Diplomarbeit, 2006
140 Seiten, Note: 1,3
1. Einführung
2. Regionalmarketing im Tourismus
2.1 Theoretische Fundierung des Regionalmarketing
2.1.1 Der Begriff „Marketing“
2.1.2 Der Begriff „Region“
2.1.3 Die Übertragung des Marketings auf die Region
2.2 Grundlagen des modernen Tourismus-Marketing
2.3 Ebenen und Träger des Tourismus-Marketing
2.4 Ziele und Zielgruppen des Regionalmarketings im Tourismus
2.5 Marketingkonzepte und Marketingstrategien
2.5.1 Begriff und Inhalt eines Marketingkonzeptes im Tourismus
2.5.2 Entwicklung einer Marketingstrategie im Tourismus
2.5.3 Die endogenen touristischen Potentiale einer Region
2.5.4 Marktsegmentierung und Zielgruppenmarketing
2.6 Marketinginstrumente im Regionalmarketing
2.6.1 Strategische Marketinginstrumente im Tourismus
2.6.1.1 Marken als Positionierungselement
2.6.1.2 Corporate Identity
2.6.2 Operative Marketinginstrumente im Tourismus
2.6.2.1 Produktpolitik
2.6.2.2 Vertriebswegepolitik
2.6.2.3 Kommunikationspolitik
3. Die Regional Marketing GmbH
3.1 Das Netzwerk der Tourismusorganisationen
3.2 Wahl der Rechtsform der Organisation
4. Der Tourismus als Forschungsgegenstand der Geographie
4.1 Der Geschäftsreiseverkehr als besonderes Segment des Tourismus
4.2 Der Kongress- und Tagungstourismus als eigenständiges Tourismussegment
5. Der Kongress- und Tagungstourismus in Deutschland
5.1 Veranstaltungsformen
5.2 Angebotsspezifische Betrachtung des deutschen Kongress- und Tagungsmarktes
5.2.1 Tagungshotels
5.2.2 Kongress- und Veranstaltungszentren
5.2.3 alternative Tagungsstätten
5.3 Nachfragespezifische Betrachtung des deutschen Kongress- und Tagungsmarktes
5.3.1 Das Volumen der Kongress- und Tagungsveranstaltungen
5.3.2 Gesamt- und tourismuswirtschaftliche Bedeutung von Geschäftsreisen
6. Methodischer Rahmen
6.1 Methodenauswahl
6.1.1 Einzelfall- und sekundärstatistische Analyse als Basis für die Untersuchung
6.1.2 Leitfadengespräch mit Experten
6.1.3 Das Leitfadengespräch als Form der qualitativen Sozialforschung
6.2 Durchführung der Erhebung – Datenerfassung und Datenaufbereitung
6.2.1 Die Leitfadeninterviews
6.2.2 Auswahl und Vorstellung der Interviewpartner
6.3 Datenauswertung
7. Tourismus in Bayern
7.1 Die BAYERN TOURISMUS Marketing GmbH
7.2 Das Markenkonzept „GipfelTreffen® – Tagen in Bayern bewegt“
7.2.1 Marketingmaßnahmen
7.2.2 Infrastrukturelle und marketingbezogene Ausstattungskriterien der Region und der Partnerbetriebe von „Gipfeltreffen“
7.2.3 Die Partnerbetriebe von „Gipfeltreffen“
8. Auswertung der Untersuchungsergebnisse
8.1 Bedeutung des Kongress- und Tagungsbereiches im Betrieb
8.2 Eigene Marketingmaßnahmen der Betriebe für den Kongress- und Tagungsbereich
8.2.1 Mitgliedschaft in Dachverbänden
8.2.2 Andere Vertriebskanäle
8.2.2.1 Internetportale und Fachpublikationen
8.2.2.2 Messen
8.2.2.3 Insertionen
8.2.3 sonstige Maßnahmen
8.3 Bewertung des Markenkonzeptes „Gipfeltreffen“
8.3.1 Stärken und Chancen des Markenkonzeptes
8.3.2 Schwächen und Risiken des Markenkonzeptes
8.4 Endogene Vermarktungspotentiale
8.5 SWOT-Matrix
8.6 Diskussion der Forschungsergebnisse
9. Resümee
10. Ausblick
Die Arbeit untersucht die Anwendung von Markenkonzepten im Regionalmarketing, speziell fokussiert auf den Kongress- und Tagungstourismus in Bayern. Ziel ist es, die Grundlagen des touristischen Marketings darzulegen und am Praxisbeispiel des Markenkonzepts „Gipfeltreffen“ der BAYERN TOURISMUS Marketing GmbH zu analysieren, wie touristische Destinationen ihre Wettbewerbsfähigkeit durch professionelle Vermarktung und Profilierung stärken können.
2.1.1 Der Begriff „Marketing“
Das Wort „Marketing“ wird als importierter Anglizismus erst seit einigen Jahrzehnten verwendet und hat sich seitdem zunehmend in die deutsche Sprache eingebürgert bzw. findet zunehmende Verwendung im hiesigen Sprachgebrauch. Der Begriff „Marketing“ leitet sich aus dem englischen Wort „market“, der Markt, ab und beschreibt die zielgerichtete Ausrichtung auf diesen. Der Markt stellt einen „[…] Ort des Aufeinandertreffens von Angebot und Nachfrage dar, auf dem Produkte und Dienstleistungen ausgetauscht werden.“ (Dettmer et al. 1999, S. 24).
Bruhn liefert folgende Definition des Begriffes „Marketing“: „Marketing ist eine unternehmerische Denkhaltung. Sie konkretisiert sich in der Planung, Organisation, Durchführung und Kontrolle sämtlicher interner und externer Unternehmensaktivitäten, die durch eine Ausrichtung der Unternehmensleistungen am Kundennutzen im Sinne einer konsequenten Kundenorientierung darauf abzielen, absatzmarktorientierte Unternehmensziele zu erreichen.“ (Bruhn 1989, S. 14).
Für Bruhn liegt hier der Fokus im Bereich der Unternehmensführung, d.h. Marketing stellt sowohl eine unternehmerische Funktion, als auch eine Denkhaltung oder Philosophie im Unternehmen dar.
1. Einführung: Die Einleitung umreißt die Zielsetzung der Arbeit, die sich mit Markenkonzepten im Regionalmarketing am Beispiel des bayerischen Kongress- und Tagungstourismus befasst, und erläutert den strukturellen Aufbau der Untersuchung.
2. Regionalmarketing im Tourismus: Dieses Kapitel liefert die theoretische Fundierung, definiert zentrale Begriffe wie Marketing, Region und Tourismusmarketing und erläutert Instrumente wie Markenbildung und Zielgruppenanalyse.
3. Die Regional Marketing GmbH: Hier wird die Rolle von Tourismusorganisationen und deren Organisationsformen bei der Vermarktung von Destinationen analysiert, mit Fokus auf den Trend zur GmbH.
4. Der Tourismus als Forschungsgegenstand der Geographie: Das Kapitel ordnet den Kongress- und Tagungstourismus innerhalb der Tourismusgeographie als eigenständiges und wirtschaftlich bedeutendes Segment ein.
5. Der Kongress- und Tagungstourismus in Deutschland: Diese Analyse beleuchtet das Angebot an Veranstaltungsstätten und das Nachfrageverhalten sowie die ökonomische Bedeutung dieses Teilmarktes in Deutschland.
6. Methodischer Rahmen: Der methodische Teil beschreibt die Anwendung qualitativer Experteninterviews und der SWOT-Analyse zur Untersuchung der Marketingstrategie „Gipfeltreffen“.
7. Tourismus in Bayern: Dieses Kapitel stellt die Struktur der BAYERN TOURISMUS Marketing GmbH und insbesondere das Markenkonzept „Gipfeltreffen“ als Praxisbeispiel dar.
8. Auswertung der Untersuchungsergebnisse: Basierend auf den Experteninterviews werden die Marketingmaßnahmen der Betriebe analysiert sowie das Markenkonzept „Gipfeltreffen“ hinsichtlich Stärken, Schwächen, Chancen und Risiken diskutiert.
9. Resümee: Die Schlussbetrachtung fasst die Erkenntnisse zusammen und bewertet die Relevanz einer professionellen Markenstrategie für die Zukunftsfähigkeit der Tourismusdestination Bayern.
10. Ausblick: Der Ausblick gibt eine Einschätzung zur weiteren Entwicklung der Marke „Gipfeltreffen“ und betont die Notwendigkeit einer starken Kooperation aller Akteure.
Regionalmarketing, Tourismusmarketing, Kongress- und Tagungstourismus, Markenkonzept, Destinationsmarketing, BAYERN TOURISMUS Marketing GmbH, Gipfeltreffen, Qualitätscharta, SWOT-Analyse, Experteninterviews, Marketinginstrumente, Wettbewerbsfähigkeit, Positionierung, Branding, Qualitätssicherung.
Die Arbeit analysiert, wie moderne Markenkonzepte im Regionalmarketing eingesetzt werden, um eine touristische Region wie Bayern, speziell im Bereich des Kongress- und Tagungstourismus, wettbewerbsfähig zu vermarkten.
Die Arbeit verknüpft theoretische Grundlagen des Marketings mit der spezifischen Praxis des Kongress- und Tagungstourismus und untersucht dabei Organisationsstrukturen, Markenbildung, Qualitätsstandards sowie die Auswirkungen auf verschiedene Betriebe.
Ziel ist es aufzuzeigen, wie ein professionelles Regionenmarketing durch die Bündelung von Potenzialen unter einer starken Dachmarke dazu beitragen kann, eine Tourismusdestination erfolgreich zu positionieren und dabei ein einheitliches Qualitätsversprechen gegenüber dem Kunden zu halten.
Es handelt sich um eine qualitative Untersuchung. Die Autorin führte Experteninterviews mit Leitern von Marketingabteilungen bayerischer Betriebe durch, deren Ergebnisse anschließend mittels einer SWOT-Analyse ausgewertet wurden.
Der Hauptteil gliedert sich in eine ausführliche theoretische Herleitung der Marketinginstrumente und eine praktische Untersuchung, in der die Erfahrungen von Partnerbetrieben mit der Marke „Gipfeltreffen“ evaluiert werden.
Zentrale Begriffe sind Regionalmarketing, Destinationsbranding, „Gipfeltreffen“, Kongress- und Tagungstourismus sowie Qualitätssicherung durch Zertifizierung.
Es handelt sich um ein von der BAYERN TOURISMUS Marketing GmbH entwickeltes Markenkonzept zur Profilierung Bayerns als Tagungsstandort, das durch klare Qualitätskriterien für Partnerbetriebe eine hohe Transparenz für Veranstalter schaffen will.
Die Umstrukturierung von traditionellen Vereinsformen hin zu GmbHs erfolgt, um flexibler und schneller auf Marktveränderungen reagieren zu können und eine professionellere, marktorientierte Unternehmensführung zu ermöglichen.
Die Haltung ist differenziert: Während die Marke als wichtiges Zertifizierungs- und Qualitätssiegel geschätzt wird, gibt es Kritik an der Durchmischung der teilnehmenden Betriebsarten und an der bisher noch nicht voll entfalteten Breitenwirkung der Marke.
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