Diplomarbeit, 2005
128 Seiten, Note: 1,7
1 Einleitung
1.1 Problemstellung und Zielsetzung
1.2 Vorgehensweise
2 Private Equity als Anlageklasse für institutionelle Investoren
2.1 Entwicklung und Darstellung des Private Equity Marktes
2.2 Unternehmensfinanzierungsphasen
2.3 Zugangsmöglichkeiten zu Private Equity Anlagen
2.3.1 Direktinvestition
2.3.2 Fondsbeteiligung
2.3.3 Dachfondsbeteiligung
2.4 Risiko & Diversifikationsgrad nach Beteiligungsform und Finanzierungsphase
2.5 Absolute und relative Rentabilität von Private Equity Fonds
3 Kritische Betrachtung der Anwendbarkeit theoretischer Konzepte
3.1 Neoklassische Theorien
3.2 Neoinstitutionelle Theorien
3.2.1 Prinzipal-Agenten Theorie
3.2.2 Transaktionskostentheorie
4 Befragung potentieller britischer Investoren
4.1 Ablauf und Aufbau der Befragung
4.2 Ergebnisse der Befragung
4.2.1 Beschreibung der befragten Investoren
4.2.2 Erfahrung mit Private Equity Investitionen
4.2.3 Portfolioallokation und Anlagestrategie
4.2.4 Ziele und Einflussgrößen der Investitionsstrategie
4.2.5 Probleme und Risiken von Private Equity Anlagen
4.2.6 Ansätze zur Optimierung des Risikoprofils
4.2.7 Kriterien zur Auswahl des Intermediäres
4.2.8 Renditeerwartung und Renditeerreichung
4.2.9 Marktausblick
4.3 Vergleich verschiedener Befragungsgruppen
4.3.1 Private Equity Investoren vs. Nicht-Investoren
4.3.2 Pensionskassen vs. Investmentberater
4.4 Kritische Betrachtung der Studie
5 Schlussbetrachtung
1 Introduction
2 Background Information
2.1 Type of Organization
2.2 Current Investments
2.3 Length of PE Investment Experience
3 Current and Future Investments in PE
3.1 Current and Future PE Investments
3.2 PE Commitments According to Type
3.3 PE Commitments According to Region
3.4 PE Commitments According to Type and Region
4 Aims and Objectives of PE Investment
4.1 Purpose of Investing in PE
4.2 Expected Returns
4.3 Benchmarks
4.4 PE Investment Strategy
4.5 UK Legal and Regulatory Environment
5 Responsibilities for PE Investment
5.1 Organization of Responsibility
5.2 Number and Experience
6 Risks Associated with PE Investment
6.1 The Risks
6.2 Risk Reduction
7 Choosing an Investment Partner
7.1 Choosing a Fund Manager
7.2 Choosing a Fund of Funds Manager
8 The Future of PE Investment
8.1 The Importance of PE Segments in the Future
8.2 The Importance of Socially and Environmentally Responsible Investments
Die Arbeit analysiert Private Equity als Anlageklasse für institutionelle Investoren (insbesondere Pensionskassen und Lebensversicherungen). Ziel ist es, Transparenz in die Struktur und das Risikoprofil dieser Anlageklasse zu bringen sowie empirisch fundierte Kriterien für Investitionsentscheidungen und die Auswahl von Fondsmanagern zu identifizieren.
2.1 Entwicklung und Darstellung des Private Equity Marktes
Das Prinzip der Venture Capital Finanzierungen ist alles andere als neu. Im 15. Jahrhundert plante Christopher Columbus eine Entdeckungsreise. Er versuchte Indien anstatt durch eine Reise in östliche Richtung, wie sonst üblich, durch eine Reise in westliche Richtung zu erreichen.
Diese Idee fand beim portugiesischen König wenig Anklang, so dass dieser ablehnte, dieses Wagnis zu finanzieren. Schließlich gelang es Columbus, die Finanzierung von Königin Isabella von Spanien zu erhalten. Im Gegenzug wurde Königin Isabella an allen Schätzen, die Columbus zurückbringen würde, beteiligt. Diese Anekdote wird oft als Beispiel einer frühen Venture Capital (VC) Finanzierung zitiert.
Private Equity existiert als eigenständiger Bereich innerhalb der Finanzdienstleistungen seit Mitte des 20. Jahrhunderts. Erste europäische Firmen, die sich diesem Finanzzweig widmeten waren, Charterhouse Development Capital (gegründet 1934) und 3i (gegründet 1945 unter dem Namen „Industrial and Commercial Finance Corporation“). 3i, die von der Bank of England in Kooperation mit den führenden britischen Banken gegründet wurde, hatte das Ziel der Eigenkapitalknappheit kleinerer Unternehmen entgegen zu wirken.
Der Entwicklung der amerikanischen Private Equity Kultur lagen hingegen neue im zweiten Weltkrieg entwickelte Technologien zu Grunde, die nun für den zivilen Bereich nutzbar gemacht werden sollten. 1946 wurde die „American Research and Development Corporation“ in Form einer börslich notierten Investitionsgesellschaft gegründet. Obwohl sich bald auch andere Private Equity Gesellschaften firmierten, flossen in den ersten Jahren allerdings nie mehr als einige hundert Millionen US-Dollar in diese Anlageklasse. Der Markt für Private Equity war vielmehr bestimmt durch private Investoren (sogenannte „Business Angels“), die vor allem Venture Capital Investitionen in junge wachstumsstarke Unternehmen tätigten.
1 Einleitung: Einführung in das Thema Private Equity und Definition der zentralen Forschungsfragen sowie der methodischen Vorgehensweise.
2 Private Equity als Anlageklasse für institutionelle Investoren: Detaillierte Darstellung des Marktes, der Finanzierungsphasen, der Zugangswege und der Risiko-Rendite-Charakteristika.
3 Kritische Betrachtung der Anwendbarkeit theoretischer Konzepte: Theoretische Auseinandersetzung mit neoklassischen und neoinstitutionellen Ansätzen im Kontext von Private Equity.
4 Befragung potentieller britischer Investoren: Vorstellung und Diskussion der empirischen Studie zum Anlageverhalten und den Strategien institutioneller Investoren.
5 Schlussbetrachtung: Synthese der Ergebnisse und Ausblick auf die zukünftige Entwicklung und Transparenz der Private Equity Anlageklasse.
Private Equity, Institutionelle Investoren, Pensionskassen, Lebensversicherungen, Venture Capital, Buyout, Risikomanagement, Portfolioallokation, Diversifikation, Rendite, Transaktionskosten, Prinzipal-Agenten-Theorie, Fondsmanagement, Dachfonds, Marktanalyse.
Die Diplomarbeit untersucht die Rolle von Private Equity als Anlageklasse für institutionelle Investoren, speziell für Pensionskassen und Lebensversicherungen, um deren Anlageverhalten und Strategien besser zu verstehen.
Die Arbeit deckt die Marktstruktur, theoretische Konzepte, Risikoprofile sowie eine empirische Umfrage zum Investitionsverhalten bei britischen institutionellen Anlegern ab.
Das Ziel ist es, mehr Transparenz in die oft als undurchsichtig wahrgenommene Anlageklasse Private Equity zu bringen und die Kriterien für Anlageentscheidungen sowie die Risikowahrnehmung institutioneller Investoren empirisch zu belegen.
Neben einer theoretischen Analyse und Literaturrecherche umfasst der praktische Teil eine deskriptive sowie induktive statistische Analyse einer Befragung britischer Investoren, die in Kooperation mit dem Centre for Management Buy-out Research (CMBOR) durchgeführt wurde.
Der Hauptteil analysiert verschiedene Finanzierungsphasen (Seed, Startup, Expansion, Bridge, Buyout), Zugangswege (Direkt-, Fonds-, Dachfondsinvestition), theoretische Erklärungsansätze (Prinzipal-Agenten-Theorie) und die detaillierten Ergebnisse der Investorenbefragung.
Wichtige Begriffe sind Private Equity, institutionelle Investoren, Risikomanagement, Portfolioallokation, Renditeerwartungen und Fondsmanagement.
Die Studie zeigt statistisch signifikant, dass Nicht-Investoren die Risiken – insbesondere das Ausfallrisiko – deutlich kritischer bewerten als jene, die bereits aktiv in Private Equity investieren.
Dachfonds spielen eine zentrale Rolle bei der Diversifikation und werden als Möglichkeit wahrgenommen, das Risiko (gemessen an der Standardabweichung) im Vergleich zu Direktinvestitionen oder Einzelfonds deutlich zu senken.
Aufgrund des Fehlens eines effizienten Sekundärmarktes ist ein Investment eine langfristige Bindung (12-14 Jahre). Ein stabiles Managementteam stellt sicher, dass die für den Erfolg notwendige aktive Betreuung der Portfoliounternehmen über die gesamte Laufzeit konsistent gewährleistet bleibt.
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