Forschungsarbeit, 2001
28 Seiten, Note: 1.0
1. Einleitung
2. Itemauswahl
3. Itemanalyse
3.1. Itemschwierigkeit
3.2. Itemhomogenität
3.3. Trennschärfekoeffizient und Crombachs α
4. Faktorenanalyse
5. Messen mit der Skala
6. Ausländerfeindlichkeit und andere Variablen
6.1. Ausländerfeindlichkeit und Ost-West-Vergleich
6.2. AF und Geschlecht
6.3. AF und allgemeiner Schulabschluss
6.4. AF und Alter
7. Fazit
8. Anhang
Das primäre Ziel dieser Arbeit ist die eigenständige Konstruktion eines Messinstruments in Form einer Skala, um die Verbreitung von ausländerfeindlichem Gedankengut unter der deutschen Bevölkerung zu erfassen. Dabei wird untersucht, inwieweit das Konstrukt "Ausländerfeindlichkeit" mit dem vorliegenden Datenmaterial des ALLBUS 1996 valide gemessen werden kann und welche Zusammenhänge mit soziodemografischen Variablen bestehen.
3. Itemanalyse
In der folgenden Itemanalyse nach der klassischen Test-Theorie werde ich versuchen mit Hilfe von unterschiedlichen Kennwerten die Items auf ihre interne Konsistenz hin zu untersuchen und gegebenenfalls ungeeignete Items auszusortieren.
Die Itemschwierigkeit für dichotome Items ist definiert als:
p = Anzahl richtiger Lösungen / Anzahl der Antworten
Da ich aber Items mit mehreren Antwortausprägungen benutze, werde ich zur Berechnung der Itemschwierigkeit eine Alternativformel für Mehrfachwahl-Items heranziehen: Pm = Σ g / Σ gm, wobei g = Item-Score und gm = maximaler Item-Score.
Die Rechnungen hierzu sind im Anhang unter Abb.1 dokumentiert. Die Ergebnisse zeigen eine gewisse Ausgeglichenheit, man kann beobachten, dass das Schwergewicht der Ergebnisse etwas zum Ausländerfeindlichen Pol (< 50) verschoben ist. Den niedrigsten Wert hat Item V53 mit Pm 0.25, den höchsten Wert ergab die Schwierigkeitsprüfung für Item V50 mit 0.56.
Da jedoch bei keinem der Items ein Schwierigkeitsindex von < 0.2 oder > 0.8 errechnet wurde, sehe ich zu diesem Zeitpunkt noch keine Notwendigkeit, bestimmte Items auszusortieren.
1. Einleitung: Diese Einleitung führt in die Thematik der Ausländerfeindlichkeit in Deutschland ein und beschreibt das Ziel, ein eigenes Messinstrument auf Basis des ALLBUS 1996 zu erstellen.
2. Itemauswahl: In diesem Kapitel werden die ausgewählten Items aus der Heger/Ahlheim-Skala vorgestellt und die Begründung für die Auswahl der verwendeten Variablen dargelegt.
3. Itemanalyse: Hier erfolgt eine methodische Überprüfung der internen Konsistenz der Items anhand von Schwierigkeitsmaßen, Homogenität und Trennschärfe.
4. Faktorenanalyse: Dieses Kapitel prüft mittels Hauptkomponentenanalyse die Eindimensionalität der Skala, um sicherzustellen, dass alle Items das gleiche Konstrukt messen.
5. Messen mit der Skala: Hier wird die fertige Skala auf den Datensatz angewendet, um erste statistische Kennwerte zur Verteilung der Ausländerfeindlichkeit zu erhalten.
6. Ausländerfeindlichkeit und andere Variablen: In diesem Teil werden Kreuztabellen analysiert, um Zusammenhänge zwischen Ausländerfeindlichkeit und Variablen wie Herkunft, Geschlecht, Schulbildung und Alter zu untersuchen.
7. Fazit: Das Fazit fasst die Ergebnisse zusammen und reflektiert den Prozess der Skalenkonstruktion im Vergleich zu bestehenden Messinstrumenten.
8. Anhang: Der Anhang enthält die detaillierten statistischen Berechnungen, SPSS-Ausdrucke und Abbildungen zur Dokumentation der Ergebnisse.
Ausländerfeindlichkeit, Skalenkonstruktion, Itemanalyse, Faktorenanalyse, ALLBUS, Fremdenfeindlichkeit, Reliabilität, Trennschärfe, Ost-West-Vergleich, Bildung, Vorurteile, Sozialwissenschaften, Statistik, Messinstrument, Einstellungsmuster.
Die Arbeit beschäftigt sich mit der wissenschaftlichen Konstruktion einer psychometrischen Skala zur Messung der Ausländerfeindlichkeit innerhalb der deutschen Bevölkerung auf Grundlage existierender Umfragedaten.
Zentrale Themen sind die Reliabilität und Validität der Skalenbildung sowie die Überprüfung von gängigen Vorurteilen über den Zusammenhang von Ausländerfeindlichkeit mit soziodemografischen Merkmalen.
Das primäre Ziel ist es, aus einer größeren Datenmenge des ALLBUS 1996 ein reliables Messinstrument zu extrahieren und dieses zur Untersuchung von Einstellungsmustern anzuwenden.
Es werden Methoden der klassischen Testtheorie angewendet, insbesondere eine Itemanalyse (Schwierigkeit, Homogenität, Trennschärfe) sowie eine explorative Faktorenanalyse mittels Hauptkomponentenanalyse.
Der Hauptteil umfasst den Auswahlprozess der Items, deren statistische Prüfung auf Konsistenz und Dimensionalität sowie die anschließende deskriptive und bivariate Analyse der Skalenwerte.
Die wichtigsten Begriffe umfassen Ausländerfeindlichkeit, Skalenkonstruktion, Faktorenanalyse, Trennschärfe und statistische Validierung.
Items wurden entfernt, wenn sie entweder methodisch nicht konsistent waren, eine zu geringe Trennschärfe aufwiesen oder die Eindimensionalität der Skala statistisch gefährdeten.
Die Daten weisen in der Kreuztabellen-Analyse ein Übergewicht an hohen Skalenwerten in den neuen Bundesländern im Vergleich zu den alten Bundesländern auf.
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