Diplomarbeit, 2006
124 Seiten, Note: 1,3
1. Einleitung
2. Die Sozialpädagogische Familienhilfe
2.1 Historische Aspekte
2.2 Rechtliche Aspekte
2.3 Arbeitsansätze
2.4 Zielgruppen
2.5 Ausschlusskriterien und Mindestanforderungen
3. Multiproblemfamilien
3.1 Problemlagen und Familienstrukturen
3.2 Auswirkungen auf die Kinder
3.3 Zugangsproblematik und Helferperspektive
4. Perspektivwechsel
5. Das Resilienzkonzept
5.1 Risikofaktoren
5.2 Schutzfaktoren
5.3 Wirkprozesse von Risiko- und Schutzfaktoren
6. Bedeutung der Resilienzforschung für das pädagogische Handeln
6.1 Neue Forschungsergebnisse stellen alte Erkenntnisse in Frage
6.2 Ebenen der Resilienzförderung
6.3 Ansatzpunkte einer Resilienzförderung in der Familie
6.3.1 Ressourcenorientierung
6.3.2 Empowerment
6.3.3 Netzwerkarbeit
6.3.4 Exkurs: Die besondere Bedeutung des Kohärenzgefühls
6.3.5 Das Helferverhalten
7. Schlussfolgerungen
Die Arbeit untersucht, wie das Konzept der Resilienz genutzt werden kann, um die Arbeit der Sozialpädagogischen Familienhilfe (SPFH) mit Multiproblemfamilien konstruktiver und ressourcenorientierter zu gestalten, anstatt sich rein auf eine defizitorientierte Betrachtung zu konzentrieren.
3.1 Problemlagen und Familienstrukturen
Der folgende Abschnitt widmet sich den dauerhaften Belastungssituationen in Multiproblemfamilien. Zunächst kommt es zu einer genauen Beschreibung der Lebensbedingungen unter chronischer Armut. Anschließend werden die Familienstrukturen erläutert.
Ein wichtiger Aspekt der Beachtung in der Arbeit mit Multiproblemfamilien finden sollte, ist Armut und damit Unterversorgung in zentralen Bereichen (vgl. Problemlagen und Familienstrukturen → Kap. 3.).
Es kann zwischen absoluter und relativer Armut unterschieden werden. Während absolute Armut das Fehlen der überlebensnotwendigen Grundlagen wie Nahrung, Kleidung oder Wohnraum bezeichnet, verweist die relative Armut auf eine soziale Benachteiligung im Vergleich zum mittleren Lebensstandard der übrigen Bevölkerung. Wird in Deutschland von Armut gesprochen, so ist die relative Armut gemeint. Zu ihrer Abgrenzung werden verschiedene Wege vorgeschlagen, die sich entweder am Einkommen, dem als notwendig erachteten Lebensstandard, der Versorgung in zentralen Lebensbereichen oder an politisch-normativen Vorgaben orientieren.
1. Einleitung: Die Arbeit beleuchtet die Möglichkeiten der Resilienzförderung in der SPFH und erläutert die Beweggründe der Autorin sowie den Aufbau der Diplomarbeit.
2. Die Sozialpädagogische Familienhilfe: Dieses Kapitel beschreibt die historische Entwicklung, die rechtliche Verankerung und die Arbeitsweise der SPFH sowie die Kriterien für ihre Zielgruppe.
3. Multiproblemfamilien: Hier werden die komplexen Lebensbedingungen, die Problemlagen und die Auswirkungen auf Kinder sowie die Schwierigkeiten in der Helfer-Klienten-Beziehung analysiert.
4. Perspektivwechsel: Dieses Kapitel führt die Theorien der Salutogenese und der Resilienzforschung als neue theoretische Basis für die Soziale Arbeit ein.
5. Das Resilienzkonzept: Es erfolgt eine Definition von Resilienz, eine Analyse von Risiko- und Schutzfaktoren sowie eine kritische Auseinandersetzung mit der Forschung zur Wirkungsweise dieser Faktoren.
6. Bedeutung der Resilienzforschung für das pädagogische Handeln: Dieses zentrale Kapitel überträgt die Erkenntnisse der Resilienzforschung auf konkrete Arbeitsansätze wie Ressourcenorientierung, Empowerment, Netzwerkarbeit und das professionelle Helferverhalten.
7. Schlussfolgerungen: Die Ergebnisse werden zusammengefasst und betonen die Notwendigkeit, trotz struktureller Grenzen Potenziale in der Familie zu aktivieren.
Resilienz, Multiproblemfamilien, Sozialpädagogische Familienhilfe, Salutogenese, Schutzfaktoren, Risikofaktoren, Empowerment, Ressourcenorientierung, Netzwerkarbeit, Kindeswohl, Armut, Belastungsfaktoren, Entwicklungspsychologie, Hilfe zur Erziehung, Selbstwirksamkeit.
Die Arbeit untersucht, wie das Konzept der Resilienz genutzt werden kann, um Familien in schwierigen Lebenslagen effektiv zu unterstützen und die Arbeit der SPFH zu verbessern.
Zentrale Themen sind die Lebensbedingungen von Multiproblemfamilien, der Perspektivwechsel von der Defizitorientierung zur Resilienz sowie methodische Ansätze wie Empowerment.
Das Ziel ist aufzuzeigen, wie sozialpädagogische Fachkräfte durch einen Fokus auf Stärken und Schutzfaktoren Widerstandsfähigkeit bei Eltern und Kindern fördern können.
Die Arbeit basiert primär auf dem Resilienzkonzept, der Salutogenese-Theorie nach Antonovsky und dem ökologischen Systemansatz nach Bronfenbrenner.
Der Hauptteil analysiert die Lebensrealität von Multiproblemfamilien, das Resilienzkonzept und wie konkrete Arbeitsprinzipien wie Netzwerkarbeit praktisch angewendet werden.
Schlüsselbegriffe sind Resilienz, Multiproblemfamilien, SPFH, Ressourcenorientierung, Empowerment und Schutzfaktoren.
Viele betroffene Familien haben Hemmschwellen gegenüber klassischen Beratungsangeboten (Komm-Struktur); die aufsuchende Hilfe senkt diese Barrieren und ermöglicht den Kontakt in der vertrauten Lebenswelt.
Es beschreibt die Gefahr, dass Familien durch das System der Hilfe entwertet werden können und ihre Eigenkompetenzen verlieren, was durch Empowerment-Ansätze verhindert werden soll.
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