Diplomarbeit, 2000
94 Seiten, Note: 2,0
Medien / Kommunikation - Public Relations, Werbung, Marketing, Social Media
0.1 Einführung
0.2 Konzeption der Arbeit
1. Die menschliche Wahrnehmung
1.1 Individuelle Wahrnehmung eines informationssuchenden Internetnutzers
1.2 Aufmerksamkeit durch Distinktion
2. Beschreibung des Problemfeldes
2.1 Sammelsurium der Information
2.2 Struktur durch Analysen
2.2.1 Umweltanalyse
2.2.2 Unternehmensanalyse und zeitgemäße Modifizierung
2.2.3 Persönliche Analyse
2.3 Spezieller Bezugsrahmen: das Internet als Terrain des Start-up
2.3.1 Systemtheoretische Aspekte
2.3.2 Das Problemfeld
3. Das Team und die Ideen
3.1 brain map
3.2 Zur Idee: ein kurzer Einblick
3.3 Inspiration & Identifikation durch eine Corporate Identity
3.3.1 Corporate Design
3.3.1.1 Probleme während einer Internet-Sitzung
3.3.1.2 Website
3.3.2 Corporate Communication
3.3.3 Corporate Behaviour
3.4 Weitere Besonderheiten im Internet
3.5 Internet vs. traditionelle Medien
4. Planung
4.0 Überlegungen zur Kreation einer geeigneten Strategie
4.0.1 Diffusion
4.0.2 Adoption
4.0.3 Darstellung des Kaufverhaltens bei der Einführung von Innovationen
4.0.4 Nachfragerkategorien
4.0.5 Zeitpunkt für erste Aktivitäten
4.0.6 Dienstleistung als Innovation des Start-up
4.1 Bausteine einer klassischen Marketingkonzeption
4.1.1 Ziel-Ebene
4.1.2 Strategie-Ebene
4.1.3 Marketingmix-Ebene
4.1.4 Neue Möglichkeiten durch Electronic-Marketing-Instrumente
4.2 Problemfeld & Fokus durch Emergenz
4.2.1 Abschließende Bemerkungen
4.2.2 Vision
4.3 Mind map der Mehrwerte
4.4 Grundsätzliches zur Planung einer Kommunikationsstrategie
4.4.1 Positionierungsanalyse & Marktsegmentierung
4.4.1.1 Das Positionierungsmodell
4.4.1.2 Klassische Marktsegmentierung
4.4.2 Sinus-Milieus für Kommunikationspartnerwahl
4.4.3 Basisdaten zur Internetnutzerschaft und Nutzungsverhalten
4.4.4 Bestimmung der Zielgruppen
4.4.4.1 Reale Welt (Offline)
4.4.4.2 Virtuelle Welt (Online)
4.5 Aktion und Kontakt
5. Kommunikationsmaßnahmen für das Start-up
5.1 Reale Welt: Erlebniswelten durch Veranstaltungen
5.1.1 Veranstaltung für die Zielgruppe „Gesellschaftlich Leitmilieus“
5.1.2 Event für die Zielgruppe „Gameboys/Gamegirls“
5.2 Quintessenz des Kommunikationskonzepts von digibee
5.3 Virtuelle Welt oder Wo digibee im Internet auftaucht
5.4 Kosten für die Online- und Offline-Maßnahmen
6. Kontakt
7. Mustererkenung
8. Reflexion und persönliches Resümee
Die Arbeit hat zum Ziel, eine wissenschaftlich fundierte und gleichzeitig in der Praxis anwendbare Marketingkonzeption für ein Internet-Start-up zu entwickeln. Dabei wird der Gründungsprozess ganzheitlich betrachtet, indem sowohl ökonomische als auch psychologische und soziologische Faktoren ("soft facts") in die Strategieplanung integriert werden.
1.1 Individuelle Wahrnehmung eines informationssuchenden Internetnutzers
Der Begriff “Internet“ wird vielfach als Synonym für den Internet-Dienst “World Wide Web“ (WWW) verwendet. Tatsächlich impliziert das Internet aber eine Reihe von Diensten und stellt somit einen Oberbegriff dar. Der Großteil der Aktivitäten im Internet spielt sich in den Hauptdiensten WWW, E-Mail, FTP, Newsgroups und Mailinglists ab. Neben diesen Hauptkategorien gehören weiterhin einige weniger bedeutungsstarke Dienste, wie z.B. Telnet, Archie, Gopher zum Internet. Auf eine tiefergehende Betrachtung dieser Dienste soll hier verzichtet werden, da sie aus marketing- und kommunikationspolitischer Sicht eine zu vernachlässigende Rolle spielen.
Mit dem WWW, das in dieser Arbeit hauptsächlich betrachtet wird, etablierte sich ein System, das zunehmend zum Standardinformations- und Transaktionssystem wird. Als Informationssystem dient es dem Nutzer zur Bereitstellung und zum Abruf von Informationen. Die Informationen können dabei aus Texten, Graphiken, Audios, Videos und Animationen sowie deren Kombination bestehen, weshalb man das WWW auch als „Hypermedia-System“ bezeichnet. Darüber hinaus beinhaltet der Begriff Hypertext das Konzept nicht-linearer Information: durch das Anklicken von herausgehobenen Dokumententeilen kann die Verbindung zu anderen Dokumenten hergestellt werden. Diese Vorgehensweise des Hin- und Herspringens zwischen Dokumenten ist gemeinhin auch als „Surfen im WWW“ bekannt. Das „Surfen“ stellt dabei eine eher unsystematische Suche nach Informationen im WWW dar. Für eine gezielte Suche hingegen, haben sich mit den sog. Suchmaschinen Datenbanken im WWW durchgesetzt, die nach dem Eingeben bestimmter Suchkriterien auf jene Web Dokumente verweisen, welche die jeweilige Thematik behandeln.
Sowohl das „Surfen“ als auch die gezielte „Suche“ verlangen einem im Internet navigierenden Nutzer die folgenden Basisqualifikationen ab:
0.1 Einführung: Die Arbeit beleuchtet die Notwendigkeit einer ganzheitlichen Konzeption für Internet-Start-ups, die über rein ökonomische Aspekte hinausgeht und menschliche Faktoren sowie psychologische Prozesse mit einbezieht.
0.2 Konzeption der Arbeit: Der Aufbau der Arbeit orientiert sich am Lern- und Lösungszyklus, um einen prozessorientierten und für Gründer praktikablen Leitfaden für Unternehmensgründungen zu schaffen.
1. Die menschliche Wahrnehmung: Dieses Kapitel erläutert die physiologischen und psychologischen Grundlagen der Informationsaufnahme und betont die Rolle der Aufmerksamkeit als zentrale Ressource bei der Informationsselektion.
2. Beschreibung des Problemfeldes: Es erfolgt eine ganzheitliche Analyse der Unternehmensumwelt und eine systemtheoretische Betrachtung des Internets, um das Umfeld für ein Start-up transparent und planbar zu machen.
3. Das Team und die Ideen: Die Bedeutung einer heterogenen Teamzusammensetzung sowie die Entwicklung einer Corporate Identity zur langfristigen Identifikation werden hier thematisiert.
4. Planung: Dieses Kapitel bietet die konkrete strategische Planung, unterteilt in Diffusion, Adoptionsprozesse und die klassische Marketingkonzeption (Ziel-, Strategie- und Mix-Ebene).
5. Kommunikationsmaßnahmen für das Start-up: Hier werden praxisnahe Offline- (Veranstaltungen) und Online-Maßnahmen vorgestellt, die darauf abzielen, Synergien zwischen der realen Welt und dem Internet zu schaffen.
6. Kontakt: Das Kapitel beschreibt den direkten Kontakt zu den Nutzern als Feedback-Kanal zur permanenten Verbesserung des Dienstleistungsangebots durch "Gratis-Marktforschung".
7. Mustererkenung: Zusammenführung der Erkenntnisse aus den vorangegangenen Phasen, um Erfolgsmuster für die weitere Unternehmensentwicklung zu destillieren.
8. Reflexion und persönliches Resümee: Ein abschließender Rückblick auf den Weg des Gründungsprozesses, ergänzt durch persönliche Erfahrungen und Inspirationen aus der Internetbranche.
Internet, Start-up, Marketingkonzeption, Wahrnehmung, Distinktion, Gründung, Lern- und Lösungszyklus, Corporate Identity, Diffusion, Adoption, Zielgruppen, Online-Marketing, Event-Marketing, Kommunikation, Mehrwerte
Die Diplomarbeit befasst sich mit der Entwicklung einer ganzheitlichen Marketingkonzeption für ein Internet-Start-up. Sie verbindet klassische betriebswirtschaftliche Ansätze mit einer prozessorientierten "Start-up-Philosophie", die den Menschen in den Mittelpunkt stellt.
Die zentralen Felder sind die Wahrnehmung von Informationen im Internet, das Gründungsmanagement mit Fokus auf Teamdynamik (Corporate Identity), strategische Planung (Diffusion/Adoption) und die Umsetzung von Kommunikationsmaßnahmen.
Ziel ist es, ein prozessorientiertes "Prozessdesign-Handbuch" zu schaffen, das Gründern eine fundierte Orientierungshilfe bietet, um Visionen erfolgreich und nachhaltig in die Praxis umzusetzen.
Die Arbeit nutzt den Lern- und Lösungszyklus als zentrales Prozessmuster. Zudem werden interdisziplinäre Erkenntnisse aus der Systemtheorie, der Persönlichkeitsforschung (Enneagramm) und der Diffusionsforschung angewandt.
Im Hauptteil werden die theoretischen Grundlagen (Wahrnehmung, Problemfeld, Team/Ideen) mit konkreten Planungsschritten (Marketingkonzeption) und praktischen Aktionsmodellen (Online- und Event-Marketing) verknüpft.
Die Arbeit lässt sich durch Begriffe wie Internet-Start-up, Marketingkonzeption, Distinktion, Corporate Identity, Innovationsdiffusion und nutzerzentriertes Kommunikationsmanagement charakterisieren.
Obwohl das Unternehmen als Internet-Dienstleister auftritt, erkennt es, dass Käufe hochwertiger Produkte (wie Elektronik) einen emotionalen Aspekt haben, den das Internet derzeit noch nicht vollständig durch "Haptik" oder sinnliche Erfahrung ersetzen kann.
Die Sinus-Milieus dienen zur präzisen Segmentierung der Zielgruppen über demographische Daten hinaus, indem sie Lebensauffassungen und Wertorientierungen einbeziehen, um die Kommunikationsansprache individuell und passgenau zu gestalten.
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