Bachelorarbeit, 2006
43 Seiten, Note: 2,0
1. Einleitung
2. Der Forschungsstand zur Transnationalität von Migrantenorganisationen
2.1 Historischer Rückblick
2.2 Der aktuelle Forschungsstand zu türkischen Migrantenorganisationen
3. Herleitung des Begriffes der Transnationalität über die Kategorisierung von Migranten
3.1.1 Rückkehrmigranten
3.1.2 Immigranten
3.1.3 Diaspora-Migranten
3.1.4 Transnationale Migranten
4. Der Forschungsgegenstand : Migrantenorganisationen
4.1 Der Ursprung von Migrantenorganisationen
4.2 Die Organisationsformen
4.2.1 Arbeiter- und Kulturvereine
4.2.3 Förder- und Sportvereine
4.2.4 Politische Vereine und Interessenvertretungen
5. Wie kann die Transnationalität von Migrantenorganisationen erforscht werden?
5.1 Veränderungen der Indikatoren für Transmigranten in Bezug auf Migrantenorganisationen
5.2 Der Fragebogen zur Untersuchung der Transnationalität
5.3 Die Vorgehensweise bei der Befragung türkischer Migrantenorganisationen
5.4 Ergebnisse der Befragung
5.5 Auftretende Schwierigkeiten und Lösungsansätze
5.5.1 Unzureichende Sprachkenntnisse und Karteileichen
5.5.2 Geringe Rücklaufquote der Fragebögen
5.5.3 Verschiedene Organisationsformen und differente Zielsetzungen
5.6 Weitere mögliche Fragestellungen
6. Zusammenfassung
Diese B.A.-Arbeit untersucht die Landschaft türkischer Migrantenorganisationen in Deutschland mit dem Ziel zu analysieren, wie deren Transnationalität empirisch erforscht werden kann. Die Forschungsarbeit reflektiert hierzu die Möglichkeiten der Datenerhebung, identifiziert methodische Hürden und diskutiert die Verflechtungen zwischen dem Aufnahme- und Herkunftsland der Mitglieder.
3.1.4 Transnationale Migranten
Transnationale Migranten unterscheiden sich von den oben vorgestellten Kategorien von Migranten in erster Linie dadurch, dass sie sich nicht lediglich einseitig in die Aufnahmegesellschaft integrieren, so wie es Immigranten tun. Sie orientieren sich ebenso wenig wie Remigranten nur an einem Ziel, welches sie in der Aufnahmegesellschaft erreichen möchten, um dann in die Herkunftsgesellschaft zurück zu kehren. Und im Gegensatz zu Vertriebenen steht es Transmiganten potentiell offen, in ihr Herkunftsland zurückzukehren, sie orientieren sich also nicht an einer ‚immagined homeland community’.
Vielmehr bleiben Transmigranten ihrem Herkunftsland ebenso verbunden wie der Aufnahmegesellschaft, d.h. sie integrieren sich auf der einen Seite zwar in das Aufnahmeland, halten jedoch gleichzeitig den Kontakt zur Herkunftsgesellschaft aufrecht. Genauer bedeutet dies, dass sich diese Menschen der Aufnahme- und Herkunftsgesellschaft zugleich zuordnen, wodurch sich „neue kulturelle Muster und Formen der Vergemeinschaftung und Vergesellschaftung“ herausbilden und soziale Räume, gekennzeichnet durch eine relative Dichte und Beständigkeit, entstehen.
1. Einleitung: Diese Arbeit führt in die Fragestellung ein, wie die Organisationslandschaft türkischer Migranten in Deutschland beschaffen ist und welche methodischen Möglichkeiten bestehen, deren Transnationalität zu untersuchen.
2. Der Forschungsstand zur Transnationalität von Migrantenorganisationen: Dieses Kapitel gibt einen historischen Rückblick auf die Migrationsforschung und beleuchtet den aktuellen Forschungsstand, insbesondere im Hinblick auf türkische Selbstorganisationen in Deutschland.
3. Herleitung des Begriffes der Transnationalität über die Kategorisierung von Migranten: Hier werden verschiedene Idealtypen von Migranten definiert, um den Begriff der Transnationalität theoretisch zu verankern und von anderen Kategorien wie Immigranten oder Rückkehrmigranten abzugrenzen.
4. Der Forschungsgegenstand : Migrantenorganisationen: Dieses Kapitel differenziert verschiedene Organisationsformen und ihre Entstehungsgeschichte, um die Heterogenität der Vereinslandschaft für die weitere Analyse darzustellen.
5. Wie kann die Transnationalität von Migrantenorganisationen erforscht werden?: Hier werden die methodische Vorgehensweise, der Fragebogen sowie die Ergebnisse der empirischen Untersuchung inklusive der aufgetretenen Schwierigkeiten und Lösungsvorschläge detailliert dargelegt.
6. Zusammenfassung: Die Arbeit schließt mit einer Bilanz der Untersuchungsergebnisse und reflektiert die Bedeutung der Forschung für das Verständnis transnationaler Migrantenorganisationen in der Gesellschaft.
Transnationalität, Migrantenorganisationen, Türkei, Migration, Integrationspotenzial, Selbstorganisation, Transmigranten, Migrationsforschung, Identität, Vereine, Empirie, Befragung, Herkunftsgesellschaft, Aufnahmegesellschaft, Vernetzung.
Die Arbeit befasst sich mit der Untersuchung der Transnationalität von türkischen Migrantenorganisationen in Deutschland und analysiert, wie diese Organisationen hinsichtlich ihrer grenzüberschreitenden Aktivitäten erforscht werden können.
Zentrale Themen sind die theoretische Abgrenzung von Migrationstypen, die Differenzierung der Organisationslandschaft sowie die empirische Erfassung von Kontakt- und Handlungsmustern der Vereine zum Herkunftsland.
Das Ziel ist es, aufzuzeigen, wie Transnationalität bei Migrantenorganisationen gemessen werden kann und welche methodischen Barrieren dabei auftreten können.
Die Autorin entwickelte einen halbstandardisierten Fragebogen, der postalisch und per E-Mail an diverse Migrantenorganisationen versandt wurde, um quantitative Daten zu deren Aktivitäten und Selbstverständnis zu erheben.
Der Hauptteil umfasst eine theoretische Kategorisierung von Migranten, eine Typologie von Migrantenorganisationen sowie eine detaillierte methodische Auswertung der durchgeführten Befragung.
Wichtige Begriffe sind Transnationalität, Migrantenorganisationen, türkische Selbstorganisation, Migration, Integrationspotenzial und empirische Forschung.
Die geringe Rücklaufquote war durch Schwierigkeiten bei der Erreichbarkeit, sprachliche Barrieren, Karteileichen sowie durch ein allgemeines Misstrauen der Organisationen gegenüber Befragungen zu sensiblen Themen wie Geldüberweisungen bedingt.
Die Autorin stellt fest, dass eine geringe Form von Transnationalität zwar vorhanden ist, diese für die befragten Vereine jedoch oft nur einen nebensächlichen Alltagsaspekt darstellt und nicht primär im Fokus ihrer Arbeit steht.
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