Magisterarbeit, 2006
95 Seiten, Note: 1,15
1 Einleitung
2 Grundlagen
2.1 Quellenlage
2.2 Politik in der athenischen Demokratie
2.3 Das athenische Gerichtswesen
3 Biographie
3.1 Die Familie
3.2 Der junge Alkibiades
3.2.1 Kindheit
3.2.2 Jugend
3.3 Der Stratege Alkibiades
3.3.1 Der Kampf um Sizilien
3.3.2 Flucht nach Sparta
3.3.3 Der Krieg in Ionien
3.3.4 Flucht nach Persien
3.3.5 Rückkehr zur Flotte
3.3.6 Rückkehr nach Athen
3.3.7 Das letzte Exil
4 Die Politik des Alkibiades
4.1 Engagement für Sizilien
4.1.1 Der Auslöser des Krieges gegen Sizilien
4.1.2 Der Aufstieg an die Spitze der Kriegspartei
4.1.3 Die Stimmung der Bevölkerung
4.1.4 Nutzen für Athen
4.1.5 Persönliche Umstände und Motivation
4.1.6 Zusammenfassung
4.2 Verbannung und Flucht nach Sparta
4.2.1 Politische Umstände
4.2.2 Möglichkeiten der Agitation nach Ankunft der Salaminia
4.2.3 Zusammenfassung
4.3 Persönliches Eingreifen in den Krieg in Ionien
4.3.1 Grundlagen für das Eingreifen
4.3.2 Persönliche Umstände und Motivation
4.3.3 Zusammenfassung
4.4 Alkibiades als Berater des Tissaphernes
4.4.1 Politische Grundlagen
4.4.2 Persönliche Motivation für die Annäherung an Tissaphernes
4.4.3 Zusammenfassung
4.5 Die Rückkehr als Feldherr zur Flotte
4.5.1 Politische Voraussetzungen
4.5.2 Reaktion auf den Umsturz der 400
4.5.3 Zusammenfassung
5 Schlussbemerkung
Die vorliegende Arbeit analysiert die politische Vorgehensweise des Alkibiades und untersucht, inwieweit seine persönlichen Ambitionen im Konflikt mit einer sachgemäßen Orientierung am Wohl des athenischen Staates standen. Die Forschungsfrage fokussiert dabei auf die Interdependenz zwischen seinem individuellen Charakter, seinem sozialen Umfeld und seinen weitreichenden politischen Entscheidungen während des Peloponnesischen Krieges.
3.2.1 Kindheit
Alkibiades wurde um 450 v. Chr. geboren. Leider ist uns von Alkibiades' Kindheit nur wenig bekannt. Wir wissen, dass er seinen Vater nie bewusst erleben konnte. Kleinias starb vermutlich drei Jahre nach Alkibiades Geburt, bei der Schlacht von Koroneia. Nach seinem Tod wurde Alkibiades von dem von ihm bestimmten Vormund großgezogen. Dieser Vormund war Niemand geringeres als Perikles. Perikles kümmerte sich natürlich nicht selbst um ihn, sondern betraute zuerst die lakonische Amme Amykla, später den thrakischen Pädagogen Zapyros, mit der Erziehung des lebhaften und aufgeweckten Jungen. Böse Zungen behaupten Perikles hätte Zapyros nur ausgewählt, weil dieser sein nutzlosester Sklave war.
Auf jeden Fall zeigte er nur wenig Interesse an dem Jungen und ließ keinen Zweifel daran, dass er sich diesen nicht als seinen Nachfolger vorstellte. Außer diesen wenigen Informationen sind uns nur einige Anekdoten aus seiner Kindheit bekannt, deren Echtheit jedoch fraglich ist. Da es aber Alkibiades' Charakter ist, der uns bei der Frage nach seinen persönlichen Ambitionen beschäftigen muss, ist es gleichgültig, ob die Geschichten wahr sind oder nur seinem Charakter entsprechend auf seine Jugend zurückprojiziert wurden. In jedem Fall gewähren sie einen Einblick in den Charakter des Alkibiades. So berichtet uns Plutarch, dass Alkibiades eines Tages mit einigen anderen Kindern auf der Strasse mit Knöcheln spielte. Einer der Spielsteine des Alkibiades landet dabei auf der Fahrbahn, auf der genau in diesem Moment ein Lastwagen kam, der im ersten Moment keine Anstalten machte sich wegen der spielenden Kinder von seinem Tagesgeschäft abhalten zu lassen. Als Alkibiades das bemerkte, schmiss er sich genau vor den Wagen auf die Strasse. Der geschockte Fahrer stoppte sofort seinen Wagen und war sicherlich froh, dass er nicht das Mündel des Perikles getötet hatte. Alkibiades hat hier zum ersten Mal seinen unbedingten Willen gezeigt, das zu bekommen, was er sich in den Kopf gesetzt hatte, ohne dabei auf die Trivialitäten des Alltags und die Interessen anderer Menschen Rücksicht zu nehmen.
1 Einleitung: Darstellung der Forschungsrelevanz und der zentralen Fragestellung bezüglich Alkibiades' politischer Ambitionen.
2 Grundlagen: Analyse der Quellenlage und Erläuterung der politischen sowie juristischen Rahmenbedingungen Athens.
3 Biographie: Detaillierte Betrachtung der familiären Herkunft, der Jugendjahre und der militärischen sowie strategischen Laufbahn des Alkibiades.
4 Die Politik des Alkibiades: Ausführliche Analyse seiner zentralen politischen Entscheidungen, angefangen beim Sizilien-Engagement bis hin zu seinem Verhalten gegenüber Persien und der athenischen Flotte.
5 Schlussbemerkung: Zusammenfassende Bewertung von Alkibiades als Diplomat und Stratege sowie Fazit zum Spannungsfeld zwischen persönlicher Motivation und staatlicher Sachorientierung.
Alkibiades, Athen, Peloponnesischer Krieg, Sizilienexpedition, Tissaphernes, Perikles, Demokratie, Strategie, Politik, Historische Quellen, Thukydides, Xenophon, Machtambition, Oligarchie, Diplomatie.
Die Arbeit befasst sich mit dem politischen Wirken des Alkibiades während des Peloponnesischen Krieges und untersucht den Konflikt zwischen dessen persönlicher Ambition und einer sachgemäßen, am Staatswohl orientierten Politik.
Zentrale Themen sind die athenische Demokratie des 5. Jahrhunderts, die biographische Entwicklung des Alkibiades, seine militärischen Strategien (insbesondere Sizilien) und seine diplomatischen Manöver am Hof der Perser.
Das Ziel ist es, die politischen Entscheidungen des Alkibiades mit Blick auf seinen Charakter und seine Lebensumstände neu zu bewerten und zu hinterfragen, ob Ehrgeiz oder Sachverstand den Ausschlag gaben.
Die Arbeit basiert auf einer quellenkritischen Analyse historischer Schriften (u.a. Thukydides, Xenophon, Plutarch) sowie der Auswertung moderner Forschungsliteratur zur politischen Geschichte Athens.
Der Hauptteil analysiert fünf entscheidende Phasen: das Engagement für Sizilien, die Flucht nach Sparta, das Eingreifen in Ionien, die Beraterrolle bei Tissaphernes und die Rückkehr als Feldherr zur athenischen Flotte.
Das Werk wird maßgeblich durch Begriffe wie Alkibiades, Machtambition, athenische Politik, Peloponnesischer Krieg und die historische Quellenkritik definiert.
Die Affäre dient als maßgeblicher persönlicher Grund für Alkibiades' mangelnde Möglichkeit, dauerhaft in Sparta zu verbleiben, und unterstreicht seinen opportunistischen Charakter.
Er sah in Argos das strategische Mittel, um Sparta außenpolitisch zu isolieren und seine eigene Machtstellung innerhalb der athenischen Innenpolitik durch Erfolge gegenüber der konkurrierenden Friedenspartei zu festigen.
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