Magisterarbeit, 2005
113 Seiten, Note: 1
Die vorliegende Magisterarbeit widmet sich der sprachlichen Täuschung, insbesondere der Lüge, und untersucht diese als Sprechakt. Ziel ist es, das Lügen sprachlich zu beschreiben und die kommunikativen Aspekte dieses sprachlichen Handelns zu beleuchten.
Die Arbeit beginnt mit einer Einleitung, in der das Thema der Lüge aus verschiedenen Perspektiven beleuchtet wird.
Im ersten Teil der Arbeit werden die pragmatischen und semantischen Grundlagen für die Analyse des Lügens gelegt. Dazu zählen die Analyse der Bedeutung und der Wahrheitsbedingungen von Aussagen, die Beziehung zwischen Sprache, Sprecher und Hörer sowie die Einordnung von Sprache in das soziale Handeln.
Der zweite Teil behandelt die sprachliche Täuschung und das Lügen als eigenständigen Begriff. Es werden die Perspektiven der Linguistik auf das Lügen aufgezeigt, sowie die Gründe und Zwecke des Lügens aus pragmatischer Sicht.
Im dritten Teil werden Theorien und Analysen des Lügens als Sprechakt vorgestellt. Dabei werden insbesondere die Beiträge von Falkenberg und Gieses zum Verständnis der sprachlichen Täuschung beleuchtet. Der Schwerpunkt liegt auf der Analyse der Begriffe Wahrheit und Wissen im Zusammenhang mit dem Lügen und der Beschreibung des Lügens als illokutionärer Akt.
Der vierte Teil beschäftigt sich mit dem Paradox des Lügners. Die Arbeit untersucht die metaphysischen Aspekte des Paradoxen, sowie seine philosophischen und logischen Dimensionen.
Die Arbeit konzentriert sich auf die sprachliche Analyse des Lügens als Sprechakt. Daher sind die wichtigsten Schlüsselwörter: Sprechakttheorie, Täuschung, Lüge, Wahrheit, Wissen, Illokution, Perlokution, Paradox des Lügners, Pragmatik, Semantik.
Das Lügen wird als illokutionärer Akt betrachtet, bei dem der Sprecher eine Behauptung aufstellt, von deren Unwahrheit er überzeugt ist, mit der Absicht, den Hörer zu täuschen.
Damit eine Lüge als Sprechakt „glückt“, muss der Hörer die unwahre Behauptung als wahr akzeptieren, was die soziale Interaktion und das Vertrauensverhältnis beeinflusst.
Es handelt sich um Sätze wie „Dieser Satz ist falsch“. Ist der Satz wahr, ist er laut Aussage falsch; ist er falsch, ist die Aussage, dass er falsch ist, wiederum wahr – ein logischer Widerspruch.
Sie bildet die Grundlage, um zu beschreiben, was wir tun, wenn wir sprechen (Lokution, Illokution, Perlokution), und ordnet die Lüge als spezifische Form des sprachlichen Handelns ein.
Beim Irrtum glaubt der Sprecher, die Wahrheit zu sagen, obwohl die Aussage faktisch falsch ist. Bei der Lüge weiß der Sprecher um die Unwahrheit seiner Aussage.
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