Diplomarbeit, 2005
140 Seiten, Note: 1,0
1 Einleitung
1.1 Thema der Diplomarbeit
1.2 Motivation des Verfassers
1.3 Widmung
1.4 Einführung
1.5 Abstract
2 Kraft-Wärme-Kopplung (KWK) – Der Weg von der getrennten zur gekoppelten Strom- und Wärmeerzeugung
2.1 Kondensationskraftwerk
2.2 Thermischer Wirkungsgrad des Carnot-Prozesses
2.3 Heizkraftwerk
3 Block-Heizkraftwerk-Anlage (BHKW)
3.1 BHKW-Arten
3.1.1 Klein-BHKW
3.1.2 Kompakt-BHKW
3.1.3 Groß-BHKW
3.2 Aufbau, Funktionsweise und technische Überlegungen zur Auswahl von BHKW
3.2.1 Brennstoffe
3.2.2 Motorische Antriebe
3.2.3 Wärmeauskopplung
3.2.4 Generator
3.2.5 Spitzenkessel
3.2.6 Pufferspeicher
3.2.7 Wärme- oder stromorientierte Auslegung
3.2.8 Laufzeit und Lebensdauer
3.2.9 Mehrmodultechnik
3.3 Energieeinsatz und Emissionen
3.3.1 Energieeinsparung, Brennstoffwahl und Schadstoffemissionen
3.3.2 Bundes-Immissionsschutzgesetz (BImSchG) und TA Luft
3.3.3 Lärmemissionen
3.3.4 TA Lärm
3.4 Weitere Kraft-Wärme-Kopplungs-Technologien
3.4.1 Dampfturbinen-Heizkraftwerk (DT)
3.4.2 Gasturbinen-Heizkraftwerk (GT)
3.4.3 Gas- und Dampfturbinen-Heizkraftwerk (GuD)
3.4.4 Brennstoffzelle
3.4.5 Stirlingmotor
4 Praktischer Teil
4.1 Analyse des Ist-Zustandes und Ermittlung der relevanten Daten
4.1.1 Die vorhandene Heizkesselanlage
4.1.2 Ermittlung der Auslegungsdaten für das BHKW
4.1.2.1 Wärmebedarf
4.1.2.2 Strombedarf
4.1.2.3 Zusammenfassung der relevanten Daten
4.1.3 Verwendete Messtechnik und Durchführung der Wärmebedarfsmessung
4.1.3.1 Das Durchflussmessgerät FLUXUS ADM 6725
4.1.3.2 Das Datenregistriergerät DX112
4.2 Auslegung der BHKW-Anlage
4.3 Wirtschaftlichkeitsbetrachtung
4.3.1 Kosten
4.3.2 Gutschriften
4.3.3 Wirtschaftlichkeitsvergleich
4.3.3.1 Neue Kesselanlage ohne BHKW
4.3.3.2 BHKW mit 1 x 50kWel –Modul und neuer Kesselanlage
4.3.3.3 BHKW mit 2 x 50kWel –Modul und neuer Kesselanlage
4.3.3.4 BHKW mit 1 x 65kWel –Modul und neuer Kesselanlage
4.3.3.5 BHKW mit 2 x 65kWel –Modul und neuer Kesselanlage
4.3.3.6 BHKW mit 1 x 120kWel –Modul und neuer Kesselanlage
4.4 CO2-Emissionsminderung
4.5 Zusammenfassung
5 Schlusswort
Die Diplomarbeit hat zum Ziel, den Einsatz von Block-Heizkraftwerk-Anlagen (BHKW) zur Energieversorgung eines Krankenhauses technisch und wirtschaftlich zu bewerten, um durch eine bedarfsoptimierte Auslegung die Energieeffizienz zu steigern und CO2-Emissionen zu reduzieren.
3.2.1 Brennstoffe
In BHKW werden überwiegend gasförmige Brennstoffe, in erster Linie Erdgas, eingesetzt. Eine weitaus geringere Anzahl wird mit flüssigen Kraftstoffen betrieben. Aufgrund von Vorteilen, wie den geringen Verbrennungsemissionen und dem gut ausgebauten Verteilungsnetz, ist Erdgas der am häufigsten verwendete Brennstoff. Die Abgase sind heute nahezu schwefel-, ruß- und geruchsfrei. Des Weiteren sind die Lärmemissionen bei erdgasbetriebenen Motoren nur halb so groß wie die eines vergleichbaren Dieselmotors. Ist kein Erdgasanschluss vorhanden, kann je nach Motortyp auch auf Diesel bzw. leichtes Heizöl oder Flüssiggase wie Propan oder Butan zurückgegriffen werden. Es müssen dann allerdings Maßnahmen für die Brennstofflagerung und weiterer Platzbedarf eingerechnet werden, was sich nachteilig auf die Wirtschaftlichkeit der Anlage auswirkt. Als Brenngase werden auch Deponie-, Bio-, Klär- und andere Schwachgase verwendet. Diese spielen allerdings in der BHKW-Technik eine untergeordnete Rolle, da sie nur bei bestimmten Prozessen anfallen und für gewöhnlich nur unmittelbar am Entstehungsort nutzbar sind.
1 Einleitung: Beschreibt die Motivation des Autors, das gewählte Krankenhaus als Fallbeispiel und die Relevanz der Kraft-Wärme-Kopplung im Gesundheitswesen.
2 Kraft-Wärme-Kopplung (KWK) – Der Weg von der getrennten zur gekoppelten Strom- und Wärmeerzeugung: Erläutert die thermodynamischen Grundlagen, das Prinzip des Carnot-Kreisprozesses und die Unterschiede zwischen konventionellen Kraftwerken und Heizkraftwerken.
3 Block-Heizkraftwerk-Anlage (BHKW): Detailliert die technische Funktionsweise, verschiedene BHKW-Arten, Umweltaspekte sowie alternative KWK-Technologien wie Brennstoffzellen und Stirlingmotoren.
4 Praktischer Teil: Beinhaltet die Analyse der Ist-Daten des Krankenhauses, die messtechnische Erfassung der Lastgänge, die detaillierte Auslegung der BHKW-Anlage sowie den anschließenden Wirtschaftlichkeitsvergleich verschiedener Modulkonfigurationen.
5 Schlusswort: Fasst die Ergebnisse der Arbeit zusammen und betont das Potenzial von BHKW zur nachhaltigen Kostensenkung und CO2-Reduktion in Krankenhäusern.
Kraft-Wärme-Kopplung, BHKW, Energieeffizienz, Wirtschaftlichkeitsbetrachtung, Krankenhaus, Lastgang, Erdgas, CO2-Emissionsminderung, Thermischer Wirkungsgrad, Energieversorgung, Anlagentechnik, Betriebsoptimierung, Primärenergieeinsparung.
Die Arbeit befasst sich mit der technischen Auslegung und Wirtschaftlichkeitsbetrachtung von Block-Heizkraftwerk-Anlagen (BHKW) für die Energieversorgung eines Krankenhauses.
Die Arbeit behandelt die KWK-Technik, die Analyse von Energiebedarfswerten (Wärme und Strom), die Anlagenauslegung sowie die ökonomische Bewertung unter Berücksichtigung von Investitions- und Betriebskosten.
Das Ziel ist die Ermittlung einer BHKW-Lösung, die für die Muster-Kliniken technisch geeignet ist und die höchste Wirtschaftlichkeit bei gleichzeitigem CO2-Minderungspotenzial bietet.
Der Verfasser nutzt Lastgang-Messungen vor Ort, beispielsweise mittels Durchflussmessgeräten (FLUXUS ADM 6725) und Datenregistriergeräten (DX112), um den realen Wärmebedarf zu bestimmen.
Der Hauptteil gliedert sich in die theoretischen Grundlagen der KWK, die detaillierte Beschreibung der BHKW-Komponenten, die Analyse der IST-Situation des Krankenhauses sowie Berechnungen zur Wirtschaftlichkeit und CO2-Einsparung für verschiedene Modulkonfigurationen.
Kernbegriffe sind Kraft-Wärme-Kopplung, BHKW, Wirtschaftlichkeit, Lastgang, Energieeinsparung, CO2-Minderung und Krankenhaustechnik.
Krankenhäuser zeichnen sich durch einen ganzjährigen, konstanten Energiebedarf aus, was sie prädestiniert für den Einsatz von BHKW im Grundlastbetrieb macht.
Basierend auf der Wirtschaftlichkeitsrechnung empfiehlt der Autor eine Kombination aus einer neuen Doppelkesselanlage (2 x 820kW) und zwei 65kWel-BHKW-Modulen.
Durch den Einsatz der gewählten Konfiguration ergibt sich eine jährliche Reduzierung von ca. 430 Tonnen CO2 gegenüber der konventionellen Energieversorgung.
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