Diplomarbeit, 2006
141 Seiten, Note: 1,3
1. Einführung
1.1 Inhalt der Problemstellung
1.2 Die wichtigsten Zielsetzungen der Arbeit
1.3 Methodik und Aufbau der Arbeit
2. Besonderheiten der Immobilie, ihres Marktes und ihrer Teilnehmer
2.1 Die Immobilie
2.2 Der Immobilienmarkt
2.3 Teilnehmer des Immobilienmarktes
2.3.1 Nachfrager auf dem Immobilienmarkt
2.3.2 Anbieter auf dem Immobilienmarkt
3. Immobilienmarketing
3.1 Immobilienmarketingverständnis im Wandel der Zeit
3.2 Das strategische Immobilienmarketing
3.2.1 Strategie als „moderne“ Entwicklungsstufe des Marketings
3.2.2 Ablauf des strategischen Marketings
3.3 Entwicklungsstand des Immobilienmarketings
4. Das Passivhaus – eine Innovation für nachhaltiges Bauen
4.1 Auf dem Weg zu einer neuen Immobilienphilosophie
4.2 Die Funktionsweise des Passivhauses
4.3 Hervorzuhebende Nutzenaspekte des Passivhauses
4.3.1 Der ökologische Nutzen
4.3.2 Der ökonomische Nutzen
4.3.3 Der gesundheitsbezogen Nutzenaspekt
4.4 Marktdiffusion des Passivhauses
4.4.1 Der Innovationsentscheidungsprozess
4.4.2 Einflussgrößen der “Rate of Adaption”
4.4.3 Der Ausbreitungsprozess der Innovation Passivhaus
5. Analyse des Hausbaumarktes
5.1 Das volkswirtschaftliche Umfeld des Immobilienmarktes
5.1.1 Vermögensstruktur
5.1.2 Verfügbares Einkommen und Sparquote
5.1.3 Kreditmöglichkeiten
5.2 Demographische Trends
5.3 Quantitative Marktentwicklung im Bausektor
5.3.1 Immobilieninvestitionen
5.3.2 Entwicklung der Baupreise
5.3.3 Wohnungsbaufertigstellungen
5.3.4 Fertigstellungen nach Gebäudearten
5.4 Aktuelle Situation des Hausbaumarktes
5.4.1 Marktpotential und Marktvolumen
5.4.2 Die Zielgruppe
5.5 Neubaubedarf bis 2010
5.6 Passivhausbestand in Deutschland
6. Der Kaufentscheidungsprozess
7. Primärstudie zum Passivhaus
7.1 Zielsetzung und Gegenstand der Studie
7.2 Methodik der Datenerhebung
7.3 Ergebniszusammenfassung
7.3.1 Informationsgrad der Befragten
7.3.2 Informationsquellen
7.3.3 Mehr- und Minderkosten
7.3.4 Kaufentscheidungsfaktoren
7.3.5 Werbewirkungseffizienz
8. Das Kommunikationskonzept
8.1 Grundlagen der Kommunikationspolitik
8.2 Neue Trends in der Kommunikationspolitik
8.3 Schritte zur Auswahl der effektivsten Instrumente
8.3.1 Das Kommunikationsbudget
8.3.2 Geographische Merkmale der Zielgruppe
8.3.1 Inhalte der Kommunikation
8.4 Relevante Instrumente der Kommunikationspolitik
8.4.1 Werbung für Immobilien
8.4.1.1 Printmedien
8.4.1.2 Außenwerbung
8.4.1.3 Internetmarketing
8.4.2 Public Relations
8.4.3 Messe
8.4.4 Eventmarketing
8.4.5 Direktmarketing
9. Schlussbetrachtung
Die vorliegende Arbeit verfolgt das Ziel, ein effektives Kommunikationskonzept für die Markteinführung von Passivhäusern zu entwickeln, um das Konzept aus der ökologischen Nische in den breiten Massenmarkt zu überführen. Dabei steht die Forschungsfrage im Mittelpunkt, welche Nutzenbotschaften und Kommunikationsinstrumente am besten geeignet sind, um die spezifischen Informationsbedürfnisse potenzieller Käufer zu adressieren und bestehende Vorurteile gegenüber innovativen Wohnformen abzubauen.
Die Funktionsweise des Passivhauses
Wenn man noch einmal den bereits in der Einführung zitierten Satz „...ein Haus, modern, behaglich, im Winter warm, im Sommer kühl, viel Licht und Sonne und immer frische Luft? – ja klar doch, ein Passivhaus...“ aufgreift, fällt dort ein Begriff, der für einen Großteil der Bevölkerung und damit auch für viele potentielle Hausbauer fremd ist: das Passivhaus
Es ist nicht möglich, hier die gebräuchliche Floskel „wie der Name Passivhaus schon sagt“ zu gebrauchen, da sich aus der Namensgebung nicht die Funktionsweise des Hauses ableiten lässt.
Wie bereits erwähnt, verbindet das Passivhaus Wohnkomfort mit niedrigem Energieverbrauch wie kein anderes Haus und erhält damit eine Sonderrolle im Markt. Es handelt sich um die konsequente Weiterentwicklung des Niedrigenergiehauses, das seit 1985 in Deutschland gebaut wird und durch die Energieeinsparverordnung im Jahre 2002 zum Standard erklärt wurde. Niedrigenergiehäuser zeichnen sich vor allem dadurch aus, dass Wärmeverluste durch Verwendung wärmedämmender Baumaterialien (besser gedämmter Außenwände und wärmeschutzverglaster Fenster) vermieden werden. Nutzer von Niedrigenergiehäusern können bis zu 40% Heizenergie einsparen im Vergleich zu Nutzern von Häusern, die vor Einführung der Energieeinsparverordnung gebaut wurden. Dies führt zu einem nicht unerheblichen Einspareffekt, der aber nicht so groß ist, dass in solchen Häusern auf eine normale Heizungsanlage verzichtet werden kann. Und genau an diese Stelle tritt das Passivhaus als innovatives Haus, das mit einem Bruchteil der konventionellen Energiezufuhr zur Erwärmung des Hauses auskommt. Das Konzept des Passivhauses, welches von Dr. Wolfgang Feist u.a. vor rund vierzehn Jahren entwickelt wurde (Errichtung eines Prototyps in Darmstadt Kranichstein mit vier Wohneinheiten, Fertigstellung Oktober 1991), benötigt im Schnitt nur zwischen 12% und 15% des Energieverbrauchs eines konventionellen Hauses des Baustandards um 1990 respektive rund 75% des Energieverbrauches eines Gebäudes gemäß derzeitigem Baustandard.
1 Einführung: Erläutert die Problemstellung am Immobilienmarkt, definiert die Ziele der Arbeit und gibt einen Überblick über die gewählte Methodik.
2 Besonderheiten der Immobilie, ihres Marktes und ihrer Teilnehmer: Analysiert die Charakteristika von Immobilien als Wirtschaftsgut und die spezifischen Strukturen des Immobilienmarktes.
3 Immobilienmarketing: Definiert den Begriff Immobilienmarketing und beschreibt die Entwicklung vom operativen zum strategischen Ansatz.
4 Das Passivhaus – eine Innovation für nachhaltiges Bauen: Stellt das Passivhaus als innovatives Produkt vor, beleuchtet die Funktionsweise und analysiert die verschiedenen Nutzenaspekte sowie Diffusionsprozesse.
5 Analyse des Hausbaumarktes: Untersucht das volkswirtschaftliche Umfeld und demographische Trends, um Marktpotentiale und Zielgruppen zu identifizieren.
6 Der Kaufentscheidungsprozess: Beschreibt die verschiedenen Phasen, die ein Bauherr auf dem Weg zum Hausbau durchläuft.
7 Primärstudie zum Passivhaus: Dokumentiert die Methodik und die Ergebnisse der Befragung von Immobilienmessebesuchern hinsichtlich ihres Informationsstandes.
8 Das Kommunikationskonzept: Entwickelt konkrete Strategien und wählt relevante Kommunikationsinstrumente für die erfolgreiche Vermarktung aus.
9 Schlussbetrachtung: Fasst die wesentlichen Erkenntnisse zusammen und gibt einen Ausblick auf die zukünftige Marktentwicklung.
Immobilienmarketing, Passivhaus, Kommunikationskonzept, Markteinführung, Immobilienmarkt, Kaufentscheidungsprozess, Energieeffizienz, Baubranche, Zielgruppenanalyse, Primärstudie, Innovationsmanagement, Werbewirkung, Wohnbau, Nachhaltigkeit, Strategisches Marketing.
Die Diplomarbeit befasst sich mit der Entwicklung eines professionellen Kommunikationskonzepts, um Passivhäuser als attraktive Alternative zum Standardhaus auf dem Immobilienmarkt zu positionieren.
Zu den Kernbereichen gehören Immobilienmarketing, die Analyse des Hausbaumarktes, die technologischen Grundlagen und Nutzenvorteile des Passivhauses sowie die psychologischen Aspekte von Kaufentscheidungsprozessen bei Wohnimmobilien.
Ziel ist es, den Marktdurchbruch des Passivhauses zu fördern, indem Informationsdefizite abgebaut und die ökologischen sowie ökonomischen Vorteile klar gegenüber den potenziellen Kunden kommuniziert werden.
Die Arbeit basiert auf einer theoretischen Literaturanalyse sowie einer eigenen empirischen Primärstudie, bei der 51 Messebesucher mittels standardisierter Face-to-Face-Interviews befragt wurden.
Der Hauptteil analysiert das Marktumfeld, definiert Zielgruppen, stellt das Passivhaus-Prinzip vor und bewertet verschiedene Kommunikationsinstrumente wie Werbung, Internetmarketing, PR und Eventmarketing hinsichtlich ihrer Effizienz.
Wichtige Begriffe sind Immobilienmarketing, Passivhaus, Innovationsdiffusion, Kaufentscheidungsprozess und Kommunikationspolitik.
Die Autorin argumentiert, dass ökologische Aspekte für viele Käufer zweitrangig sind. Das Passivhaus muss daher als "Behaglichkeitshaus" mit hohem Wohnkomfort und gesunder Raumluft verkauft werden, statt nur als "Heizungloses Haus", was negative Assoziationen weckt.
Das Defizit führt dazu, dass viele potenzielle Käufer Vorurteile haben (z.B. Angst vor Lüftungsproblemen). Die Arbeit zeigt, dass nur durch gezielte Informationsaufholphasen und Kommunikation der Nutzen greifbar gemacht werden kann.
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