Magisterarbeit, 2006
104 Seiten, Note: 2,5
1. Einleitung
2. Migration
2.1 Eine Definition
2.2 Art und Ursache von Migration
3. Migrantengruppen
3.1 Arbeitsmigranten
3.1.1 Arbeitsmigration bis 1945
3.1.2 Arbeitsmigration nach 1945
3.1.3 Die türkischen Arbeitsmigranten
3.2 Aussiedler
3.2.1 Deutsche in der Sowjetunion
3.2.2 Deutsche in Polen
3.2.3 Deutsche in Rumänien
4. Integration
4.1 Eine Definition
4.2 Integrationstheorien
4.2.1 Integrationstheorien von Gordon und Eisenstadt
4.2.2 Integrationstheorie von Hartmut Esser
4.2.2.1 Die Eingliederung aus Sicht des Wanderers
5. Die Ausländer- und Integrationspolitik Deutschlands
5.1 Die Aufgaben der Ausländerpolitik
5.2 Die Notwendigkeit der Integrationspolitik
5.3 Die Notwendigkeit der Einbürgerung
5.4 Die Geschichte des Ausländergesetzes
5.5 Bestimmungen des Ausländergesetzes bis 2004
5.6 Das Zuwanderungsgesetz
5.6.1 Förderung der Integration
5.6.2 Einbürgerung
5.7 Maßnahmen zur Integration von Migranten
6. Gesetzliche Bestimmungen für Aussiedler
6.1 Gesetzliche Bestimmungen zur Regelung der Aussiedlerzuwanderung
6.2 Das Bundesvertriebenengesetz (BVFG)
6.3 Der Einbürgerungsprozess
6.4 Der Sprachtest
6.5 Die Wohnortzuweisung
7. Voraussetzungen zur Integration seitens der Migranten
7.1 Sprachkenntnisse
7.2 Soziale Beziehungen
7.3 Wohnsituation
7.4 Schulische Bildung
7.5 Berufliche Bildung und Berufstätigkeit
7.6 Bleibeabsicht
8. Fazit
Die vorliegende Arbeit untersucht den Integrationsprozess von Migranten in Deutschland, wobei ein besonderer Schwerpunkt auf dem Vergleich zwischen Arbeitsmigranten (exemplifiziert durch die Gruppe der Türken) und Aussiedlern liegt. Forschungsleitend ist dabei die Frage, inwieweit diese beiden Gruppen erfolgreich integriert sind und welche Rolle politische Rahmenbedingungen sowie individuelle Voraussetzungen wie Sprachkenntnisse und soziale Vernetzung dabei spielen.
3.1.2 Arbeitsmigration nach 1945
Die ersten Zuwanderungsströme nach dem Zweiten Weltkrieg bestanden aus deutschen Flüchtlingen und Vertriebenen. Die Vertreibung der Deutschen aus den ehemalig deutschen Gebieten, können nach Petersen als impelled migration bezeichnet werden Nach der Gründung der beiden deutschen Staaten kamen bis zum Bau der Mauer 3,1 Millionen Deutsche aus Ost- nach Westdeutschland (vgl. Bade und Oltmer 2004: 71).
Schon in den 50er Jahren bestand trotz der großen Zahl an zugewanderten Deutschen ein Mangel an Arbeitskräften. Es begann die Zeit der Gastarbeiter. 1955 schloss die Bundesrepublik Deutschland das erste Anwerbeabkommen mit Italien. Innerhalb von zehn Jahren stieg die Zahl der Ausländer in Deutschland um 257.000 auf 329.000 im Jahre 1960 an. Durch die Verlängerung der Ausbildungszeit, das sinkende Rentenalter und den Babyboom, der die Erwerbsbeteilung der Frauen verringerte, stieg die Nachfrage an ausländischen Arbeitskräften. Der wichtigste Faktor für eine zunehmende Zuwanderung war jedoch das sogenannte „Wirtschaftswunder“ (vgl. Münz et al. 1997: 36f).
1. Einleitung: Die Einleitung führt in die Problematik der Migration und Integration in Deutschland ein, definiert die zentralen Begriffe und stellt die Vergleichsgruppen (Arbeitsmigranten und Aussiedler) vor.
2. Migration: In diesem Kapitel werden grundlegende Definitionen von Migration erarbeitet und Theorien zu den Ursachen und Formen von Wanderungsbewegungen dargestellt.
3. Migrantengruppen: Das Kapitel bietet eine detaillierte historische Betrachtung der Arbeitsmigration und der Aussiedlergruppen aus verschiedenen osteuropäischen Staaten.
4. Integration: Hier erfolgt eine theoretische Auseinandersetzung mit dem Integrationsbegriff sowie die Vorstellung relevanter Integrationstheorien wie denen von Gordon, Eisenstadt und Esser.
5. Die Ausländer- und Integrationspolitik Deutschlands: Dieses Kapitel analysiert die politische Rahmensetzung, die Geschichte des Ausländergesetzes und aktuelle Instrumente wie das Zuwanderungsgesetz.
6. Gesetzliche Bestimmungen für Aussiedler: Der Fokus liegt hier auf den spezifischen rechtlichen Regelungen für Spätaussiedler, inklusive Einbürgerungsprozessen und Wohnortzuweisungen.
7. Voraussetzungen zur Integration seitens der Migranten: Das Kapitel untersucht empirisch die Faktoren, die für eine erfolgreiche Integration maßgeblich sind, darunter Sprachkenntnisse, soziale Beziehungen, Wohn- und Bildungssituation.
8. Fazit: Das Fazit fasst die Analyseergebnisse zusammen und bewertet die aktuelle Integrationspolitik im Kontext der theoretischen Modelle.
Migration, Integration, Aussiedler, Gastarbeiter, Zuwanderungsgesetz, Akkulturation, Assimilation, Hartmut Esser, Arbeitsmigration, Ausländerpolitik, Sprachkenntnisse, Soziale Integration, Wohnsituation, Identität, Berufsausbildung
Die Arbeit analysiert theoretische und praktische Aspekte der Integration von Migranten in Deutschland unter besonderer Berücksichtigung von Arbeitsmigranten und Aussiedlern.
Die zentralen Themen sind Migrationsursachen, Integrationstheorien, die Entwicklung der deutschen Zuwanderungspolitik sowie die Bedeutung individueller Voraussetzungen wie Sprache und Bildung.
Das Ziel ist es, den Integrationsgrad von Türken und Aussiedlern zu vergleichen und zu prüfen, ob die bisherige deutsche Integrationspolitik erfolgreich agiert.
Es handelt sich um eine theoretisch-analytische Arbeit, die auf Literaturrecherche, der Auswertung soziologischer Integrationstheorien und statistischen Datenanalysen basiert.
Der Hauptteil gliedert sich in die theoretische Definition der Begriffe Migration und Integration, die historische Einordnung der Migrantengruppen, die Darstellung politischer Rahmenbedingungen sowie eine Analyse spezifischer Integrationsfaktoren.
Zu den wichtigsten Begriffen zählen Migration, Integration, Aussiedler, Gastarbeiter, Akkulturation, Assimilation und Zuwanderungsgesetz.
Essers Modell wird herangezogen, weil es die Theorien von Gordon und Eisenstadt systematisiert und den Integrationsprozess als komplexen Lernvorgang beschreibt, der sowohl den Migranten als auch die Aufnahmegesellschaft in die Pflicht nimmt.
Aussiedler verfügen rechtlich über eine besondere Stellung als "Deutsche" mit kulturellen Wurzeln in Deutschland, während Arbeitsmigranten primär als ausländische Fachkräfte eingewandert sind und oft eine andere langfristige Bleibeperspektive hatten.
Das Zuwanderungsgesetz dient als Referenzpunkt für die politische Entwicklung seit 2005, insbesondere im Hinblick auf die Etablierung verpflichtender Integrationskurse als staatliches Steuerungsinstrument.
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