Diplomarbeit, 2006
49 Seiten, Note: 2,0
1 Einleitung
2 Theoretische Grundlagen
2.1 Begriffsbestimmungen
2.2 Das Selbstkonzept
2.2.1 Überblick
2.2.2 Selbstkonzept
2.2.3 Einfluss auf die Persönlichkeit
2.2.4 Einfluss auf die Gesundheit
2.2.5 Geschlechtsspezifität
2.2.6 Aufbau und Modellvorstellung
2.2.6.1 Das Modell nach Shavelson et al.
2.2.6.1.1 Aufbau
2.2.6.1.2 Struktur
2.2.6.1.3 Eigenschaften
2.2.6.1.4 Genese
2.2.6.1.5 Evaluation
2.2.6.1.6 Kritik
2.2.7 Beeinflussende Variablen und Moderatoren
2.3 Das Körperkonzept als Teildimension des Selbstkonzeptes
2.4 Selbstkonzept und Sport
2.4.1 Aktueller Forschungsstand
2.4.2 Sport und Persönlichkeit
2.4.3 Sport und Selbstkonzeptentwicklung
2.4.3.1 Sonstroems & Morgans EXSEM-Modell
2.4.4 Selbstkonzept im Kindesalter
3 SV Pfefferwerk e.V.
4 Studie
4.1 Fragestellung und Hypothesen
4.2 Methodik
4.2.1 Probanden
4.2.2 Untersuchungsdesign
4.2.3 Das Frankfurter-Kinder-Selbstkonzeptinventar
4.2.3.1 Gütekriterien
4.2.3.2 Bisherige Untersuchungen
4.3 Durchführung
4.4 Auswertungen
5 Diskussion
6 Zusammenfassung und Ausblick
Die vorliegende Arbeit untersucht den Einfluss von sportlicher Betätigung auf die psychische Entwicklung von Kindern im frühen Kindesalter, insbesondere auf das Konstrukt des Selbstkonzepts. Die zentrale Forschungsfrage befasst sich damit, inwieweit unterschiedliche Sportarten bzw. Sportformen eine differenzierte Ausprägung des Selbstkonzepts begünstigen können.
2.2.6.1.3 Eigenschaften
Dieses Modellkonzept weist folgende sieben Merkmale auf (Stiller & Alfermann, 2005, S. 120f):
(1) Es ist strukturiert, d.h. eingehende Informationen werden von Personen kategorisiert und in Beziehung gesetzt.
(2) Es ist multidimensional, d.h. es existieren die oben genannten Subdimensionen.
(3) Es ist hierarchisch, d.h. es ist so organisiert, dass spezifische Informationen von der obersten zur untersten Ebene abgebildet werden können.
(4) Es ist stabil, d.h. Veränderungen sind eher auf der untersten Ebene möglich, der globale Selbstwert ist relativ beständig.
(5) Es ist entwickelbar, d.h. mit zunehmendem Alter (spez. bis zur Adoleszenz) bilden sich die einzelnen Unterkategorien und Subdimensionen heraus.6
(6) Es ist beschreibend und zugleich bewertend.
(7) Es ist zwischen anderen Dimensionen diskriminierend, d.h. beispielsweise, dass akademische Leistungen eher dem akademischen Selbstkonzept zugeordnet und weniger mit sozialen oder emotionalen Komponenten in Verbindung gebracht werden.
1 Einleitung: Diese Einleitung stellt die Motivation des Autors dar, die Bedeutung des Sports für die kindliche Entwicklung wissenschaftlich zu beleuchten und führt in das Konstrukt des Selbstkonzepts ein.
2 Theoretische Grundlagen: Dieses Kapitel bietet einen Literaturüberblick über das Selbstkonzept, diskutiert dessen Definitionen, Modelle sowie den Einfluss von Sport und Körperkonzept auf die kindliche Persönlichkeit.
3 SV Pfefferwerk e.V.: Hier wird der Untersuchungsort, ein Berliner Breitensportverein, vorgestellt, dessen Leitbild und sportliches Angebot den Rahmen für die empirische Studie bilden.
4 Studie: Dieses Kapitel beschreibt die methodische Vorgehensweise der empirischen Untersuchung, inklusive der Probandenbeschreibung, des eingesetzten Frankfurter-Kinder-Selbstkonzeptinventars und der statistischen Auswertung.
5 Diskussion: In diesem Teil werden die statistischen Ergebnisse der Studie kritisch hinterfragt, Limitationen des Studiendesigns erörtert und die Bedeutung der Ergebnisse in Bezug auf das Modell des Selbstkonzepts diskutiert.
6 Zusammenfassung und Ausblick: Das abschließende Kapitel resümiert die Studienergebnisse und fordert für zukünftige Forschungen einen prozessorientierten Ansatz sowie längsschnittliche Studien zur tieferen Untersuchung der kindlichen Entwicklung.
Selbstkonzept, Kindesalter, Sportwissenschaft, Körperkonzept, Sportpsychologie, Frankfurter-Kinder-Selbstkonzeptinventar, Persönlichkeitsentwicklung, Salutogenesemodell, Psychomotorik, empirische Studie, Fußball, Bewegung Integrale, Selbstwertgefühl, Entwicklungspsychologie, Kindersport
Die Arbeit untersucht den Einfluss von regelmäßiger sportlicher Aktivität auf das Selbstkonzept von Kindern im Alter von 4 bis 6 Jahren.
Im Zentrum stehen die psychologischen Konstrukte des Selbstkonzepts und Körperkonzepts sowie deren Entwicklung unter dem Einfluss von körperlicher Bewegung und Sport.
Das primäre Ziel ist es, auf Basis einer Querschnittsuntersuchung zu ergründen, ob verschiedene Sportarten (wie Fußball vs. integratives Turnen) unterschiedlich stark auf die Ausprägung des Selbstkonzepts bei Kleinkindern wirken.
Der Autor führt eine quantitative Querschnittsstudie durch und nutzt den „Frankfurter-Kinder-Selbstkonzeptinventar“ (FKSI), um Daten von 31 Probanden zu erheben und statistisch mittels T-Tests auszuwerten.
Der Hauptteil gliedert sich in eine umfassende theoretische Fundierung zu Selbst- und Körperkonzeptmodellen (insb. nach Shavelson et al.) und die detaillierte Darstellung der empirischen Studie beim SV Pfefferwerk e.V.
Wichtige Schlagworte sind Selbstkonzept, Kindesalter, Sportpsychologie, körperliche Effizienz und empirische Diagnostik.
Das Körperkonzept wird als entscheidende Teildimension des allgemeinen Selbstkonzepts betrachtet, die besonders im Kindesalter durch sportliche Erfolgs- und Kompetenzerfahrungen beeinflussbar ist.
Die Studie konnte die Hypothese stützen, dass in der untersuchten Altersgruppe der 4-6-Jährigen keine signifikanten Unterschiede im Selbstkonzept zwischen Mädchen und Jungen in der freien Sportgruppe bestehen.
Der Verein wird als Modell für einen integrativen Breitensportverein genutzt, der durch seine diversen Sportabteilungen und seinen pädagogischen Fokus eine ideale Vergleichsbasis für die Untersuchung bietet.
Er sieht den Fragebogen als innovatives, diagnostisches Instrument für Kleinkinder, kritisiert jedoch die hohe Item-Anzahl und die Herausforderungen bei der Durchführung mit 4-jährigen Kindern.
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