Magisterarbeit, 2006
173 Seiten, Note: 2,7
Medien / Kommunikation - Public Relations, Werbung, Marketing, Social Media
1. Einführung
1.1 Ausgangssituation
1.2 Aufbau der Arbeit
2. Theoretische Grundlagen
2.1 Begriffserklärung
2.2 Verschiedene Ansätze der PR
2.2.1 Organisationstheoretische Ansätze
2.2.2 Gesellschaftstheoretische Ansätze
2.3 PR und Journalismus
2.4 Journalismus und Zugang zu den Medien
2.5 PR von Non-Profit-Unternehmen
2.6 Sport-PR
2.7 Lokalberichterstattung und die Unterschiede zu überregionalen Medien
3. Der Ringkampfsport, System und Verbandsstruktur
3.1 Vereins- und Verbandsstrukturen
3.2 Ehrenamt im Verein
3.3 Organisationsstruktur des Deutschen Ringer-Bundes (DRB)
3.3.1 Wesen und Außenwirksamkeit des Ringkampfes, Veranstaltungen
3.3.2 Finanzstruktur des DRB
3.3.3 Kommunikationsformen intern
3.3.4 Kommunikationsformen extern
4. Ergebnisse der empirischen Erhebung
4.1 Ausgangslange
4.2 Untersuchungsziele
4.3 Auswahl der Befragten
4.4 Auswahl der Erhebungsmethode: Schriftliche Befragung
4.5 Vorstellung des Fragebogens
4.5.1 Formale Aspekte des Fragebogens
4.5.2 Leitthesen als Fragenbasis
4.5.3 Fragen und Fragenkomplexe
4.5.3.1 Berichterstattung und Quantität auf Vereinsebene
4.5.3.2 Qualität der Öffentlichkeitsarbeit im Verein
4.5.3.3 Selbstverständnis der Vereine von Öffentlichkeitsarbeit
4.5.3.4 Finanzierung und Funktionärsamt für PR
4.5.3.5 Subjektive Einschätzung der Medien-Berichterstattung
4.5.3.6 Öffentlichkeitsarbeit des Bundes- und Landesverbandes
4.5.3.7 Statistische Fragen (Größe und Ligenzugehörigkeit)
4.6 Auswertung
4.7 Ableitung der Ergebnisse, Konsequenzen, Messfehler
4.7.1 Zusammenfassung der Ergebnisse
4.7.2 Messfehler und Erhebungsprobleme
4.7.3 Überprüfung der Leitthesen
5. Mögliche Lösungswege
5.1 Strategische PR-Planung
5.1.1 Ist-Analyse der Problemfelder im Ringkampfsport
5.1.2 Aufgabenstellung und Auftrag
5.1.3 Strategische Planung
5.1.4 Taktik und Maßnahmen
5.2 Evaluation
6. Fazit
Die vorliegende Arbeit untersucht die Öffentlichkeitsarbeit von Sportvereinen und -verbänden mit dem Fokus auf Randsportarten, exemplarisch dargestellt am Beispiel des Ringkampfsports und des Deutschen Ringer-Bundes (DRB). Das Ziel ist es, die interne und externe Kommunikationssituation zu analysieren, Problemfelder zu identifizieren und auf wissenschaftlicher Basis ein strategisches Kommunikationskonzept zur Verbesserung der medienwirksamen Wahrnehmung zu entwickeln.
1. Einführung
„Vor den kommende Woche beginnenden Verhandlungen der großen Koalition über die Gesundheitsreform zeichnet sich ein hartes Ringen von Union und SPD ab“ schreibt die Deutsche Presse-Agentur (dpa) am 25. März 2006. Die Stuttgarter Nachrichten sprechen am selben Tag von einem harten "Ringen um die Gunst für die Kunst" und die Webseite kino.de weiß über Schauspieler Tom Cruise: In einer Fernsehshow "lieferte sich der Schauspieler einen inszenierten Ringkampf".
Wie man sieht, sind Ringen und Ringkämpfe beinahe täglich in den Medien präsent. Nur leider ist selten von der olympischen Sportart die Rede, von der die blumigen Ausdrücke der Presse herrühren – nämlich vom Ringkampfsport. Dieser Zweikampf Mann gegen Mann, bei dem es auf und ab geht und der Ausgang offen ist, dieser Sport hat Eingang in die bildliche Sprache gefunden und bevölkert Boulevardthemen ebenso wie Politik oder Wirtschaft. Leider wird das Kind oft beim Namen, aber nicht bei der Sache genannt – trotz über 70.000 Mitgliedern in Deutschland fristet der Ringkampfsport ein mediales Mauernblümchendasein. Die Massenmedien, dominiert von einigen wenigen Sportarten, scheinen nur selten ein (gutes) Wort für den Ringkampf übrig zu haben – und unzähligen anderen Sportarten geht es ebenso. Diese Situation hat den Ausschlag dazu gegeben, sich mit der Problematik von so genannten „Randsportarten“ wissenschaftlich zu befassen und die Situation zu analysieren.
1. Einführung: Darstellung der Ausgangslage des Ringkampfsports als mediale Randsportart trotz hoher Mitgliederzahlen und Erläuterung des Aufbaus der Arbeit.
2. Theoretische Grundlagen: Definition zentraler PR-Begriffe, Vorstellung von Kommunikationsmodellen sowie Analyse der Besonderheiten von Sport-PR und Kommunikation in Non-Profit-Organisationen.
3. Der Ringkampfsport, System und Verbandsstruktur: Detaillierte Analyse der Strukturen des Deutschen Ringer-Bundes, des Ehrenamts sowie der internen und externen Kommunikationsformen des Verbandes.
4. Ergebnisse der empirischen Erhebung: Beschreibung und methodische Auswertung der schriftlichen Befragung unter Ringervereinen zur Ist-Situation ihrer Öffentlichkeitsarbeit.
5. Mögliche Lösungswege: Entwicklung einer strategischen PR-Konzeption, inklusive einer SWOT-Analyse und praktischen Maßnahmenvorschlägen für eine verbesserte Kommunikation.
6. Fazit: Zusammenfassende Bewertung der Kommunikationsdefizite und Notwendigkeit zur Professionalisierung der Öffentlichkeitsarbeit als Weg aus der medialen Isolation.
Öffentlichkeitsarbeit, Public Relations, Ringkampfsport, Randsportart, Sport-PR, Deutscher Ringer-Bund, Verbandsstruktur, Kommunikation, Medienberichterstattung, Vereinsarbeit, Ehrenamt, Strategische Planung, Non-Profit-Organisation, Imagebildung, Intereffikation
Die Magisterarbeit untersucht die aktuelle Situation der Öffentlichkeitsarbeit in deutschen Randsportarten, wobei der Ringkampfsport als konkretes Fallbeispiel dient.
Die Arbeit verknüpft organisationstheoretische Grundlagen der Public Relations mit den spezifischen Gegebenheiten des Sports, insbesondere der Vereins- und Verbandsstruktur sowie den Mechanismen der Medienberichterstattung.
Ziel ist es, die Defizite in der Kommunikation des Deutschen Ringer-Bundes und seiner Vereine aufzudecken und ein wissenschaftlich fundiertes, praxisnahes Konzept für eine effektivere Öffentlichkeitsarbeit zu entwerfen.
Die Autorin führte eine schriftliche Vollerhebung (Fragebogen) bei über 500 Ringervereinen durch, deren Ergebnisse quantitativ ausgewertet wurden, ergänzt durch eine intensive Literaturanalyse.
Der Hauptteil analysiert detailliert die Organisationsstruktur des DRB, die empirischen Daten zur PR-Praxis der Vereine und erarbeitet daraus strategische Lösungswege wie eine neue PR-Planung.
Die Arbeit wird maßgeblich durch Begriffe wie Öffentlichkeitsarbeit, Randsportart, Sport-PR, Medienberichterstattung und strategische Kommunikation geprägt.
Die meisten Vereine empfinden die mediale Darstellung als unzureichend, sind jedoch mit der Qualität der vorhandenen Berichte teilweise zufrieden, wobei eine starke Unzufriedenheit über das mangelnde journalistische Fachwissen herrscht.
Da die Vereine fast ausschließlich auf ehrenamtlicher Basis arbeiten, fehlt oft das professionelle Fachwissen und der nötige finanzielle Spielraum, um eine kontinuierliche und strategisch geplante Öffentlichkeitsarbeit zu betreiben.
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