Examensarbeit, 2002
22 Seiten, Note: 1,7
Einleitung – Vorbemerkung zu Max Reinhardts Theater
I. Die Inszenierung
1. Allgemeines
2. Figuren
2.1 Grundsätzliches
2.2 Die Figuren im Einzelnen
a) Faust
b) Mephisto
c) Margarete
3. Bühne
4. Gesamtkonzept
II. Andere Faust-Inszenierungen
1. Der Salzburger Faust
2. Der amerikanische Faust
Schluß
Die vorliegende Arbeit analysiert Max Reinhardts erste Faust-Inszenierung aus dem Jahr 1909 und untersucht, wie der Regisseur durch sein spezifisches Regiekonzept, den Einsatz der Drehbühne und eine tiefgreifende Figurenpsychologie die zentralen Konflikte des Goetheschen Dramas bühnenwirksam zur Geltung bringt.
Straße (S. 228)
In dieser stilisierten Skizze verdeutlicht Reinhardt seine bühnenbildlichen Vorstellungen zur Szene Straße. Der hier stilisiert wiedergegebene Dekorationsaufbau vermag das grundsätzliche dramatische Geschehen der gesamten Gretchentragödie bereits vorweg zu symbolisieren. Alle wesentlichen Elemente sind vorhanden. Die sich im Folgenden entwickelnde Handlung reflektiert, was das Bühnenbild beim Öffnen des Vorhangs bereits andeutet. Reinhardt kommentiert folgendermaßen:
„Enge altdeutsche, niedrige Häuser mit hellen, kleinen Fensterscheiben, roten Dächern und kleinen Thüren. Links Thorbogen [...], rechts und links dem Zuschauer gegenüber Häuser. Rechts das Haus Gretchens angenommen. In der Mitte alter Brunnen (Sitzgelegenheit). Nach rückwärts zwingt eine enge Gasse den Hügel bergauf/ab. Sie ist steil und führt über Stufen. Erkervorsprung. Die oberen Etagen sind vorgebaut. Alles eng niedrig gedrückt aber sauber.
Einer sieht dem anderen in die Fenster und die blanken runden Fensterscheiben können nichts verhüllen. Oben auf dem Berg ist die Kirche angenommen. (Wenn möglich, ragt ihr Turm über die andern Häuser hinweg.)“ (S. 228)
Einleitung – Vorbemerkung zu Max Reinhardts Theater: Diese Einleitung beleuchtet Reinhardts prägende Rolle für das moderne Regietheater und führt in seine Philosophie des Gesamtkunstwerks ein.
I. Die Inszenierung: Dieses Kapitel analysiert detailliert die Inszenierung von 1909, insbesondere die Figurenkonstellationen, die bahnbrechende Bühnentechnik und das zugrunde liegende Regiekonzept.
II. Andere Faust-Inszenierungen: Hier werden Reinhardts spätere Interpretationen in Salzburg und Amerika porträtiert und in Bezug zu seinem ersten Faust-Versuch gesetzt.
Schluß: Das Fazit fasst Reinhardts lebenslanges Streben zusammen, Goethes Werk durch echte Emotion und künstlerische Achtung dem Publikum zugänglich zu machen.
Max Reinhardt, Goethes Faust, Regietheater, Gesamtkunstwerk, Drehbühne, Figurenkonstellation, Inszenierung, Regiebuch, Gretchentragödie, Bühnenbild, Berliner Theater, Theatergeschichte, Bühnentechnik, Schauspielerführung, Drama.
Die Arbeit untersucht Max Reinhardts erste Faust-Inszenierung von 1909 und analysiert, wie er Goethes Klassiker als Gesamtkunstwerk auf die Bühne brachte.
Im Zentrum stehen die Regiearbeit Reinhardts, die psychologische Tiefe der Figuren und die technische Umsetzung mittels Drehbühne.
Ziel ist es, das „Reinhardt-Prinzip“ der Inszenierung durch die Auswertung seines Regiebuches und die Rekonstruktion seiner ästhetischen Entscheidungen nachvollziehbar zu machen.
Der Autor nutzt eine aufführungsanalytische Methode, die auf Reinhardts originalen Regieanweisungen und der wissenschaftlichen Aufarbeitung durch Wilfried Passow basiert.
Der Hauptteil gliedert sich in eine detaillierte Figuren- und Szenenanalyse sowie eine Untersuchung der räumlichen Umsetzung auf der Bühne.
Regietheater, Gesamtkunstwerk, Faust-Interpretation, Inszenierungsstil und Bühnenarchitektur.
Vom energisch-verzweifelten Faust im Jahr 1909 entwickelt sich die Figur in späteren Inszenierungen hin zu einer stilleren, grübelnden und düstereren Charakterzeichnung.
Die Drehbühne dient als zentrales Instrument, um die Simultaneität der Schauplätze zu gewährleisten und eine harmonische, raumgreifende Inszenierung zu ermöglichen.
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