Diplomarbeit, 2006
62 Seiten, Note: 1,3
1. Einleitung
2. Global Sourcing und dessen spezielle Anforderungen an Lieferanten
2.1 Überblick
2.2 Der Begriff des Global Sourcings
2.2.1 Entwicklung des Global Sourcings
2.2.2 Das Verständnis des Global Sourcings nach ARNOLD
2.2.3 Das Verständnis des Global Sourcings nach MONCZKA/TRENT
2.2.4 Vergleich der beiden Verständnisse
2.3 Chancen und Risiken des Global Sourcings
2.3.1 Chancen des Global Sourcings
2.3.2 Risiken des Global Sourcings
2.4 Global Sourcing als Bestandteil der Sourcing-Konzepte
2.5 Spezielle Anforderungen des Global Sourcings an Lieferanten
2.5.1 Qualitätsanforderungen
2.5.2 Preisanforderungen
2.5.3 Logistikanforderungen
2.5.4 Kommunikationsanforderungen
2.5.5 Know-how-Anforderungen
2.5.6 Weitere Anforderungen
2.5.6.1 Kooperationsbereitschaft
2.5.6.2 Internationale Erfahrung
3. Untersuchung der vorhandenen Methoden und Modelle der Lieferantenbewertung und -auswahl
3.1 Überblick
3.2 Lieferantenbewertung und -auswahl
3.3 Untersuchung ausgewählter Methoden und Modelle
3.3.1 Überblick über vorhandene Methoden und Modelle
3.3.2 Der Matrix-Approach
3.3.2.1 Darstellung des Modells
3.3.2.2 Untersuchung des Matrix-Approach
3.3.3 Lieferantenbewertung und -auswahl mit Hilfe der Nutzwertanalyse
3.3.3.1 Darstellung der Methode
3.3.3.2 Untersuchung der Nutzwertanalyse
3.3.4 Lieferantenbewertung und -auswahl mit Hilfe des Analytic Hierarchy Process
3.3.4.1 Darstellung der Methode
3.3.4.2 Untersuchung des Analytic Hierarchy Process
3.3.5 Lieferantenbewertung und -auswahl mit Hilfe der Total Cost of Ownership
3.3.5.1 Darstellung der Methode
3.3.5.2 Untersuchung des „Dollar-based Approach“
4. Zusammenfassung
Ziel dieser Arbeit ist es, die spezifischen Anforderungen herzuleiten, die eine Global-Sourcing-Strategie an Lieferanten stellt, und anschließend verschiedene Methoden zur Lieferantenbewertung und -auswahl kritisch im Hinblick auf diese Anforderungen zu vergleichen und auf Erweiterungsmöglichkeiten zu untersuchen.
3.3.2 Der Matrix-Approach
Der Matrix-Approach ist ein Modell zur Lieferantenbewertung und -auswahl, das Anfang der 80er-Jahre bei der Firma Texas Instruments entwickelt und von GREGORY im Jahre 1986 veröffentlicht wurde. Dieses Modell ähnelt dem Scoring-Modell sowie dem 100-Punkte-Verfahren und versucht u. a. deren Nachteil der subjektiven Gewichtung durch die Einbeziehung mehrerer Entscheidungsträger weitgehend zu minimieren. Vor der Untersuchung des Matrix-Approaches in Bezug auf die in Abschnitt 2.5 hergeleiteten speziellen Anforderungen des Global Sourcings an Lieferanten, wird im Folgenden dessen Vorgehensweise dargestellt. Dabei werden die fünf im ursprünglichen Modell vorhandenen Hauptbewertungskriterien, inklusive Unterkriterien, durch die besonderen Anforderungen des Global Sourcings ersetzt, da diese ursprünglichen Kriterien nicht speziell auf das Global Sourcing ausgerichtet sind.
Grundlage dieses Modells bildet das so genannte „Sourcing-Worksheet“, in dem zunächst die Hauptkriterien mit ihren jeweiligen Unterkriterien sowie deren Gewichte eingetragen werden. Die Summe der Gewichte der Hauptkriterien muss 100, die Gewichte der jeweiligen Unterkriterien das Gewicht des entsprechenden Hauptkriteriums ergeben. Danach werden die Unterkategorien bewertet, wobei dieser Wert zwischen null und dem Gewicht der jeweiligen Unterkategorie liegen muss und die Beurteilung umso besser ist, je größer der Wert ist. Um eine konsistentes Bewertung zu ermöglichen, sollte die Bedeutung der möglichen Punktwerte für jedes Kriterium genau beschrieben werden. Bei der Bewertung der einzelnen Unterpunkte kommt die bereits oben angesprochene Teambewertung zum Einsatz. Dazu wird das „material team“ gebildet, das sich aus je einer Person aus dem Management der Bereiche Konstruktion, Qualitätssicherung, Produktion und Beschaffung zusammensetzt. Jede dieser Personen bewertet die Unterpunkte für sich alleine. Das geometrische Mittel aller Bewertungen pro Unterpunkt bildet dann dessen endgültige Bewertung.
1. Einleitung: Darstellung der Relevanz des Global Sourcings aufgrund weltwirtschaftlicher Entwicklungen und Erläuterung der Zielsetzung sowie des Aufbaus der Arbeit.
2. Global Sourcing und dessen spezielle Anforderungen an Lieferanten: Definition des Begriffs Global Sourcing, Abwägung von Chancen und Risiken sowie Herleitung von 13 Anforderungskriterien in sechs Kategorien für Lieferanten.
3. Untersuchung der vorhandenen Methoden und Modelle der Lieferantenbewertung und -auswahl: Kritische Analyse und Vergleich von vier ausgewählten Bewertungsmodellen (Matrix-Approach, Nutzwertanalyse, AHP, TCO) hinsichtlich ihrer Eignung für das Global Sourcing.
4. Zusammenfassung: Resümee der Ergebnisse bezüglich der Eignung der untersuchten Bewertungsverfahren unter Berücksichtigung der abgeleiteten Anforderungskriterien.
Global Sourcing, Lieferantenbewertung, Lieferantenauswahl, Beschaffungsstrategie, Anforderungskriterien, Matrix-Approach, Nutzwertanalyse, Analytic Hierarchy Process, AHP, Total Cost of Ownership, TCO, Materialmanagement, Supply-Management, Lieferantenbeziehung, Strategische Beschaffung.
Die Diplomarbeit befasst sich mit der strategischen Beschaffung im internationalen Kontext (Global Sourcing) und untersucht, wie Lieferanten in diesem komplexen Umfeld methodisch bewertet und ausgewählt werden können.
Die Arbeit fokussiert auf die Definition und Abgrenzung von Global Sourcing, die Analyse der damit verbundenen speziellen Anforderungen an Lieferanten sowie die kritische Untersuchung mathematischer und qualitativer Bewertungsmethoden.
Das Ziel ist es, ein Anforderungsprofil für Lieferanten im Global Sourcing zu erstellen und zu prüfen, inwieweit etablierte Bewertungs- und Auswahlmethoden (wie AHP oder TCO) diese spezifischen Anforderungen abbilden können.
Der Autor führt eine Literaturrecherche und eine kritische methodische Analyse durch. Dabei werden die ausgewählten Modelle anhand der hergeleiteten Kriterien (z.B. Qualität, Logistik, Know-how) auf ihre Praxistauglichkeit und Defizite geprüft.
Der Hauptteil gliedert sich in die Herleitung der Anforderungen an Lieferanten sowie die detaillierte Darstellung und Untersuchung von vier Modellen: Matrix-Approach, Nutzwertanalyse, Analytic Hierarchy Process (AHP) und Total Cost of Ownership (TCO).
Zu den zentralen Begriffen zählen Global Sourcing, Lieferantenbewertung, Nutzwertanalyse, AHP, Total Cost of Ownership, strategisches Beschaffungsmarketing und Anforderungskriterien.
Der Autor schlägt zur Reduzierung der Subjektivität die Bildung eines interdisziplinären "Material Teams" vor, das bei Methoden wie dem Matrix-Approach oder dem AHP gemeinsam Gewichtungen vornimmt und Bewertungen diskutiert.
Die TCO ist besonders relevant, da beim internationalen Einkauf neben dem reinen Preis vielfältige Folgekosten (Logistik, Qualitätssicherung, Zoll, Kommunikation) entstehen, die erst durch eine ganzheitliche Betrachtung über den gesamten Wertschöpfungsprozess sichtbar werden.
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