Diplomarbeit, 1997
193 Seiten, Note: 1,0
1. Einleitung
2. Forschungsgeschichte
3. Die Geschichte der griechischen Malerei vom Ende der Archaik bis zum Ende des Hellenismus
4. Die Entwicklung des neuzeitlichen Trompe l’oeil’s
5. Begriffsdefinition
5.1. Trompe l’oeil da cavalletto
5.2. Das architektonische Trompe l’oeil
5.3. Die Trompe l’oeil-artige Malweise
5.4. Der Illusionismus
5.5. Die Voraussetzungen
5.5.1. Die Größe, Farbe und Struktur
5.5.2. Der Aufstellungsort
5.5.3. Die Verbindung zwischen Wand und Bildhintergrund
6. Die technischen Voraussetzungen für die antike dreidimensionale Malerei
6.1. Die Verwendung von Licht und Schatten
6.2. Die Perspektive
6.3. Die Bauzeichnung
7. Die antiken Quellen
7.1. Die Trauben und der Vorhang, oder der Wettkampf zwischen Zeuxis und Parrhasios
7.1.1. Die Trauben (T 1 - T 5)
7.1.2. Der Vorhang (T 1)
7.2. Tiere werden durch eine Malerei getäuscht
7.2.1. Das Rebhuhn des Protogenes (T 6, T 7)
7.2.2. Die Raben von Rom (T 8)
7.2.3. Eine Schlange verscheucht Vögel (T 9)
7.2.4. Das Pferd des Apelles (T 10, T 11)
7.3. Der Schwamm oder wie Fortuna die Malerei förderte (T 12 - 17)
7.4. Die räumliche Tiefe
7.4.1. Alexander der Große als Zeus (T 18)
7.4.2. Der Stier des Pausias (T 19)
7.4.3. Der Schildträger des Polygnot (T 20)
7.4.4. Das Götterbild von Arsinoe II. (T 28)
7.5. Wie der Bildinhalt durch eine Erwartungshaltung beeinflußt wird
7.5.1. Die Kämpfer des Parrhasios (T 21)
7.5.2. Der Soldat des Theon (T 22)
7.5.3. Herondas (T 23, T 24)
7.6. Der ungefegte Boden (T 25 - 27)
8. Die Signatur des Hephaistion
9. Der Vorhang
9.1. Tomba della Mercareccia
9.2. Tomba della Tappezzeria
9.3. Tarent
9.4. Sarkophag aus der Tomba degli Anina
9.5. Centuripe
9.6. Tomba del Cacciatore
10. Gibt es Trompe l’oeil in der griechischen Grabmalerei ?
10.1. Gräber mit Gegenständen des täglichen Lebens
10.1.1. Das Grab von Ainea
10.1.2. Ein Kammergrab in Eretria
10.1.3. Die Tomba dei Rilievi
10.1.4. Albanella
10.1.5. Capaccio Scalo, Tomba 1/ 1964
10.1.6. Andriuolo, Tomba 23
10.1.7. Arcioni, Tomba 271/1976
10.1.8. Andriuolo, Tomba 12
10.1.10. Athen
10.1.11. Ein bemaltes Grab aus Tanagra
10.1.12. Tarent
10.1.14. Grabstele des Metrodoros
10.2. Grabmalerei mit Waffendarstellungen
10.2.1. Tomba Giglioli
10.2.2. Andriuolo Tomba 61
10.2.3. Gnathia
10.2.4. Andriuolo Tomba 28
10.2.5. Zwei Waffenfriese unbekannter Herkunft
10.2.6. Tomba dei Festoni
10.2.7. Tragilos
10.2.8. Gräber mit reliefierten Rundschilden
10.2.9. Das Grab von Lyson und Kallikles
10.2.10. Das Grab bei Katerini
10.2.11. Das Alketas - Grab in Termessos
10.2.12. Grabstein aus Istanbul
10.3. Waffenreliefs auf Monumenten, die nicht in den Bereich des Grab- bzw. Heroenkultes gehören
10.3.1. Das Osttor von Side
10.3.2. Die Athena - Stoa von Pergamon
11. Zusammenfassung
11.1. In welchem bildlichen Zusammenhang findet man Trompe l’oeil artige Darstellungen ?
11.2. Wieso können wir durch diese Bilder getäuscht werden?
11.3. Welche Absicht könnte hinter diesen Darstellungen stehen?
Die Arbeit untersucht das Phänomen des antiken Illusionismus, insbesondere des Trompe-l'oeil, und analysiert dessen Wahrnehmung sowie seine Anwendung in der griechischen Malerei und Grabkunst durch den Vergleich antiker Quellen mit erhaltenen Denkmälern.
7.1.1. Die Trauben (T 1 - T 5)
Eine, wenn nicht sogar die bekannteste Anekdote über antikes Trompe l’oeil handelt von Trauben, die so naturalistisch gemalt waren, daß Vögel davon getäuscht wurden. Sie wird zweimal in unterschiedlichem Kontext für Zeuxis überliefert. Einmal handelt es sich um einen Wettstreit mit seinem Malerkollegen Parrhasios. Zeuxis malte die erwähnten Trauben, die durch ihre naturalistische Darstellungsweise die Vögel täuschten, während Parrhasios einen Vorhang zeichnete und Zeuxis erst durch seine Bitte, den Vorhang zur Seite ziehen zu dürfen, auf die Augentäuschung aufmerksam wurde. In der Zweiten wird vom Gemälde eines Knaben berichtet, der Trauben in der Hand hält. Wieder können Vögel nicht zwischen realen und gemalten Trauben unterscheiden und versuchen, nach ihnen zu picken. Zeuxis soll darüber so erbost gewesen sein, daß er die Trauben übermalte, da der dargestellte Knabe keine abschreckende Wirkung auf die Vögel ausübte und somit nicht so naturalistisch dargestellt war wie die Trauben.
Es stellt sich nun die Frage, wie die zwei Gemälde mit den Trauben ausgesehen haben könnten und ob sie die gleiche täuschende Wirkung auch auf den Menschen ausgeübt haben.
1. Einleitung: Einführung in das Thema der optischen Wahrnehmung und der Definition von Trompe-l'oeil-Phänomenen in der Antike.
2. Forschungsgeschichte: Überblick über die kunsthistorische Forschung zum antiken Illusionismus von Franz Wickhoff bis in die Gegenwart.
3. Die Geschichte der griechischen Malerei vom Ende der Archaik bis zum Ende des Hellenismus: Darstellung der technischen und historischen Grundlagen, die eine illusionistisch-realistische Malerei begünstigten.
4. Die Entwicklung des neuzeitlichen Trompe l’oeil’s: Erläuterung der Entwicklung der Bildgattung im 17. und 18. Jahrhundert in den Niederlanden und Europa.
5. Begriffsdefinition: Präzisierung und Abgrenzung der Begriffe Trompe l’oeil, Illusionismus und ihrer Unterformen.
6. Die technischen Voraussetzungen für die antike dreidimensionale Malerei: Analyse von Licht, Schatten, Perspektive und Bauzeichnung als notwendige Grundlagen für den Illusionismus.
7. Die antiken Quellen: Kritische Untersuchung von Schriftquellen zu Augentäuschungen und deren Bedeutung für das Verständnis antiker Malereipraktiken.
8. Die Signatur des Hephaistion: Analyse einer spezifischen Mosaikinschrift in Pergamon als Beispiel für ein antikes Trompe-l'oeil.
9. Der Vorhang: Zusammenfassende Betrachtung des Vorhang-Motivs als illusionistisches Element in der antiken Wand- und Grabmalerei.
10. Gibt es Trompe l’oeil in der griechischen Grabmalerei ?: Detaillierte Analyse von Grabbeigaben, Waffendarstellungen und architektonischen Bemalungen in verschiedenen Regionen.
11. Zusammenfassung: Synthese der Erkenntnisse zur Intention und Wahrnehmung illusionistischer Darstellungen in der griechischen Antike.
Trompe l’oeil, antike Malerei, Illusionismus, Zeuxis, Parrhasios, Wandmalerei, Grabmalerei, Perspektive, Licht und Schatten, Augentäuschung, antike Quellen, Mosaikkunst, Realismus, Wahrnehmung, illusionistische Bildgestaltung.
Die Diplomarbeit untersucht das Auftreten und die Intention von Trompe-l'oeil-Effekten und Illusionismus in der antiken griechischen Malerei und Grabkunst unter Einbeziehung schriftlicher Quellen und archäologischer Funde.
Die Arbeit behandelt die Definition des Illusionismus, die historische Entwicklung der griechischen Malerei, die Rolle antiker Anekdoten und die Analyse erhaltener Grabmalereien mit Fokus auf deren täuschende Wirkung.
Das Ziel ist es, einen fundierten Überblick über das Trompe-l'oeil in der griechischen Antike zu geben und die Frage zu klären, inwieweit antike Malerei tatsächlich als Augentäuschung konzipiert war.
Es erfolgt eine vergleichende Analyse antiker literarischer Quellen mit archäologisch erhaltenen Originalen (Wandmalerei, Mosaik) und zeitgenössischer kunsthistorischer Fachliteratur.
Der Hauptteil gliedert sich in eine theoretische Begriffsbestimmung, eine Untersuchung technischer Voraussetzungen und eine detaillierte Analyse spezifischer Beispiele, insbesondere aus dem Grabkontext.
Die Arbeit fokussiert auf Trompe l’oeil, Illusionismus, antike Malerei, Wahrnehmung, Mosaikkunst, Grabmalerei und die methodische Arbeit mit antiken Künstleranekdoten.
Sie unterscheidet durch die Intention: Während im Trompe-l'oeil eine bewusste Augentäuschung beabsichtigt ist, dient die trompe-l'oeil-artige Malweise in Gräbern primär als funktionaler Ersatz für reale Beigaben, nicht zur bewussten Irritation des Betrachters.
Die Autorin betrachtet sie als rhetorische Mittel und "Wanderanekdoten", die weniger den historischen Wahrheitsgehalt abbilden, als vielmehr die zeitgenössische Wertschätzung für naturalistisches Können und künstlerische Meisterschaft.
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