Diplomarbeit, 2000
113 Seiten, Note: 2,0
Die Diplomarbeit untersucht die Erfahrungen und Perspektiven chilenischer Jugendlicher im Hinblick auf die jüngste Vergangenheit des Landes. Der Fokus liegt dabei auf der Frage, wie die Jugendlichen mit der Diktatur Pinochets und den Folgen der Übergangszeit umgehen. Die Arbeit beleuchtet, wie die jüngste Geschichte Chiles im kollektiven Gedächtnis der Jugendlichen verankert ist und welche Auswirkungen dies auf ihre Identität und ihr Selbstverständnis hat.
Die Einleitung stellt den Forschungsgegenstand und die Leitfragen der Arbeit vor. Das Kapitel "Die Situation in Chile" befasst sich mit den geschichtlichen Voraussetzungen, den politischen Umständen und der besonderen Situation der Jugendlichen. Der "Theoretische Hintergrund" erläutert relevante Konzepte wie das Kollektivgedächtnis, die Vergangenheitsbewältigung und die kognitive Dissonanztheorie. Das Kapitel "Empirisches Vorgehen" beschreibt die Methode der Datenerhebung und -analyse. Die "Befunde" präsentieren die Ergebnisse der Interviews mit chilenischen Jugendlichen. Der Schluss zieht aus den Befunden wichtige Erkenntnisse und gibt einen Ausblick auf weitere Forschungsbedarfe.
Die Diplomarbeit thematisiert die Vergangenheitsbewältigung in Chile, insbesondere im Kontext der Diktatur Pinochets. Wichtige Schlüsselbegriffe sind: Kollektivgedächtnis, Jugend, Identität, Erinnerung, Gerechtigkeit, Wahrheit, Dialogfähigkeit, und die Rekonziliationspolitik. Die Arbeit greift auf empirische Daten aus Tiefeninterviews mit chilenischen Jugendlichen zurück, um die subjektiven Erfahrungen und Perspektiven dieser Generation zu beleuchten.
Jugendliche bewegen sich in einem Spannungsfeld zwischen der "lebendigen" Vergangenheit ihrer Eltern und dem Wunsch nach einer eigenen Identität, oft geprägt durch das kollektive Trauma des Landes.
Sie zielt auf eine nationale Aussöhnung ab, steht jedoch vor Herausforderungen wie der Frage nach Wahrheit und Gerechtigkeit für die Opfer der Diktatur.
Es ist eine verbreitete Einstellung unter Jugendlichen, die Desinteresse oder Distanzierung gegenüber der politisch aufgeladenen Vergangenheit und dem aktuellen System ausdrückt.
Das soziale Gedächtnis konstruiert Bilder der Vergangenheit, die die Identität der Jugendlichen beeinflussen, auch wenn sie die Ereignisse nicht selbst erlebt haben.
Die Studie basiert auf qualitativen Tiefeninterviews mit chilenischen Jugendlichen, um deren subjektive Sicht auf Geschichte und Politik zu erfassen.
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