Magisterarbeit, 2006
163 Seiten, Note: 1,0
1. Einleitung
1.1 Ausgangssituation
1.2 Fragestellungen
1.3 Gliederung der Arbeit
2. Die Telenovela
2.1 Definition der Telenovela
2.2 Geschichte der Telenovela in Lateinamerika
2.2.1 Mexiko
2.2.2 Brasilien
3. Themen, Figuren und Aufbau
3.1 Themen in einer Telenovela
3.2 Die Figuren
3.2.1 Die Heldin
3.2.2 Der Held
3.2.3 Der oder die Böse
3.2.4 Die Nebenfiguren
3.3 Der Aufbau
3.3.1 Beispiel Bianca – Wege zum Glück
4. Einordnung und Abgrenzung zu anderen Formaten
4.1 Das Feuilleton
4.2 Das Märchen
4.3 Das Melodrama
4.4 Die Soap Opera
4.5 Zuordnung zu einem Format
4.6 Genreeinordnung
5. Telenovelas im deutschen Fernsehen
5.1 Exporte aus Lateinamerika
5.2 Die deutschen Telenovelas
5.2.1 Bianca – Wege zum Glück
5.2.1.1 Handlung
5.2.1.2 Charaktere
5.2.1.3 Darstellung und Besonderheiten
5.2.2 Verliebt in Berlin
5.2.2.1 Handlung
5.2.2.2 Charaktere
5.2.2.3 Darstellung und Besonderheiten
5.2.3 Sturm der Liebe
5.2.3.1 Handlung
5.2.3.2 Charaktere
5.2.3.3 Darstellung und Besonderheiten
5.2.4 Julia – Wege zum Glück
5.2.4.1 Handlung
5.2.4.2 Charaktere
5.2.4.3 Darstellung und Besonderheiten
5.2.5 Sophie – Braut wider Willen
5.2.5.1 Handlung
5.2.5.2 Charaktere
5.2.5.3 Darstellung und Besonderheiten
5.2.6 Leben für die Liebe
5.2.6.1 Handlung
5.2.6.2 Charaktere
5.2.6.3 Darstellung und Besonderheiten
6. Die Produktionsseite
6.1 Der deutsche Fernsehmarkt
6.1.1 Konkurrenzsituation
6.1.2 Eigenproduktion vs. Kaufproduktion
6.2 Die Telenovela-Produktion
6.2.1 Die Produktion der Telenovelas in Lateinamerika
6.2.2 Die Produktion der deutschen Telenovelas
6.2.2.1 Bianca – Wege zum Glück
6.2.2.2 Verliebt in Berlin
6.2.2.3 Sturm der Liebe
6.2.2.4 Julia – Wege zum Glück
6.2.2.5 Sophie – Braut wider Willen
6.2.2.6 Leben für die Liebe
6.3 Telenovelas im öffentlich-rechtlichen und im privaten Fernsehprogramm
6.3.1 Programmplanung
6.3.2 Die deutschen Telenovelas im Fernsehprogramm
6.3.2.1 Bianca – Wege zum Glück und Julia – Wege zum Glück
6.3.2.2 Verliebt in Berlin
6.3.2.3 Sturm der Liebe
6.3.2.4 Sophie – Braut wider Willen
6.3.2.5 Leben für die Liebe
7. Die Rezeptionsseite
7.1 Marktanteile und Einschaltquoten der deutschen Telenovelas
7.1.1 Bianca – Wege zum Glück
7.1.2 Verliebt in Berlin
7.1.3 Sturm der Liebe
7.1.4 Julia – Wege zum Glück
7.1.5 Sophie – Braut wider Willen
7.2 Das Telenovela-Publikum
7.2.1 Bianca – Wege zum Glück
7.2.2 Sturm der Liebe
7.2.3 Verliebt in Berlin
7.3 Faszination Telenovela
7.3.1 Themen und Aufbau
7.3.2 Ausstrahlungsrhythmus
7.3.3 Frauen in handlungsbestimmenden Rollen
7.3.4 Göttinnenperspektive
7.3.5 Interpersonale Kommunikation
7.3.6 Folgekommunikation
7.3.7 Emotionale Intensität und parasoziale Funktionen
7.3.8 Unterhaltung
7.3.9 Identifikation
7.3.10 Eskapismus
7.3.11 Lebensbedingungen
8. Fazit und Diskussion
8.1 Zielsetzungen der öffentlich-rechtlichen und der privaten Fernsehsender
8.2 Vergleich der deutschen Telenovelas nach Inhalt, Darstellung und Charakteren
8.2.1 Hauptperson
8.2.2 Handlungsort und Zeit
8.2.3 Darstellung und Anmutung
8.2.4 Außenaufnahmen
8.2.5 Aufbau und Ausstrahlungsrhythmus
8.2.6 Titelsong
8.2.7 Fazit
8.3 Vergleich der deutschen Telenovelas auf der Produktionsseite
8.3.1 Produktionsfirma und Herstellungsort
8.3.2 Besondere Drehbedingungen
8.3.3 Konkurrenzsituation
8.3.4 Planungsstrategien der Sender
8.3.5 Rolle der Werbung
8.3.6 Fazit
8.4 Vergleich der deutschen Telenovelas auf der Rezeptionsseite
8.4.1 Einschaltquoten zu Beginn und im weiteren Verlauf
8.4.2 Zusammensetzung der Zuschauer nach Alter und Geschlecht
8.4.3 Demografische Merkmale der Zuschauer
8.4.4 Fazit
8.5 Deutsche Telenovelas als Unterhaltungsformat im öffentlich-rechtlichen und privaten Fernsehen
8.6 Die Zukunft der deutschen Telenovelas
Die vorliegende Arbeit untersucht den plötzlichen Erfolg des Telenovela-Formats in Deutschland und analysiert dabei die Unterschiede sowie Gemeinsamkeiten zwischen den Produktionen öffentlich-rechtlicher und privater Fernsehsender. Zentral ist die Frage, woraus sich die hohe Publikumsakzeptanz speist und inwiefern sich die Telenovelas als neues Format im deutschen Fernsehen etablieren können.
3.1 Themen in einer Telenovela
Eine erste thematische Besonderheit der Telenovelas besteht darin, dass die Autoren nur sehr selten eigene Geschichten erfinden. Meist greifen sie auf bereits bewährte und erfolgreiche Geschichten zurück, deren Ursprung vor allem im Feuilletonroman und im Melodrama sowie auch im Märchen liegt. Dennoch lässt sich das Format Telenovela nicht ausschließlich auf etablierte und traditionelle Erzählformen reduzieren. Wichtige Merkmale für Telenovelas, v.a. auch im deutschen Fernsehen, sind Aktualität und Alltäglichkeit. Die Geschichten stehen stets in Bezug zu den Alltagserfahrungen und zeichnen sich durch die Verwendung aktueller Sprache sowie die Darstellung aktueller Themen und Lebenswelten aus.
In Bezug auf den thematischen Rahmen legt Marta Maria Klagsbrunn die sogenannten „Goldenen Regeln des Genres“ fest: Es ist die Geschichte von einem Mann und einer Frau, die sich ineinander verlieben. Um diese Liebe zu verwirklichen, müssen viele Hindernisse überwunden werden. Die Hauptpersonen gehören meist zwei ökonomisch und sozial grundsätzlich verschiedenen Familien an: die eine ist reich, die andere arm. Die Familien bilden den Kern von entsprechenden sozialen Kreisen, mit Verwandten, Freunden, Nachbarn, Hausangestellten usw. Eine der Hauptfiguren kämpft darum, ein Geheimnis aufzudecken, fast immer eine Enträtselung um die eigenen Eltern oder z.B. auch darum, den Schuldigen für den Ruin der Familie zu entlarven. Zwei Männer konkurrieren um die Liebe einer Frau oder zwei Frauen um die eines Mannes. Das Ganze entwickelt sich in einer Fülle von Missverständnissen, unerwarteten Geschehnissen, Intrigen und Machenschaften.
1. Einleitung: Diese Einleitung erläutert die Ausgangssituation des Telenovela-Booms in Deutschland und definiert die zentralen Fragestellungen der wissenschaftlichen Hausarbeit.
2. Die Telenovela: Das Kapitel liefert eine Definition des Formats und beleuchtet die historische Entwicklung in den lateinamerikanischen Herkunftsländern Mexiko und Brasilien.
3. Themen, Figuren und Aufbau: Hier werden die charakteristischen inhaltlichen Vorgaben, die Rollenkonstellationen sowie die dramaturgische Drei-Akt-Struktur einer Telenovela beschrieben.
4. Einordnung und Abgrenzung zu anderen Formaten: Dieses Kapitel vergleicht die Telenovela mit verwandten Formaten wie dem Feuilleton, dem Märchen, dem Melodrama und insbesondere der Soap Opera.
5. Telenovelas im deutschen Fernsehen: Es folgt eine Bestandsaufnahme der Telenovela-Exporte aus Lateinamerika und eine detaillierte Vorstellung der deutschen Produktionen von Bianca bis hin zu Leben für die Liebe.
6. Die Produktionsseite: Das Kapitel untersucht die Bedingungen auf dem deutschen Fernsehmarkt, die Produktionsroutinen der verschiedenen Anstalten sowie deren Programmplanungsstrategien.
7. Die Rezeptionsseite: Hier steht die Analyse der Einschaltquoten, die Untersuchung des Publikums nach demografischen Merkmalen sowie eine Reflexion über die Faszination am Genre im Fokus.
8. Fazit und Diskussion: Abschließend werden die Ergebnisse der Arbeit zusammengeführt, Senderstrategien verglichen und ein Ausblick auf die Zukunft des Genres in Deutschland gegeben.
Telenovela, deutsche Telenovelas, Fernsehformat, Zuschauerzahlen, Einschaltquoten, Programmplanung, Produktionsseite, Rezeptionsseite, Genre, Familienserie, Bianca – Wege zum Glück, Verliebt in Berlin, Sturm der Liebe, Julia – Wege zum Glück, Sophie – Braut wider Willen.
Die Arbeit analysiert das Phänomen der deutschen Telenovela als neues Unterhaltungsformat, das sich nach dem Erfolg des Vorreiters Bianca – Wege zum Glück rasant im deutschen Fernsehprogramm entwickelt hat.
Die Untersuchung umfasst die inhaltlichen und strukturellen Grundlagen des Formats, die Produktionsbedingungen in Deutschland im Vergleich zu Lateinamerika, die Programmplatzierung durch die Sender sowie die Rezeption beim deutschen Publikum.
Das Ziel ist es, die Ursachen für den plötzlichen Telenovela-Boom in Deutschland zu ergründen und aufzuzeigen, wie öffentlich-rechtliche und private Sender das Format strategisch nutzen.
Die Autorin stützt sich auf eine Kombination aus bestehender Literatur zu lateinamerikanischen Vorbildern, Fachpublikationen, Zeitungsartikeln sowie eigenen Beobachtungen und Analysen von Sendeplänen und Einschaltquoten.
Der Hauptteil gliedert sich in eine theoretische Einordnung, eine Bestandsaufnahme deutscher Produktionen, eine Analyse der Produktionsroutinen sowie eine detaillierte Untersuchung der Rezeptionsseite und der Programmplanungsstrategien.
Zentrale Begriffe sind Telenovela, Einschaltquoten, Programmplanung, Produktionsbedingungen, Senderstrategien und Faszination am Genre.
Die Arbeit verdeutlicht, dass die Erfolgsunterschiede maßgeblich auf die Sendezeit, die damit verbundene Zielgruppenansprache, die Konkurrenzsituation im Programm sowie auf das jeweilige Senderprofil (öffentlich-rechtlich vs. privat) zurückzuführen sind.
Die Platzierung am Nachmittag spricht primär Hausfrauen und ältere Zielgruppen an, während eine Platzierung in der Vorabend-Prime-Time, wie bei Verliebt in Berlin, eine deutlich jüngere und werberelevantere Zielgruppe erreicht.
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