Diplomarbeit, 2005
133 Seiten, Note: 2,7
1. Einleitung
I. Abschnitt
2. Begriffsklärungen
3. Was ist das Hexentum?
3.1 Der Hexenglaube
3.2 Bräuche, Sabbate und deren Bedeutung in der christianisierten Welt
3.2.1 Samhain
3.2.2 Mittwinter
3.2.3 Imbolc
3.2.4 Frühjahrstagundnachtgleiche
3.2.5 Beltane
3.2.6 Mittsommer
3.2.7 Lammas
3.2.8 Herbsttagundnachtgleiche
3.3 Werkzeug und Symbole des Hexenkultes
3.3.1 Instrumente
3.3.2 Symbole
3.3.3 Hexen und ihre Raschdrogen
3.4 Fazit zum ersten Abschnitt
II. Abschnitt
4. Hexenverfolgung
4.1 Hexenjagd in Europa
4.1.1 Was ist Hexerei?
4.1.2 Das Ausmaß der Hexenjagd
4.2 Die Geistlichen Grundlagen
4.2.1 Der Hexensabbat aus christlicher Sicht
4.3 Die rechtlichen Grundlagen
4.3.1 Die Folter
4.3.2 Die weltliche Gerichtsbarkeit der Hexerei
4.3.3 lokale Gerichte
4.4 Der Einfluss der Reformation auf die Hexenverfolgung
4.4.1 Die Angst vor dem Teufel
4.4.2 Persönliche Heiligkeit, Schuld und Hexerei
4.4.3 Der Kampf gegen Aberglauben, Heidentum und Magie
4.5 Das Gesellschaftliche Umfeld der Hexenverfolgung
5. Das Ende der Hexenjagden
6. Hexenprozesse und Hexenwahn in Deutschland
6.1 Hexenverfolgungen in Sachsen
6.2 Beispiele von Hexenprozessen aus Sachsen
6.2.1 Ein Hartensteiner Hexenprozess
6.2.2 Der Zauberer von Bernsdorf
6.3 Fazit zum zweiten Abschnitt
III. Abschnitt
7. Fortleben und Wiederaufleben des Hexenglaubens
7.1 Neue Hexenverfolgungen
8. Das moderne Hexentum
8.1 Kritische Sichtweise des Hexenglaubens
8.1.1 Hexenglaube als Protestbewegung
8.1.2 Hexenglaube als neue Religion
8.1.2.1 Einordnung des Hexentums in das Theoretische System einer Religion
8.1.2.2 Das Hexentum aus Sicht der Religionssoziologie
9. Conclusio
10. Quellen
Die Diplomarbeit untersucht die historische und soziale Entwicklung des Hexentums von seinen Ursprüngen bis zur heutigen Neuzeit. Dabei liegt ein besonderer Fokus auf den gesellschaftlichen Umständen und religiösen Hintergründen, die zur Hexenverfolgung führten, sowie auf der Transformation des Hexenbildes hin zu einem modernen Verständnis als Religion oder Protestbewegung.
3.1 Der Hexenglaube
Das Wort Hexenglaube wirkt auf viele Menschen beängstigend und auf andere wiederum verwirrend. In der Volksmeinung sind Hexen alte und furchtbar hässliche Weiber, die kleine Kinder fressen, auf Besen reiten oder gar bösartige Teufelskultanhänger, die obszöne Riten praktizieren. Moderne Hexen, so glaubt man, seien übrig gebliebene Mitglieder der Hippie-Bewegung aus den Siebzigern, die immer wieder neue Mitlieder in ihren exzentrischen Club rekrutieren. Doch die Würden und der ernste Sinn einer wahren Religion fehlen.
Diese These wird wie folgt widerlegt: „Der Hexenglaube ist jedoch eine Religion, vielleicht die älteste in der westlichen Welt. Ihre Ursprünge reichen weiter zurück als Christentum, Judentum und Islam, weiter auch als Buddhismus und Hinduismus, und sie ist anders als alle anderen ‚so genannten’ großen Religionen. Die alte Religion, wie wir sie nennen, steht in ihrem Geiste den Traditionen der amerikanischen Eingeborenen oder dem Schamanismus der Arktis näher.“ (Starhawk 1992: 13)
Die Hexenreligion gründet nicht auf Dogmen oder Glaubensregeln, wie beispielsweise bei den Christen die Bibel oder bei den Muslimen der Koran. Der Hexenglaube bezieht seine Lehren und Glaubensgrundsätze aus der Natur und von den Elementen. Seine Inspiration zieht er aus den Bewegungen von Sonne, Mond und Sternen, aus dem Flug der Vögel, dem langsamen Wachsen der Bäume und dem Wandel der Jahreszeiten.
1. Einleitung: Einführung in das Thema und Definition der Forschungsfragen hinsichtlich des Hexentums und dessen gesellschaftlicher Relevanz.
2. Begriffsklärungen: Definition zentraler Begriffe wie Religion, Magie, Aberglaube und Hexe, um das theoretische Fundament für die weitere Untersuchung zu legen.
3. Was ist das Hexentum?: Untersuchung des Hexenglaubens, der Bräuche (Sabbate), der Werkzeuge und Symbole sowie der Rolle von Rauschdrogen.
4. Hexenverfolgung: Detaillierte Analyse des historischen Hintergrunds, der geistlichen und rechtlichen Ursachen sowie des Einflusses der Reformation auf die Hexenjagd.
5. Das Ende der Hexenjagden: Erörterung der Gründe für den Rückgang und das Ende der großen Hexenverfolgungswellen.
6. Hexenprozesse und Hexenwahn in Deutschland: Spezifische Analyse der Hexenverfolgungen in Deutschland mit Fokus auf Sachsen und konkreten Prozessbeispielen.
7. Fortleben und Wiederaufleben des Hexenglaubens: Betrachtung der Kontinuität des Hexenglaubens über das 18. Jahrhundert hinaus bis hin zur modernen Wiederbelebung.
8. Das moderne Hexentum: Analyse des zeitgenössischen Hexentums, dessen kritische Rezeption und Einordnung als neue Religion oder Protestbewegung.
9. Conclusio: Zusammenfassende Darstellung der Ergebnisse und Beantwortung der eingangs formulierten Forschungsfragen.
10. Quellen: Auflistung der verwendeten Literatur und Internetquellen.
Hexentum, Hexenverfolgung, Religion, Magie, Heidentum, Aberglaube, Hexenprozesse, Soziologie, Christentum, Reformation, Wicca, New Age, Brauchtum, Symbolik, Identität.
Die Diplomarbeit befasst sich mit der Entwicklung des Hexentums von der Frühzeit bis zur Moderne. Dabei wird der Wandel von der mythischen Hexe über die verfolgte "Hexe" während der Hexenprozesse bis hin zum modernen, selbstbewussten Hexentum als Religion oder Protestbewegung analysiert.
Die zentralen Felder sind die Definition von Begriffen wie Hexerei und Magie, die historischen Hintergründe der Hexenverfolgungen in Europa (insbesondere in Deutschland/Sachsen) sowie die soziologische Einordnung des modernen Hexentums im Kontext der New-Age-Bewegung.
Die Arbeit untersucht, ob das Hexentum als Religion klassifiziert werden kann, warum die Hexenverfolgungen in ihrem historischen Ausmaß stattfanden, und warum das Interesse am Hexentum in der heutigen Gesellschaft wieder zunimmt.
Die Autorin nutzt eine historisch-soziologische Analyse. Dabei stützt sie sich auf die Definitionen renommierter Soziologen wie Max Weber, Émile Durkheim und Niklas Luhmann sowie auf historische Fachliteratur, um das Phänomen Hexentum zu dekonstruieren und in heutige gesellschaftliche Strukturen einzuordnen.
Der Hauptteil behandelt im ersten Abschnitt die theoretischen Grundlagen und Bräuche des Hexentums, im zweiten Abschnitt die dunkle Geschichte der Hexenverfolgung mit Fokus auf deren rechtliche, geistliche und gesellschaftliche Ursachen, und im dritten Abschnitt die Wiederbelebung des Hexentums im 20. Jahrhundert.
Die Arbeit wird durch Begriffe wie Hexenverfolgung, Religion, Magie, Heidentum, Soziologie, Wicca, New Age und Hexenprozesse charakterisiert.
Während die frühneuzeitliche "Hexe" ein Konstrukt war, das als Sündenbock für gesellschaftliche Ängste diente (oftmals alte, arme Frauen), begreifen sich moderne Hexen als Menschen, die ihre Identität bewusst wählen, naturverbunden leben und sich selbst als "weise Frauen" oder religiöse Akteure definieren.
Sachsen dient der Autorin als regionales Fallbeispiel, um zu verdeutlichen, dass Hexenprozesse nicht einheitlich stattfanden, sondern lokale juristische Eigenheiten aufwiesen. Besonders die Prozesse von Hartenstein und Bernsdorf werden hierfür herangezogen.
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