Diplomarbeit, 2005
48 Seiten, Note: 1,3
1 Einleitung
1.1 Zielsetzung
1.2 Aufbau der Arbeit
2 Zeitarbeit
2.1 Definition
2.1.1 Funktionsweise der Zeitarbeit
2.1.2 Das Dreiecksverhältnis bei der Zeitarbeit
2.1.3 Die Zeitarbeitsunternehmen
2.1.4 Begriffsabgrenzung
2.2 Die Zeitarbeit in Deutschland
2.2.1 Bedeutung der Zeitarbeit
2.2.1.1 Die betriebswirtschaftliche Bedeutung
2.2.1.2 Die volkswirtschaftliche Bedeutung
2.2.2 Aktuelle Zahlen zur Zeitarbeit
2.3 Gesetzliche Grundlagen der Zeitarbeit
2.3.1 Das Arbeitnehmerüberlassungsgesetz (AÜG)
2.3.2 Voraussetzungen zur Arbeitnehmerüberlassung
2.3.3 Rechtsbeziehungen im AÜG
2.3.4 Tarifverträge
3 Die Zeitarbeit aus Sicht des Kundenunternehmens
3.1 Vorteile der Zeitarbeit für das Kundenunternehmen
3.2 Nachteile der Zeitarbeit für das Kundenunternehmen
4 Die Zeitarbeit aus Sicht des Zeitarbeitnehmers
4.1 Vorteile der Zeitarbeit für den Zeitarbeitnehmer
4.2 Nachteile der Zeitarbeit für den Zeitarbeitnehmer
5 Zusammenfassung der Erkenntnisse
Die vorliegende Arbeit untersucht die Dreiecksbeziehung zwischen Zeitarbeitsunternehmen, Kundenunternehmen und Zeitarbeitnehmern. Ziel ist es, die Motive für die Inanspruchnahme von Leiharbeit zu identifizieren sowie eine fundierte Gegenüberstellung der Vor- und Nachteile aus Sicht der Unternehmen und der Mitarbeiter vorzunehmen, um deren Sinnhaftigkeit zu bewerten.
2.1.2 Das Dreiecksverhältnis bei der Zeitarbeit
Zeitarbeit oder die sog. Arbeitnehmerüberlassung spielt sich innerhalb des Dreiecks von Kundenbetrieb, Zeitarbeitnehmer und Zeitarbeitsfirma ab.
Das Arbeitnehmerüberlassungsgesetz (AÜG) regelt die Beziehungen zwischen Kundenunternehmen, Zeitarbeitsunternehmen und Zeitarbeitnehmer.
Diesem Dreipersonenverhältnis, in den §§11 und 12 des AÜG gesetzlich bestimmt, liegen zugrunde:
- ein Arbeitsvertrag zwischen Zeitarbeitsfirma und Zeitarbeitnehmer
- ein Arbeitnehmerüberlassungsvertrag zwischen Zeitarbeitsfirma und Kundenunternehmen
- eine Weisungsbefugnis des Kundenunternehmens gegenüber dem Zeitarbeitnehmer im Rahmen der Eingliederung des Zeitarbeitnehmers in seinen betrieblichen Arbeits- und Ordnungsrahmen.
1 Einleitung: Darstellung der Zielsetzung und des Aufbaus der Arbeit im Kontext der wachsenden Bedeutung der Zeitarbeit in Deutschland.
2 Zeitarbeit: Theoretische Grundlegung durch Definitionen, gesetzliche Einordnung und Beschreibung der Funktionsweise und wirtschaftlichen Relevanz.
3 Die Zeitarbeit aus Sicht des Kundenunternehmens: Untersuchung der Motive, Vorteile und Nachteile sowie der Kostenstruktur beim Einsatz von Leihpersonal aus Unternehmenssicht.
4 Die Zeitarbeit aus Sicht des Zeitarbeitnehmers: Analyse der persönlichen Perspektive, Chancen als Wiedereinstiegshilfe sowie der Nachteile durch fehlende soziale Einbindung und Belastungsfaktoren.
5 Zusammenfassung der Erkenntnisse: Synthese der Untersuchungsergebnisse und abschließende Bewertung der Zeitarbeit als Instrument des flexiblen Personalmanagements.
Zeitarbeit, Leiharbeit, Arbeitnehmerüberlassung, AÜG, Dreiecksverhältnis, Kundenunternehmen, Zeitarbeitnehmer, Flexibilisierung, Personalmanagement, Personaldienstleistung, Arbeitsmarkt, Beschäftigungschance, Einarbeitungsaufwand, Tarifverträge, Equal Treatment
Die Arbeit untersucht das Modell der Zeitarbeit als "Dreiecksbeziehung" und beleuchtet kritisch, welche Vor- und Nachteile dieses Modell für die beteiligten Unternehmen und Mitarbeiter mit sich bringt.
Die zentralen Themen sind die Funktionsweise des Dreiecksverhältnisses, die ökonomische und rechtliche Einordnung sowie die betriebswirtschaftliche sowie arbeitnehmerorientierte Bewertung der Leiharbeit.
Das Ziel ist es, aufzuzeigen, unter welchen Bedingungen Zeitarbeit sinnvoll und gewinnbringend für die jeweiligen Akteure eingesetzt werden kann.
Der Autor stützt sich auf eine theoretische Analyse der gesetzlichen und betriebswirtschaftlichen Grundlagen, ergänzt durch eigene berufliche Erfahrungen als Zeitarbeitnehmer.
Der Hauptteil gliedert sich in eine detaillierte Auseinandersetzung mit der Kundenperspektive (z.B. Flexibilisierung) und der Mitarbeiterperspektive (z.B. Sprungbrett zur Festanstellung).
Die Arbeit wird durch Begriffe wie Arbeitnehmerüberlassung, Flexibilisierung, Dreiecksverhältnis, Personaldienstleistung und Arbeitsmarkteffekte definiert.
Da Arbeitsverhältnis und Beschäftigungsverhältnis bei der Zeitarbeit auseinanderfallen: Der Zeitarbeitnehmer hat einen Arbeitsvertrag mit dem Verleiher, arbeitet jedoch weisungsgebunden beim Kundenunternehmen (Entleiher).
Das AÜG bildet den rechtlichen Rahmen, der unter anderem den Schutz der Arbeitnehmer sicherstellt, illegale Praktiken unterbindet und die vertraglichen Beziehungen im Dreiecksgefüge regelt.
Zeitarbeit wird oft strategisch genutzt, um durch den Einsatz im Unternehmen Kontakte zu knüpfen und sich für eine direkte Festanstellung zu empfehlen, falls eine unmittelbare Bewerbung ohne vorherige Erprobung erfolglos wäre.
Durch die Nichteinhaltung rechtlicher oder sozialversicherungsrechtlicher Pflichten können unlautere Anbieter Zeitarbeitnehmern schaden, weshalb die sorgfältige Auswahl des richtigen Zeitarbeitsunternehmens entscheidend ist.
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