durch, um bestehende Ansätze der Markenführung und des Eventmarketings zu systematisieren und auf deren Tauglichkeit für moderne Kommunikationsstrategien hin zu hinterfragen.
Der Hauptteil gliedert sich in eine fundierte theoretische Aufarbeitung der Markenführung, eine detaillierte Auseinandersetzung mit dem Instrument Eventmarketing sowie dessen konkrete Implementierung im Rahmen integrierter Unternehmenskommunikation.
Schlüsselbegriffe sind Markenidentität, Eventmarketing, Markenpositionierung, Markenwert und die erlebnisorientierte Markenkommunikation.
Die Markenidentität bildet laut Autor das Fundament für konsistente Markenentscheidungen. Sie sorgt dafür, dass das Selbstbild des Unternehmens und das Fremdbild beim Konsumenten in Einklang gebracht werden, was entscheidend für den Aufbau von Vertrauen ist.
Der Autor versteht Eventmarketing als zielgerichtete, systematische Analyse, Planung und Kontrolle von Events, die dazu dienen, Produkte oder Marken erlebnis- und dialogorientiert zu präsentieren, um starke Aktivierungsprozesse auszulösen.
Das Eventcontrolling ist laut Autor ein kontinuierlicher Überprüfungs- und Anpassungsprozess. Da Events eine hohe Komplexität aufweisen, ist eine professionelle Kontrolle der Prämissen, Abläufe und Ergebnisse essentiell, um den Beitrag zur Markenidentität messbar zu machen.
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