Diplomarbeit, 2006
81 Seiten, Note: 1,7
1. Einleitung
1.1. Problemstellung und Zielsetzung
1.2. Gang der Untersuchung
2. Theoretische Grundlagen
2.1. Begriffserläuterungen
2.1.1. Entstehung des Wellnesskonzeptes
2.1.2. Definitionsansätze von Wellness
2.1.3. Aspekte von Wellness
2.2. Abgrenzungsversuch des Wellnesskonzepts zur Gesundheitsförderung
3. Einsatz von Wellness in amerikanischen Unternehmen
3.1. Wellness in amerikanischen Unternehmen
3.2. Problematik der Übertragbarkeit auf deutsche Unternehmen
4. Ansätze von Wellness in deutschen Unternehmen
4.1. Gesundheitserhaltende Ansatz
4.1.1. Arbeitsorganisation
4.1.2. Stressmanagement
4.1.3. Suchtprävention
4.2. Gesundheitsfördernder Ansatz
4.2.1. Betriebssport
4.2.2. Ernährungsmanagement
4.2.3. Work-Life-Balance
5. Nutzen von Wellness im Unternehmen
5.1. Nutzen aus Mitarbeitersicht
5.1.1. Bewältigung der steigenden Arbeitsanforderungen
5.1.2. Verbesserung von Wohlbefinden und Gesundheit
5.1.3. Erhöhung der Motivation
5.2. Nutzen aus Unternehmenssicht
5.2.1. Emotionale Bindung der Mitarbeiter an das Unternehmen
5.2.1.1. Senkung der Fehlzeiten
5.2.1.2. Verringerung der Fluktuationsrate
5.2.2. Imageverbesserung
5.2.3. Produktivitätssteigerung
5.3. Nutzen aus volkswirtschaftlicher Sicht
6. Zusammenfassung und Ausblick
Die vorliegende Diplomarbeit untersucht, ob die Adaption von neuen Wellness-Ansätzen – bestehend aus gesundheitserhaltenden und gesundheitsfördernden Maßnahmen – in deutschen Unternehmen die Mitarbeitermotivation und damit die Leistungsfähigkeit steigern kann. Dabei wird analysiert, welchen zusätzlichen Nutzen die nachhaltige Pflege des Humankapitals für das Unternehmen bietet.
1.1. Problemstellung und Zielsetzung
Im Vordergrund eines jeden Unternehmens steht sein wirtschaftliches Wachstum. Das Unternehmenswachstum bezieht sich sowohl auf die physische Expansion des Unternehmens, als auch auf das Wachstum an finanziellen Mitteln. Um im nationalen und internationalen Wettbewerb in Zeiten der Globalisierung bestehen zu können, spielt die Optimierung von Kosten, Zeit und Qualität eine entscheidende Rolle, zumal wenn es sich bei dem Unternehmen um einen so genannten „Global Player“ handelt. Da aber durch Rationalisierung in den meisten Bereichen der Produktion, der Maschinen, des Lagerwesens und des Vertriebs kaum noch weitere Leistungssteigerungen bzw. Kostensenkungen zu erzielen sind, rückt der Mensch als „produktives Potenzial – Human Ressource“ immer mehr in den Vordergrund.
Durch steigenden Konkurrenz- und Leistungsdruck, ist es daher notwendig neue Wege einzuschlagen, um seitens des Unternehmens, Nutzen aus diesem Potenzial zu ziehen, oder in anderen Worten, seine Mitarbeiter zu motivieren, um unausgeschöpfte Reserven zu mobilisieren. Durch den Einsatz von Wellness, als Motivationsmaßnahme im Unternehmen, ergeben sich zwei neue Ansätze der Mitarbeitermotivation. Zur Steigerung der Unternehmensleistung durch Kombination aus gesundheitserhaltenden und gesundheitsvorbeugenden (präventiven) Maßnahmen – als strategisch und nachhaltig wirksame Investition in das Humankapital. Da ein Unternehmen letztlich immer das Resultat menschlicher Ideen, Ziele, Bedürfnisse und Verhaltensweisen ist und deren Mitarbeiter Schöpfer und Träger dieses Unternehmens sind. Was den Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern schadet, schadet deshalb auch dem Unternehmen – und vice versa. Ein Unternehmen ist deshalb nur dann voll leistungsfähig, wenn auch seine Mitarbeiter und Mitarbeiterinnen sich guter Gesundheit erfreunen und sich wohl fühlen. In diesem Fall spricht man auch von einem „gesunden Unternehmen“ welches nicht selten einen „Top Platz“ in der Weltwirtschaft einnimmt.
1. Einleitung: Vorstellung der Problemstellung und Zielsetzung sowie des Gangs der Untersuchung, wobei der Mensch als produktives Potenzial in den Fokus rückt.
2. Theoretische Grundlagen: Erläuterung des Wellnessbegriffs, der Entwicklung der Wellnessbewegung und Abgrenzung zu allgemeinen Gesundheitsförderungskonzepten.
3. Einsatz von Wellness in amerikanischen Unternehmen: Darstellung der Entwicklung und Routinen in den USA sowie Analyse der Problematik bei der Übertragung auf deutsche Systeme.
4. Ansätze von Wellness in deutschen Unternehmen: Detaillierte Betrachtung von gesundheitserhaltenden Maßnahmen (Arbeitsorganisation, Stressmanagement, Suchtprävention) und gesundheitsfördernden Ansätzen (Betriebssport, Ernährung, Work-Life-Balance).
5. Nutzen von Wellness im Unternehmen: Analyse der Vorteile aus Mitarbeiter-, Unternehmens- und volkswirtschaftlicher Sicht unter Berücksichtigung von Motivationsmodellen und betriebswirtschaftlichen Kennzahlen.
6. Zusammenfassung und Ausblick: Synthese der Ergebnisse mit dem Fazit, dass Wellness als strategische Investition in das Humankapital zur Leistungssteigerung beitragen kann.
Mitarbeitermotivation, Wellness, Gesundheitsförderung, Humankapital, Stressmanagement, Arbeitsorganisation, Betriebssport, Ernährungsmanagement, Work-Life-Balance, Fehlzeiten, Produktivität, Salutogenese, Motivationspsychologie, Unternehmenserfolg, Gesundheitsrisiken.
Die Arbeit untersucht, wie Wellness-Maßnahmen in deutschen Unternehmen als Instrument zur Mitarbeitermotivation und zur Steigerung der Leistungsfähigkeit eingesetzt werden können.
Die Schwerpunkte liegen auf betrieblicher Gesundheitsförderung, der Abgrenzung von Wellnesskonzepten, praktischen Maßnahmen (wie Sport und Stressmanagement) und der betriebswirtschaftlichen Analyse des Nutzens.
Es soll herausgefunden werden, ob die Adaption von Wellness-Ansätzen Mitarbeiter zu höheren Leistungen motiviert und welcher Zusatznutzen durch die Pflege des Humankapitals entsteht.
Die Arbeit basiert auf einer Literatur- und Theorieanalyse sowie dem Vergleich von Konzepten aus dem angelsächsischen Raum mit der deutschen Unternehmensrealität.
Der Hauptteil gliedert sich in die theoretische Begriffsbestimmung, den Vergleich von US-amerikanischen und deutschen Ansätzen, die Vorstellung spezifischer Maßnahmen und die betriebswirtschaftliche Nutzenbewertung.
Wichtige Begriffe sind Mitarbeitermotivation, Wellness, Humankapital, Stressmanagement, Produktivitätssteigerung und betriebliche Gesundheitsförderung.
Dies liegt vor allem an den länderspezifischen Unterschieden im Krankenversicherungssystem, der starken regulatorischen Struktur in Deutschland sowie unternehmenskulturellen Unterschieden.
Die Arbeit nutzt hierfür die Bedürfnispyramide von Maslow und die Zwei-Faktoren-Theorie von Herzberg, um die Wirkung von Wellness auf die Leistungsbereitschaft zu erklären.
Gesundheitserhaltende Ansätze konzentrieren sich primär auf die Reduktion pathogener Risiken (was Mitarbeiter krank macht), während gesundheitsfördernde Ansätze salutogenetisch ausgerichtet sind, um Reserven und Potenziale des Humankapitals zu mobilisieren.
Die Imageverbesserung ist ein wesentlicher Vorteil, der durch interne und externe Kommunikation von Wellness-Programmen erzielt werden kann, was wiederum die Gewinnung und Bindung qualifizierter Mitarbeiter erleichtert.
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