Magisterarbeit, 2005
107 Seiten, Note: 2,7
Didaktik für das Fach Deutsch - Deutsch als Fremdsprache, DaF
Vorwort
1 Ziel, Inhalt, Methoden
1.1 Ziel der Magisterarbeit
1.2 Inhaltliche Schwerpunkte der Arbeit
1.3 Methoden der Untersuchung
1.4 Hypothesen
2 Theoretische Grundlagen zur Entwicklung der Fertigkeit Schreiben im Fremdsprachenunterricht
2.1 Theoretische Ausgangspositionen für textsortengeleitetes Schreiben
2.2 Aktueller Forschungsstand: Schreiben als eine fremdsprachliche Fertigkeit
3 Modelle für den schriftlichen Produktionsprozess
3.1 Muttersprachliche Modelle zum Schreiben
3.2 Fremdsprachliche Modelle zum Schreiben
3.3 Modelle des wissenschaftlichen Schreibens
3.3.1 Vier-Phasenmodell des wissenschaftlichen Schreibens
3.3.2 Komplexes Modell des wissenschaftlichen Schreibens
3.4 Kulturelle Aspekte von Textsorten
4 Anforderungen an eine wissenschaftliche Belegarbeit
4.1 Allgemeine Anforderungen an eine wissenschaftliche Belegarbeit
4.2 Spezielle Anforderungen an eine wissenschaftliche Belegarbeit im germanistischen Studium des Deutschen als Fremdsprache
4.3 Spezielle Teilanforderung im Deutschen als Fremdsprache-Studium: Vom Referieren zum Kommentieren
5 Kriterien für die Auswertung wissenschaftlicher Belegarbeiten osteuropäischer Studenten
5.1 Kriterien für die Begutachtung der sprachkommunikativen Behandlung des Themas in den wissenschaftlichen Belegarbeiten
5.2 Kriterien zur Begutachtung der Formebene
6 Auswertung der wissenschaftlichen Belegarbeiten osteuropäischer Germanistikstudenten
6.1 Sprachkommunikative Behandlung des Themas der zehn wissenschaftlichen Belegarbeiten
Arbeit I:
Arbeit II:
Arbeit III:
Arbeit IV:
Arbeit V:
Arbeit VI:
Arbeit VII:
Arbeit VIII:
Arbeit IX:
Arbeit X:
6.2 Überblick der Auswertung der zehn wissenschaftlichen Belegarbeiten
6.3 Formebene der wissenschaftlichen Belegarbeiten der zehn osteuropäischen Germanisten
7 Auswertung der Fragebögen der osteuropäischen Lektoren
7.1 Analyseergebnisse der Fragebögen
8 Zusammenfassung der Analyseergebnisse unter dem Aspekt einer tutoriellen Betreuung ausländischer Teilzeitstudierenden an der TU Dresden
9 Schlussbemerkungen
Die Arbeit untersucht das "textsortengeleitete Schreiben" von wissenschaftlichen Belegarbeiten im Germanistikstudium durch osteuropäische Studierende an der TU Dresden. Ziel ist es, Defizite in der Textproduktion zu identifizieren und den Bedarf an systematischer, tutorieller Begleitung aufzuzeigen, um den Studierenden die in Deutschland üblichen Standards zu vermitteln.
Die Bedeutung der Schreibdidaktik
In den letzten zwanzig Jahren hat sich der Blick der Forscher verstärkt auf den Textproduktionsprozess gerichtet. Insbesondere durch die Schreibdidaktik, die lange Zeit ihre didaktischen Maßnahmen auf der Basis der Ergebnisse der Schreibproduktforschung konzipierte, ist jetzt der Textentstehungsprozess bei den Forschern auf großes Interesse gestoßen.
Es besteht keine lineare Beziehung zwischen Schreibprozessen und Schreibprodukten. Das heißt: die Produkte sagen gar nichts oder wenig darüber aus, welche Prozesse ihnen jeweils vorausgegangen sind. Dabei werden nicht Schrittfolgen für das Verfassen gut gelungener Texte gesucht, sondern es wird vielmehr nach den Einflussfaktoren gefragt, die das Schreiben als einen komplexen Sprachhandlungsprozess determinieren.
Eine Erkenntnis ist, dass ein Schreibprozess aus Planungsphasen, Ausführungsphasen und Revisionsphasen besteht, die jedoch nicht in einer chronologischen Anordnung zueinander stehen, sondern unmittelbar miteinander zusammenhängen. Festzustellen ist jedoch auch, dass, obwohl der Akzent eher auf dem Schreibprozess als auf den Schreibprodukten liegt, die Auseinandersetzung mit den Schreibprodukten für Schreibforschung und Schreibförderung insbesondere im Bereich des akademischen Schreibens zentral bleibt und aus Überlegungen zum Schreibprozeß nicht ausgeklammert werden kann.
1 Ziel, Inhalt, Methoden: Einleitung in die Problematik, Vorstellung der Forschungsziele, Hypothesen und der gewählten qualitativen Inhaltsanalyse.
2 Theoretische Grundlagen zur Entwicklung der Fertigkeit Schreiben im Fremdsprachenunterricht: Erörterung der theoretischen Ausgangspositionen sowie der Bedeutung des Schreibens als fremdsprachliche Fertigkeit.
3 Modelle für den schriftlichen Produktionsprozess: Skizzierung muttersprachlicher und fremdsprachlicher Schreibmodelle sowie deren Bedeutung für wissenschaftliche Texte.
4 Anforderungen an eine wissenschaftliche Belegarbeit: Darstellung allgemeiner und studienfachspezifischer Anforderungen an wissenschaftliche Texte im DaF-Kontext.
5 Kriterien für die Auswertung wissenschaftlicher Belegarbeiten osteuropäischer Studenten: Ableitung und Erläuterung der Kriterien zur Analyse der studentischen Arbeiten.
6 Auswertung der wissenschaftlichen Belegarbeiten osteuropäischer Germanistikstudenten: Empirische Untersuchung von zehn ausgewählten Belegarbeiten hinsichtlich formaler und inhaltlicher Kriterien.
7 Auswertung der Fragebögen der osteuropäischen Lektoren: Analyse der Dozenteneinschätzungen zur Schreibkompetenz und Betreuungssituation.
8 Zusammenfassung der Analyseergebnisse unter dem Aspekt einer tutoriellen Betreuung ausländischer Teilzeitstudierenden an der TU Dresden: Synthese der Befunde und Formulierung von Empfehlungen für eine bessere tutorielle Betreuung.
9 Schlussbemerkungen: Zusammenfassender Rückblick und Überprüfung der zu Beginn aufgestellten Hypothesen.
Textsorte, wissenschaftliche Belegarbeit, Deutsch als Fremdsprache, Schreibdidaktik, Schreibprozess, studentische Forschung, tutorielle Begleitung, qualitative Inhaltsanalyse, fremdsprachliche Fertigkeit, Hochschuldidaktik, Schreibkompetenz, Osteuropa, Germanistikstudium, akademisches Schreiben.
Die Arbeit analysiert das Schreiben wissenschaftlicher Belegarbeiten durch osteuropäische Germanistikstudierende und untersucht, inwiefern sie den akademischen Anforderungen in Deutschland entsprechen.
Die Themenfelder umfassen Schreibdidaktik im Bereich Deutsch als Fremdsprache, Modellierung von Schreibprozessen, formale Kriterien für wissenschaftliche Hausarbeiten und die tutorielle Betreuung.
Das Ziel ist die Identifizierung von Defiziten bei osteuropäischen Studierenden, um daraus fundierte Empfehlungen für tutorielle Unterstützungsangebote an der TU Dresden abzuleiten.
Die Autorin nutzt die qualitative Inhaltsanalyse zur Untersuchung von zehn konkreten studentischen Belegarbeiten sowie eine schriftliche Befragung osteuropäischer Lektoren mittels Fragebögen.
Der Hauptteil gliedert sich in eine theoretische Fundierung zu Schreibmodellen und Anforderungen an Belegarbeiten sowie einen empirischen Teil, der die Auswertung von studentischen Arbeiten und Dozenten-Fragebögen enthält.
Zentrale Begriffe sind Textsorte, wissenschaftliche Belegarbeit, Schreibdidaktik, tutorielle Begleitung, Schreibprozess und akademisches Schreiben.
Die Arbeit zeigt, dass diese Studierenden in ihren Heimatländern häufig andere Betreuungsintensitäten und andere Standards für wissenschaftliches Arbeiten gewohnt sind, was zu Defiziten bei Zitierweisen und der eigenständigen Themenfindung führt.
Es wird als zentrale, aber oft mangelhaft umgesetzte Teilanforderung im Germanistikstudium identifiziert, bei der Studierende sowohl fremde Quellen korrekt einbinden als auch eine eigene, rationale Position dazu formulieren müssen.
Die Autorin empfiehlt die Einführung systematischer Schreibkurse für Studierende sowie eine verstärkte tutorielle Begleitung, um die Lehrkräfte zu entlasten und die Qualität studentischer Arbeiten zu sichern.
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