Examensarbeit, 2004
112 Seiten, Note: 1,5
1 Einführung
1.1 Der Deutschunterricht
1.2 Der Kunstunterricht in der Schule heute
1.2.1 Das Problem der Organisation
1.2.2 Das Problem der vorzeigbaren Resultate
1.2.3 Das Problem der Ausbildung
1.3 Die Rahmenrichtlinien für das Fach Kunst
2 Arbeitsformen des Theaters in der Grundschule
2.1 Fächerübergreifender Unterricht
2.1.1 Entstehung der Unterrichtsfächer
2.1.2 Die Verwirklichung von fächerübergreifendem Unterricht
2.1.3 Die Vorteile
2.1.4 Fächerübergreifender Unterricht der Fächer Kunst und Deutsch
2.1.5 Das Einsetzen ästhetisch-künstlerischer Arbeitsformen im Kunst- und Deutschunterricht
2.2 Projektunterricht und projektorientierter Unterricht
2.2.1 Was ist Projektunterricht / projektorientierter Unterricht
2.2.2 Theater im Projektunterricht
3 Ziele des Theaters in der Grundschule
3.1 Ästhetische Bildung im Kindertheater
3.2 Kreativität
4 Theaterformen
4.1 Revue
4.2 Pantomime
4.3 Figurentheater
4.4 Schattentheater
4.5 Puppen- und Figurenspiel
4.6 Masken
5 Planung eines Theaterstücks
5.1 Organisation
5.2 Die Frage nach der Planbarkeit
5.2.1 Adaption einer Textvorlage
5.2.2 Theaterspiele aus Vorgabe von Konfliktsituationen
5.2.3 Erst die Figuren, dann die Geschichte
5.3 Die Wichtigkeit der Story
5.4 Bühne, Bühnenbild und Requisiten
5.4.1 Historik der Bühne
5.4.2 Die Bühne in der Schule
5.4.3 Das Bühnenbild
5.4.4 Exkurs: Unterrichtsversuch „Die Wirkung von Farben“
5.4.4.1 Beschreibung des Versuchs
5.4.4.2 Unterrichtsskizze
5.4.4.3 Ergebnisse Unterrichtssequenz "Farbcollage"
5.4.4.4 Ergebnisse Unterrichtssequenz "Bühnenbild"
5.4.4.5 Abschließende Gedanken zum Unterrichtsversuch
5.5 Text- und Szenenentwicklung
5.5.1 Improvisation
5.5.2 Anregungen durch Gegenstände
5.5.3 Ein Bild als Spielanlass
5.5.4 Ideen – und dann?
5.6 Proben und Aufführung
5.6.1 Proben
5.6.2 Plakate und Eintrittskarten
6 Fazit
Die Arbeit untersucht das Potenzial von Theaterprojekten als fächerübergreifendes Unterrichtsinstrument in der Grundschule, insbesondere durch die Verbindung von Kunst und Deutsch, um ästhetische Bildung, Kreativität und soziale Kompetenzen zu fördern.
5.2.3 Erst die Figuren, dann die Geschichte
Während des üblichen Ablaufs der Theater-AG kommt es neben den Theaterübungen immer auch zu kleinen improvisierten oder selbständig erdachten Theaterspielen. In diesem Prozess kommt es häufig vor, dass Kinder sich sehr für eine Person oder einen Charakter interessieren oder sie besonders gut darstellen können. Wenn sich diese Kompatibilität herauskristallisiert, wird an dieser Figur gearbeitet. Durch das Einbringen Ideen aller Kinder, wird diese erfundene Figur definiert und schließlich überspitzt. Die Bewegungen der Figur werden beobachten, kommentiert und schließlich in ihrer Wirkung optimiert. So erhält beispielsweise die Figur eines Piraten einen humpelnden Gang, eine gewisse gestische Grobheit, ein insolentes Auftreten sowie eine fehlerhafte Aussprache.
Im Laufe der AG werden so immer mehr Figuren entwickelt und durch das Spiel mit diesen Figuren sammeln sich auch Texte welche diese Personen sagen könnten. Interessant ist auch die Begegnung verschiedenster Figuren, welche durch das beliebige Entstehen sehr unterschiedlich sein könnten. Was machen also die Kinder zum Beispiel aus einem Zusammentreffen des oben erwähnten Piraten mit einer alten Dame aus der Nachbarschaft oder einer Primaballerina?
Die Ideen, welche die Kinder entwickeln, sind auf der einen Seite voll beneidenswerter kindlich naiver Phantasie, andererseits bedürfen sie der Beobachtung und eventuellen Korrektur durch den Lehrer, damit die Handlung einen durchschaubaren Handlungsrahmen und Verständlichkeit erhält.
Die Figuren und das improvisatorische Zusammenspiel eben dieser, entwickelt sich nach einiger Zeit automatisch zu einem Handlungsrahmen in dem das Theaterstück spielen soll. In Gesprächen und Brainstormings werden Ideen für die Geschichte des Theaterstücks gesammelt.
Metaphorisch gesagt ist dieses Modell eine Art Patchwork-Produktion: Ideen werden besprochen; ganz oder teilweise übernommen, die Gruppe überlegt sich Verbindungselemente für die einzelnen Ideen bis so am Ende in seiner Gesamtheit ein Theaterstück entsteht.
1 Einführung: Die Einleitung erläutert die Motivation der Autorin, Theater als fächerübergreifendes Mittel zur ästhetischen Bildung in der Grundschule zu etablieren.
2 Arbeitsformen des Theaters in der Grundschule: Dieses Kapitel erörtert die theoretischen Grundlagen des fächerübergreifenden und projektorientierten Unterrichts im Kontext der Theaterpädagogik.
3 Ziele des Theaters in der Grundschule: Hier werden ästhetische Bildung und die Förderung von Kreativität als primäre Zielsetzungen für Kindertheater dargestellt.
4 Theaterformen: Es folgt ein Überblick über verschiedene Ausdrucksformen wie Revue, Pantomime, Figurentheater und Maskenspiel samt ihrer pädagogischen Eignung.
5 Planung eines Theaterstücks: Der praktische Hauptteil beschreibt detailliert organisatorische Schritte, Planungsmodelle, Bühnengestaltung sowie Methoden zur Text- und Szenenentwicklung.
6 Fazit: Die Autorin resümiert, dass Theaterprojekte trotz des organisatorischen Aufwands einen hohen pädagogischen Mehrwert bieten.
Grundschule, Theaterpädagogik, Kunstunterricht, Deutschunterricht, fächerübergreifender Unterricht, Projektunterricht, ästhetische Bildung, Kreativität, Improvisation, Bühnenbild, Szenenentwicklung, Inszenierung, Kindertheater, Sozialverhalten, Persönlichkeitsbildung
Die Arbeit befasst sich mit der Integration von Theaterprojekten in den Grundschulunterricht, wobei der Fokus insbesondere auf der synergetischen Verbindung von Deutsch- und Kunstunterricht liegt.
Die zentralen Felder umfassen didaktische Grundlagen des fächerübergreifenden Unterrichts, Konzepte zur Kreativitätsförderung, verschiedene Theaterformen für die Grundschule sowie konkrete Planungsmodelle für Theaterinszenierungen.
Das Ziel ist es, einen Leitfaden zu entwickeln, der Lehrkräften die Möglichkeiten aufzeigt, wie Theaterprojekte motivierend und effektiv in den Schulalltag integriert werden können, um ästhetische Bildung und Kreativität zu fördern.
Die Arbeit stützt sich auf eine Kombination aus Literaturrecherche, eigenen Praxiserfahrungen, einem selbst durchgeführten Unterrichtsversuch sowie Interviews mit erfahrenen Lehrkräften.
Der Hauptteil gliedert sich in die theoretische Begründung der Theaterarbeit, eine Übersicht verschiedener Theaterformen (Pantomime, Figurentheater, etc.) und eine detaillierte Auseinandersetzung mit der Planung und Entwicklung eines Stücks, inklusive Tipps zur Bühne und Textarbeit.
Wichtige Begriffe sind Grundschule, Theaterpädagogik, ästhetische Bildung, Kreativitätsförderung, fächerübergreifender Unterricht und projektorientiertes Lernen.
Der Unterrichtsversuch diente dazu, Schülern die abstrakte Wirkung von Farben näherzubringen, indem sie Stimmungen und Emotionen zuordneten und diese Erkenntnisse in die Gestaltung von Bühnenbildern für ihr Theaterprojekt einfließen ließen.
Bei diesem Modell entwickeln die Kinder zunächst Figuren und Charaktere durch Improvisation. Diese individuellen Ideen werden gesammelt und durch die Gruppe als Verbindungselemente zu einer kohärenten Geschichte zusammengefügt, statt einem fertigen Skript zu folgen.
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