Magisterarbeit, 2006
40 Seiten, Note: 1,3
1. Einführung
2. Grundlagen
2.1 Der Lagebericht – zweite Säule der deutschen Rechnungslegung
2.2 Neugestaltung des Lageberichtes durch das BilReG und den DRS 15
2.3 Anforderungen an den Prognosebericht
2.4 Unsicherheiten bei der Prognoseberichterstattung
3. Erweiterte Anforderungen an den Prognosebericht
3.1 Wirtschaftliche Entwicklung des Unternehmens und der Segmente
3.2 Darstellung der wesentlichen Chancen und Risiken
3.3 Darstellung der Prämissen und des erkennbaren Prognosecharakters
3.4 Erweiterung des Prognosezeitraums auf zwei Geschäftsjahre
4. Erstellung neuer Lösungskonzepte im Bereich der Chancenberichterstattung
4.1 Publikation der wesentlichen Chancen - einem Chancenmanagementsystem
4.1.1 Prozess der Ermittlung der zu publizierenden Chancen
4.1.2 Analyse des Lösungsansatzes und Auswirkungen auf das Controlling
4.2 Publikation der wesentlichen Chancen - ohne Chancenmanagementsystem
4.2.1 Prozess der Ermittlung der zu publizierenden Chancen
4.2.2 Analyse des Lösungsansatzes und Auswirkungen auf das Controlling
4.3 Gegenüberstellung der beiden Lösungsansätze
5. Zusammenfassung und Ausblick
Die Arbeit untersucht die Umsetzung der durch das Bilanzrechtsreformgesetz (BilReG) und den DRS 15 erweiterten gesetzlichen Anforderungen an den Prognosebericht im (Konzern-)Lagebericht. Das primäre Ziel ist es, Lösungsansätze für die Berichterstattung über wesentliche Chancen aufzuzeigen und deren Auswirkungen auf die unternehmerischen Prozesse sowie das Controlling zu analysieren.
4.1 Publikation der wesentlichen Chancen - einem Chancenmanagementsystem
Im Rahmen einer ersten Alternative sind die im Lagebericht publizierten Chancen das Ergebnis eines Chancenmanagementsystems. Unter Chancenmanagement wird ein kontinuierlicher Prozess verstanden, welcher sich als kybernetischer Regelkreis lauf beschreiben lässt, mit dem Ziel, die latenten und vorhandenen Chancenpotenziale systematisch zu optimieren. Aus diesem Grund liegt der Fokus dieses Lösungsansatzes nicht nur auf der Erfüllung der gesetzlichen Neuerungen, sondern auch auf dem aktiven Managen der Chancen des Unternehmens.
Voraussetzung für die Einführung eines Chancenmanagements als kontinuierlicher Prozess ist die Formulierung einer Chancenstrategie. Damit bildet das strategische Chancenmanagement den Rahmen und die Basis des gesamten Prozesses. Von der Unternehmensleitung wird – im Einklang mit der Unternehmensstrategie – u.a. das Verhältnis zwischen Chancen/ Risiken in den einzelnen Bereichen, welche Chancen wahrgenommen und ab welchem Chancenpotenzial Maßnahmen zur Steuerung eingeleitet werden sollen, festgelegt. Dadurch wird ein einheitlicher Prozess gewährleistet.
1. Einführung: Die Arbeit führt in die gesetzlichen Neuerungen des (Konzern-)Lageberichts ein, die durch das BilReG und den DRS 15 initiiert wurden, um den Informationsgehalt für Adressaten zu erhöhen.
2. Grundlagen: Es werden der rechtliche Kontext des Lageberichts, die Rolle des DRS 15 sowie die zentralen Anforderungen und typischen Unsicherheiten bei der Prognoseberichterstattung erörtert.
3. Erweiterte Anforderungen an den Prognosebericht: Dieses Kapitel konkretisiert die Pflichten zur Darstellung der voraussichtlichen Entwicklung, der Chancen und Risiken sowie der zugrunde liegenden Prämissen.
4. Erstellung neuer Lösungskonzepte im Bereich der Chancenberichterstattung: Der Hauptteil der Arbeit stellt zwei Ansätze zur Chancenberichterstattung vor – mit und ohne systematisches Chancenmanagement – und untersucht deren Einsetzbarkeit.
5. Zusammenfassung und Ausblick: Das Fazit fasst die Bedeutung des Prognoseberichts als wert- und zukunftsorientiertes Instrument zusammen und gibt einen Ausblick auf künftige Entwicklungen im Rechnungswesen.
Prognosebericht, DRS 15, BilReG, Konzernlagebericht, Chancenmanagement, Risikomanagement, Unternehmenssteuerung, Controlling, Rechnungslegung, Informationsgehalt, Zukunftsorientierung, Chancenanalyse, Bewertungsmethoden, Publizitätspflicht, Kapitalmarkt.
Die Arbeit analysiert die Auswirkungen der Gesetzesänderungen durch das BilReG und den DRS 15 auf die Erstellung von Prognoseberichten in Konzernlageberichten.
Zentrale Themen sind die Anforderungen an die zukunftsorientierte Unternehmensberichterstattung, die Chancenberichterstattung sowie der Aufbau von Systemen zur Identifikation und Steuerung unternehmerischer Chancen.
Ziel ist die Entwicklung und Bewertung von Lösungsansätzen für Unternehmen, wie sie ihre Pflicht zur Berichterstattung über wesentliche Chancen effizient erfüllen können.
Es wird eine systematische Analyse der rechtlichen Vorgaben, eine Gegenüberstellung von Management-Modellen und eine Untersuchung der Auswirkungen auf das operative Controlling durchgeführt.
Der Hauptteil befasst sich detailliert mit der Implementierung von Chancenmanagementsystemen versus strategischen Analysen sowie deren jeweiliger Eignung für die Unternehmenspraxis.
Die Arbeit ist geprägt durch Begriffe wie Prognosebericht, DRS 15, Chancenmanagement, Risikomanagement, BilReG und die damit verbundenen Anforderungen an Transparenz und Qualität.
Der DRS 15 fordert eine strikte Trennung der Risikoberichterstattung vom Prognosebericht, wobei wesentliche Risiken im Risikobericht und wesentliche Chancen im Prognosebericht darzustellen sind.
Ein systematisches System erfordert eine kontinuierliche Einbindung aller Hierarchieebenen, die Implementierung kybernetischer Regelkreise und eine detaillierte Überwachung, was zu einem höheren Ressourcenbedarf führt.
Dies hängt von den individuellen Zielen ab; während ein systematischer Ansatz einen hohen Mehrwert durch aktives Chancenmanagement bietet, ist ein strategischer Ansatz einfacher und kostengünstiger umzusetzen.
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