Magisterarbeit, 2004
109 Seiten, Note: 1,7
1. Einleitung
1.1 Themenwahl
1.2 Zentrale Fragestellung
1.3 Methodik
1.4 Vorgehensweise
2. Kultur
2.1 Definitionen und Begriffsabgrenzung
2.2 Kulturelle Besonderheiten eines Landes
2.3 Sprache
2.3.1 Schrift
2.3.2 Ausdrucksweise
2.3.3 Anrede
2.3.4 Fast and Slow Messages/ Information Flow
2.3.5 High and Low Context
2.3.6 Time
2.4 Symbole
2.4.1 Tiere
2.4.2 Farben
2.4.3 Zahlen
2.4.4 Andere dominante Symbole und Themen
2.5 Nationalbewusstsein
2.6 Religion
2.7 Sozialverhalten
2.7.1 Power Distance
2.7.2 Collectivism and Individualism
2.7.3 Masculinity and Femininity
2.7.4 Uncertainty Avoidance
2.7.5 Long versus Short-Term Orientation
3. Kommunikation
3.1 Begriffseingrenzung
3.2 Die Botschaft als Kommunikationsinhalt
3.3 Kommunikationsinstrumente
3.3.1 Klassische Werbung
3.3.2 Public Relations
3.4 Multimedia-Kommunikation im Internet
3.4.1 Möglichkeiten der Unternehmenskommunikation
3.4.2 Eingrenzungen für die beabsichtigte Analyse
4. Analyse ausgewählter Homepages
4.1 Unternehmensauswahl
4.2 Vorstellung der Unternehmen
4.2.1 Almdudler Limonade, A. & S. Klein GmbH & Co KG
4.2.2 Calpis Corporation, Ltd.
4.2.3 Red Bull GmbH
4.2.4 Kirin Brewery Corporation, Ltd.
4.3 Vorgehensweise bei der Analyse
4.4 Ergebnisse der Analyse
4.4.1 Sprache
4.4.2 Symbole
4.4.3 Religion
4.4.4 Sozialverhalten
4.4.5 Imagewerbung/ PR
5. Conclusio
Die vorliegende Arbeit untersucht den Einfluss kultureller Prägungen auf die externe Unternehmenskommunikation und Informationsaufbereitung im Internet. Dabei steht die zentrale Forschungsfrage im Mittelpunkt, ob und wie sich kulturelle Unterschiede zwischen Japan und Österreich auf die Gestaltung und die Inhalte von Firmenhomepages in der Getränkeindustrie auswirken.
1. Einleitung
„Japan ist anders“. Es scheint nicht von Bedeutung, aus welchem Blickwinkel man dieses Land betrachtet, in vieler Hinsicht konnten durch persönliche Erfahrung Unterschiede zum eigenen vertrauten, deutschsprachigen Raum festgestellt werden. Die Sprache ist vollkommen anders aufgebaut als die deutsche Sprache (Satzstellung Subjekt-Verb Objekt, im Japanischen jedoch Subjekt-Objekt-Verb), die Kultur weist einige für Europa schwer verständliche Eigenheiten, unter anderem Toilettenpatschen oder eine starke Unterwerfung gegenüber älteren oder beruflich höhergestellten Personen, zum Beispiel beim Eingestehen von Fehlern oder bei der Wortwahl in der Kommunikation, auf, und selbst die Demographie des Landes unterstreicht das Anderssein. Japan ist eine bevölkerungsreiche Insel – mit rund 127 Millionen Einwohnern bei einer Bevölkerungsdichte von 337 Personen pro Quadratkilometer – mit einer sehr homogenen Bevölkerung (rund 99% JapanerInnen), wo die Kultur lange Zeit wenig Einfluss von außen erlebte. Zum Vergleich: In Österreich leben rund 8 Millionen Menschen bei einer Bevölkerungsdichte von 96 Personen pro Quadratkilometer, und nur rund 90% der Bevölkerung sind ÖsterreicherInnen.
Auch aus wirtschaftlicher Sicht ist zu erkennen, dass Japan sich von Europa unterscheidet, was auf viele verschiedene Einflussfaktoren zurückzuführen ist. Die demographische Situation Japans als Land ohne „Landgrenze“ spielte auch bei der wirtschaftlichen Entwicklung Japans eine große Rolle. Die eingeschränkte Rohstoffvielfalt – der Grossteil der Rohstoffe musste und muss noch immer aus anderen Ländern zugekauft werden, da es sie im eigenen Land nicht gibt – führte in der japanischen Wirtschaft zu einer Konzentration auf und Perfektion in Technologieentwicklung, weil das menschliche Wissen und Können eines der wenigen – immateriellen – „Güter“ war, die bereits ursprünglich aus dem Land kamen.
1. Einleitung: Dieses Kapitel führt in das Thema ein, erläutert die Beweggründe für die Themenwahl und definiert die zentrale Forschungsfrage sowie die angewandte Methodik.
2. Kultur: Hier werden theoretische Grundlagen zu Kultur und ihren Dimensionen erarbeitet, wobei Aspekte wie Sprache, Symbole, Religion und Sozialverhalten im Hinblick auf Japan und Österreich beleuchtet werden.
3. Kommunikation: Dieses Kapitel widmet sich den Grundlagen des Kommunikationsprozesses, der Botschaftsgestaltung und den im Internet relevanten Kommunikationsinstrumenten.
4. Analyse ausgewählter Homepages: Der Hauptteil beinhaltet die praktische Untersuchung und den Vergleich von Firmenhomepages aus der Getränkeindustrie in Japan und Österreich unter Anwendung der theoretischen Erkenntnisse.
5. Conclusio: Das abschließende Kapitel fasst die zentralen Ergebnisse zusammen, beantwortet die Forschungsfragen und bewertet die zu Beginn aufgestellte Hypothese.
Kultur, Japan, Österreich, Unternehmenskommunikation, Internet, Firmenhomepage, Getränkeindustrie, Kommunikationspolitik, Sprachvergleich, Symbolik, Sozialverhalten, Marketing, Image, interkulturelle Kommunikation, Informationsaufbereitung.
Die Arbeit untersucht, welchen Einfluss die Landeskultur auf die externe Kommunikation und Informationsaufbereitung von Unternehmen hat, speziell fokussiert auf deren Firmenhomepages.
Zentrale Themen sind die kulturellen Unterschiede zwischen Japan und Österreich, moderne Kommunikationsinstrumente im Internet sowie die Gestaltung von Unternehmenspräsentationen.
Ziel ist es herauszufinden, ob und wie deutlich sich nationale kulturelle Identitäten in der visuellen und inhaltlichen Gestaltung von Webseiten widerspiegeln.
Die Arbeit basiert auf einer fundierten Literaturrecherche zu Kulturtheorien und einer empirischen Analyse von vier ausgewählten Unternehmenshomepages aus der Getränkeindustrie.
Im Hauptteil werden zunächst die kulturellen Hintergründe (Sprache, Symbole, Religion, Sozialverhalten) und die kommunikationswissenschaftliche Basis erläutert, gefolgt von einer detaillierten Analyse der Firmenwebsites von Almdudler, Calpis, Red Bull und Kirin.
Wichtige Begriffe sind Kultur, Kommunikation, Internet, interkulturelle Analyse, Getränkeindustrie, Branding und Unternehmenspräsentation.
Die Branche wurde aufgrund des persönlichen Interesses der Verfasserin sowie der Mischung aus internationalen und national fokussierten Unternehmen gewählt, was einen Vergleich erleichtert.
Sie dienen als theoretischer Rahmen, um konkrete Merkmale wie Sprache, Symbole oder das Sozialverhalten systematisch zu erfassen und deren Einfluss auf den Homepages zu prüfen.
Ja, die Arbeit verifiziert die Hypothese, dass ein kultureller Einfluss auf die Kommunikation und Informationsaufbereitung auf Unternehmenshomepages besteht, wobei dieser Einfluss in Japan deutlicher hervortrat.
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