Diplomarbeit, 2006
101 Seiten, Note: 1,7
1. EINLEITUNG
1.1. Problemstellung
1.2. Zielsetzung
2. GRUNDLAGEN VON AKTIENOPTIONSPLÄNEN
2.1. Aktienoptionspläne
2.1.1. Begriffsabgrenzung
2.1.2. Grundzüge der Optionspreistheorie
2.1.2.1. Grundbegriffe
2.1.2.2. Maßgebliche Bewertungsfaktoren
2.1.2.3. Die Black/Scholes- Formel
2.2. Ziele und Gestaltung von Aktienoptionsplänen
2.2.1 Anreizsysteme für Führungskräfte
2.2.1.1. Eigentümer-Manager-Konflikt
2.2.1.2. Shareholder-Value-Ansatz
2.2.2. Ziele von Aktienoptionsplänen
2.2.2.1. Motivationsfunktion
2.2.2.2. Risikobereitschaft
2.2.2.3. Mitarbeiterbindung
2.3. Gestaltungsparameter von Aktienoptionsplänen
2.4. Steuersystematische Anforderungen an die nationale und internationale Besteuerung
2.4.1. Gerechtigkeit
2.4.2. Das Kriterium der Entscheidungsneutralität
2.4.3. Grundsatz der Gleichmäßigkeit der Besteuerung
2.4.3.1. Leistungsfähigkeitsprinzip in Deutschland
2.4.3.2. „Ability to pay principle“ in den USA
2.4.4. Der Grundsatz der Gesetzesbestimmtheit
2.4.5. Definition von Leistungsfähigkeit als Lastentragfähigkeit
2.4.6. Indikator der Leistungsfähigkeit
2.4.7. Einkommensdefinitionen
2.4.7.1. Kapitaltheoretischer Gewinn
2.4.7.2. Quellentheorie
2.4.7.3. Reinvermögensänderungstheorien
2.4.7.4. Zwischenergebnis
3. AKTIENOPTIONSPLÄNE IM US-AMERIKANISCHEN STEUERRECHT
3.1. Grundlagen des US-amerikanischen Steuerrechts
3.2. Besteuerung von Stock Options auf Empfängerseite
3.2.1. Grundlagen der Lohnbesteuerung
3.2.1.1. Ordinary Income
3.2.1.2. Capital Gains
3.2.1.3. Alternative Minimum Tax
3.2.2. Historische Entwicklung der Aktienoptionsarten
3.2.3. Nonstatutory Stock Options nach IRC Sec. 83
3.2.3.1. Voraussetzungen des IRC Sec. 83
3.2.3.2. Weitere Voraussetzungen
3.2.3.3. Steuerliche Behandlung von Stock Options unter IRC Sec. 83
3.2.4. Nonstatutory Stock Options nach IRC Sec. 409 A
3.2.5. Statutory stock options
3.2.5.1. Incentive Stock Options nach IRC Sec. 422
a) Voraussetzungen
b) Steuerliche Behandlung von Incentive Stock Options
3.2.5.2. Employee Stock Purchase Plans (ESPP) nach Sec. 423 IRC
a) Voraussetzungen
b) Steuerliche Behandlung von EPPS
3.3. Besteuerung auf Gesellschaftsseite
3.3.1. Grundlagen des US-amerikanischen Gesellschaftsrechts
3.3.2. Möglichkeiten der Aktienbereitstellung
3.3.2.1. Kapitalerhöhung
3.3.2.2. Rückkauf eigener Aktien
3.3.3. Nonstatutory Stock Options
3.3.3.1. Abzugsbeschränkungen
4. AKTIENOPTIONSPLÄNE IM DEUTSCHENSTEUERRECHT
4.1. Vereinbarkeit mit dem AktG
4.2. Gesellschaftsrechtliche Rahmenbedingungen
4.2.1. Bedingte Kapitalerhöhung
4.2.2. Aktienrückkauf
4.3. Besteuerung von Aktienoptionen auf Empfängerseite
4.3.1. Besteuerung als Arbeitslohn nach §19 EStG – sachliche Einordnung
4.3.1.1. Vorliegen von Einnahmen
4.3.1.2. Veranlassung durch das Dienstverhältnis
4.3.1.3. Zwischenergebnis
4.3.2. Zufluss des geldwerten Vorteils – zeitliche Einordnung
4.3.2.1. Auffassung von Rechtsprechung und Finanzverwaltung
4.3.2.2. Auffassung im Schrifttum
a) Zufluss bei Optionseinräumung
b) Zufluss bei erstmaliger Ausübungsmöglichkeit
c) Zufluss bei Optionsausübung
4.3.2.3. Veräußerung der Aktien
4.3.3. Tarif und Steuervergünstigungen
4.4. Besteuerung von Aktienoptionen auf Unternehmensseite
4.4.1. Bilanzierung von Aktienoptionen im Handelsrecht
4.4.1.1. Bedingte Kapitalerhöhung
a) Bilanzierung analog zu SFAS No. 123
b) Kein Ansatz in der Handelsbilanz
4.4.1.2. Rückkauf eigener Aktien
4.4.2. Steuerliche Behandlung bei der Gesellschaft
4.4.3. Lohnsteuerhaftung
5. VERGLEICH UND ÖKONOMISCHE ANALYSE
5.1. Besteuerung von Aktienoptionsplänen in den USA
5.1.1. Einkommensdefinition des Internal Revenue Code
5.1.1.1. Besteuerung von Stock Options auf Empfängerseite
5.1.1.2. Steuerliche Behandlung von Stock Options auf Unternehmensseite
5.1.2. Zwischenergebnis
5.2. Besteuerung von Aktienoptionsplänen in Deutschland
5.2.1. Steuerliche Behandlung auf Empfängerseite
5.2.2. Steuerliche Behandlung auf Gesellschaftsseite
5.2.2.1. Bedingte Kapitalerhöhung
5.2.2.2. Rückkauf eigener Aktien
5.2.3. Zwischenergebnis
5.3. Vergleich der nationalen Steuervorschriften für Aktienoptionen und Ableitung von Steuerreformvorschlägen
6. ZUSAMMENFASSUNG
Die Arbeit untersucht vergleichend die steuerliche Behandlung von Aktienoptionsplänen in den USA und Deutschland. Ziel ist es, die steuerlichen Folgen unter Berücksichtigung aktueller Problemfelder sowie der nationalen Rechtslagen darzustellen und auf ihre Konformität mit dem Grundsatz der gerechten Besteuerung zu prüfen.
2.1.2. Grundzüge der Optionspreistheorie
Dem mit einer Aktienoption verbundenen Recht kann mit Hilfe der Optionspreistheorie ein Wert zugeordnet werden. Zur Bilanzierung und Besteuerung von Aktienoptionen ist die Bewertung der Optionen unerlässlich.
Da die im Rahmen von Aktienoptionsprogrammen ausgegebenen Optionen bestimmten Restriktionen unterliegen, ist es meist nicht möglich, eine Bewertung durch Abstellen auf einen Marktpreis durchzuführen. Folglich sind mathematische Bewertungsmodelle heranzuziehen, um einen Schätzwert zu bestimmen.
1. EINLEITUNG: Darstellung der wachsenden Bedeutung von Aktienoptionen als Anreizsystem und die daraus resultierende Problematik der steuerlichen Behandlung.
2. GRUNDLAGEN VON AKTIENOPTIONSPLÄNEN: Einführung in die Begrifflichkeiten, die Bewertung nach der Optionspreistheorie sowie die theoretischen Ziele von Aktienoptionsprogrammen.
3. AKTIENOPTIONSPLÄNE IM US-AMERIKANISCHEN STEUERRECHT: Analyse der US-Regelungen unter Einbeziehung von IRC Sec. 83 und dem American Jobs Creation Act of 2004.
4. AKTIENOPTIONSPLÄNE IM DEUTSCHENSTEUERRECHT: Untersuchung der Besteuerung als Arbeitslohn in Deutschland und die kontroverse bilanzielle Behandlung in Handels- und Steuerbilanz.
5. VERGLEICH UND ÖKONOMISCHE ANALYSE: Überprüfung beider Steuersysteme anhand der Reinvermögenszuwachstheorie auf ihre Konformität mit dem Grundsatz der gerechten Besteuerung.
6. ZUSAMMENFASSUNG: Zusammenfassende Darstellung der Ergebnisse hinsichtlich der steuerlichen Diskrepanzen und Reformnotwendigkeiten.
Aktienoptionspläne, Steuerrecht, USA, Deutschland, Leistungsfähigkeitsprinzip, Besteuerung, Arbeitslohn, Bilanzierung, Optionstheorie, Shareholder Value, Gerechtigkeit, Einkommensdefinition, Kapitalerhöhung, Aktienrückkauf, Korrespondenzprinzip
Die Diplomarbeit befasst sich mit der steuerlichen Behandlung von Mitarbeiter-Aktienoptionsplänen im Vergleich zwischen den USA und Deutschland.
Im Zentrum stehen die steuerlichen Konsequenzen für die Empfänger der Optionen sowie für die gewährenden Unternehmen, insbesondere in Bezug auf Handels- und Steuerbilanz.
Ziel ist es, die steuerlichen Vorgehensweisen beider Länder anhand eines theoretischen Beurteilungsmaßstabes auf ihre Konformität mit dem Grundsatz einer gerechten Besteuerung zu prüfen.
Die Autorin nutzt eine rechtsvergleichende und ökonomische Analyse unter Heranziehung der Reinvermögenszuwachstheorie als Beurteilungsmaßstab.
Der Hauptteil gliedert sich in die Darstellung der US-amerikanischen Rechtslage, die Analyse des deutschen Steuerrechts sowie eine abschließende ökonomische Vergleichsanalyse.
Zu den wichtigsten Begriffen zählen Aktienoptionspläne, Leistungsfähigkeitsprinzip, Reinvermögenszuwachstheorie und die unterschiedlichen Besteuerungszeitpunkte.
In den USA existieren explizite gesetzliche Vorschriften im Internal Revenue Code, während in Deutschland eine klare gesetzliche Regelung weitgehend fehlt und viele Fragen offen sind.
Es ist umstritten, ob und wie Aktienoptionen handelsbilanziell zu erfassen sind, was aufgrund des Maßgeblichkeitsprinzips direkte Auswirkungen auf die steuerliche Gewinnermittlung hat.
Der US-Gesetzgeber wählt oft einen Mittelweg zwischen einer an der Reinvermögenszuwachstheorie orientierten Einkommenskonzeption und der Notwendigkeit einer präzisen gesetzlichen Bestimmtheit.
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