Bachelorarbeit, 2005
43 Seiten, Note: 2,8
Einleitung
1. Die Gesellschaft, die mit den Göttern lebt – Das antike Ideal der Liebe, Sexualität und Ehe
1.1. Die Theorie von Platons Konzept von der Liebe
Der Kugelmensch von Aristophanes
1.2. Die Bedeutung der Liebe nach Aristoteles
1.3. Liebe, Sexualität und Ehe in der Antike
1. 3. 1. Griechenland
1. 3. 2. Rom
2. Die Mittelalterliche Gesellschaft und ihr neues Verständnis von Liebe, Sexualität und Ehe
2.1. Die Ehe im Mittelalter
2.2. Liebe und Sexualität im Mittelalter
Thomas von Aquin
2.3. Exkurs: Die protestantische Kirche und ihr Verständnis von Liebe, Sexualität und Liebe vom Beginn bis in die Gegenwart
3. Der Konsum der Liebe auf dem kapitalistischen Markt
3.1. Die Entwicklung des Massenmarktes
3.2. Liebe und der Werberummel
3.3. Das Rendezvous – Folge der neuen Sexualmoral?
4. Der Umgang mit Liebe, Sexualität und Ehe im 21. Jahrhundert
4.1. Individualität – Was hat dieser Prozess mit der Liebe gemacht?
4.2. Massenmedien – Unterstützen sie das neue Bild der ‚Freien Liebe’?
4.3. Cyberspace – Platz der unbegrenzten Möglichkeiten
Fazit
Ausblick
Die vorliegende Arbeit untersucht den historischen Funktionswandel des Phänomens Liebe in westlichen Gesellschaften. Ziel ist es, den soziologischen Wandel der engen Verbindung von Liebe, Sexualität und Ehe von der Antike bis zur Gegenwart nachzuzeichnen und zu analysieren, wie gesellschaftliche Rahmenbedingungen dieses Verständnis beeinflusst haben.
3. 2. Liebe und der Werberummel
„Die entstehenden nationalen Werbebranchen assoziierten romantische Liebe nicht nur mit Konsum, Freizeit und körperlicher Attraktivität, sondern auch mit einer ganzen Reihe damit zusammenhängender Werte.“ (Illouz 2003, S. 38)
Im Laufe der Entwicklung und mit dem Beginn der Goldenen Zwanziger Jahre arbeitete eine Werbeagentur auf die Interessen der Großunternehmer bezogen. Eva Illouz analysierte im Laufe der Zeit Anzeigen, die Paare darstellten und die verdeutlichten, dass sich ein Wandel zum Verständnis der Liebe und der damit verbundenen Werte vollzogen hat.
„Zeitschriften der Mittelschicht wie etwa die Saturday Evening Post […] verbanden üblicherweise das Bild vom Paar mit Haushaltsprodukten und Geräten für die Mittelschicht wie etwa Cornflakes, Brot, Silberwaren, Kühlschränken, Waschmaschinen und Möbeln […]“. (Illouz 2003, S. 39)
Hier lagen Bilder vor, die das Paar mit Haushaltsprodukten, die man mit Nutzen und häuslichem Komfort verband, zeigten.
1. Die Gesellschaft, die mit den Göttern lebt – Das antike Ideal der Liebe, Sexualität und Ehe: Analysiert antike Liebeskonzeptionen wie Platons Eros-Begriff und Aristoteles’ Philia sowie die patriarchalischen Ehestrukturen in Griechenland und Rom.
2. Die Mittelalterliche Gesellschaft und ihr neues Verständnis von Liebe, Sexualität und Ehe: Untersucht die Rolle der Kirche bei der Eheschließung und den Kontrast zwischen ritterlicher Minne-Idealisierung und strenger christlicher Sexualmoral.
3. Der Konsum der Liebe auf dem kapitalistischen Markt: Beschreibt, wie sich im 20. Jahrhundert romantische Beziehungen durch Massenmedien und Freizeitkonsum in ein marktökonomisches System integrierten.
4. Der Umgang mit Liebe, Sexualität und Ehe im 21. Jahrhundert: Behandelt die Auswirkungen der modernen Individualisierung, den Einfluss medialer Liebesmuster und die Möglichkeiten zur Partnersuche im digitalen Raum.
Liebe, Soziologie, Sexualität, Ehe, Funktionswandel, Individualisierung, Kapitalismus, Massenmedien, Romantik, Cyberspace, Intimität, Partnerwahl, Geschichte, Antike, Mittelalter
Die Arbeit untersucht den historischen Wandel des Phänomens Liebe und dessen enge Verknüpfung mit Sexualität und Ehe über verschiedene Epochen hinweg.
Im Fokus stehen der Einfluss von Religion, Wirtschaft, Individualisierungsprozessen und modernen Medien auf das Verständnis und die Praktiken von Liebesbeziehungen.
Ziel ist die soziologische Analyse des Funktionswandels der Liebe und der Frage, inwieweit gesellschaftliche Strukturen das Beziehungsverhalten und die Partnerwahl prägen.
Die Arbeit basiert auf einem chronologischen Abriss und einer theoretisch-analytischen Untersuchung soziologischer Fachliteratur.
Der Hauptteil gliedert sich in die Untersuchung antiker Ideale, die mittelalterliche kirchliche Eheauffassung, den kapitalistischen Konsum der Romantik und die heutige individualisierte Gesellschaft.
Die Arbeit wird durch Begriffe wie Liebe, Individualisierung, Sexualität, Ehe, Kapitalismus, Intimität und gesellschaftlicher Funktionswandel charakterisiert.
Die Autorin zeigt anhand der Thesen von Eva Illouz auf, wie die romantische Liebe in den 1920er Jahren durch Werbung und Freizeitkonsum in das marktwirtschaftliche System integriert wurde.
Das Internet wird als Ausdruck der modernen Individualisierung betrachtet, da es neue, anonyme und hocheffiziente Wege der Partnersuche und Selbstinszenierung ermöglicht.
Der GRIN Verlag hat sich seit 1998 auf die Veröffentlichung akademischer eBooks und Bücher spezialisiert. Der GRIN Verlag steht damit als erstes Unternehmen für User Generated Quality Content. Die Verlagsseiten GRIN.com, Hausarbeiten.de und Diplomarbeiten24 bieten für Hochschullehrer, Absolventen und Studenten die ideale Plattform, wissenschaftliche Texte wie Hausarbeiten, Referate, Bachelorarbeiten, Masterarbeiten, Diplomarbeiten, Dissertationen und wissenschaftliche Aufsätze einem breiten Publikum zu präsentieren.
Kostenfreie Veröffentlichung: Hausarbeit, Bachelorarbeit, Diplomarbeit, Dissertation, Masterarbeit, Interpretation oder Referat jetzt veröffentlichen!

