Bachelorarbeit, 2006
113 Seiten, Note: 1,1
1 Einführung
2 Historischer Rückblick
2.1 Geschichte des Messewesens
2.2 Herkunft des Messebegriffs
3 Typologisierung
3.1 Definitionsbestimmung für Messen und Ausstellungen
3.2 Funktionen und Ziele von Messen
3.3 Unterscheidung von Messetypen
4 Institutionen des Messe- und Ausstellungswesens
4.1 AUMA
4.1.1 Organisationsstruktur des AUMA
4.1.2 Die sechs Kerngeschäftsfelder des AUMA
4.2 Gesellschaft zur Freiwilligen Kontrolle von Messe- und Ausstellungszahlen (FKM)
4.3 The Global Association of the Exhibition Industry (UFI)
5 Messen im Marketingmix
5.1 Marketing allgemein
5.2 Messen im Marketing Mix
6 Der Messeplatz Deutschland
6.1 Bilanz 2005 und Aussichten für 2006
6.2 Internationalisierung und Globalisierung der Messewirtschaft
7 Die digitale Revolution
7.1 Internet
7.1.1 Internet-Glossar
7.2 Realitäten
7.2.1 Cyberspace
8 Virtuelle Messen und Ausstellungen
8.1 Definition
8.2 Internet als Veranstaltungsort
8.3 Multimediale Möglichkeiten der virtuellen Messe
8.3.1 Präsentationsmöglichkeiten der virtuellen Messe
8.3.2 Kommunikationsmöglichkeiten der virtuellen Messe
8.4 Funktion von virtuellen Messen
8.4.1 Begleitmessen
8.4.2 Substitutionsmessen
8.5 Marketingstrategie für virtuelle Messen
8.5.1 Aussteller
8.5.2 Besucher
8.5.3 Veranstalter
8.6 Vergleich der realen und virtuellen Messen
8.6.1 Ausstellersicht
8.6.2 Besuchersicht
8.6.3 Veranstaltersicht
8.7 Beispiele von Begleit- und Substitutionsmessen
8.7.1 www.drupa.de
8.7.2 Beispiel einer Substitutionsmesse
8.8 Befragung zum Thema virtuelle Messe
8.8.1 Umfrageergebnisse
9 Fazit und Ausblick
Die vorliegende Bachelorarbeit untersucht das traditionelle Messewesen und dessen Entwicklung im Kontext der digitalen Revolution, mit einem besonderen Fokus auf den Begriff, die Funktion und die praktische Umsetzung virtueller Messen. Das primäre Ziel ist es, den Mehrwert und die Einsatzmöglichkeiten virtueller Messeformate als Ergänzung oder Substitution realer Messen kritisch zu analysieren sowie die Einstellung der deutschen Messewirtschaft dazu zu beleuchten.
8.3.1 Präsentationsmöglichkeiten der virtuellen Messe
Wie soll das Konzept für die Produktpräsentation in der virtuellen Welt aussehen? Sollen die Objekte nach Themen oder nach Alphabet gegliedert werden? Um die Zeit der Mustermessen im Internet nicht zu wiederholen, wäre es sicherlich sinnvoll, das Konzept realer Messen zu übernehmen. Demnach gibt es in der virtuellen Welt Hallen, in denen die Aussteller nach Branche bzw. Thema aufgeteilt ihre Objekte vorstellen. Damit brauchen sich die Besucher zumindest nicht an neue Gliederungsstrukturen gewöhnen und können sich wie auf einer realen Messe orientieren.
Die Unternehmen präsentieren sich in den Hallen an ihren virtuellen Ständen. Diese können sehr verschieden dargestellt werden. Angefangen mit rein textuellen Beschreibungen der Hallen, der Stände und der Produkte zu grafischer Navigation bis hin zu 3D-Welten mit realitätsnahen Abbildungen. Im Abschnitt 7.6.2 wird die einfachste Form eines 3D-Standes beschrieben. Die Stände können bei einem qualitativ hohen Standard beispielsweise mit sprechenden Avataren ausgestattet werden, an dem Stand können Werbetrailer der Firma laufen, und virtuelle Informationsbroschüren zum Anschauen wären ebenso möglich.
Die Präsentation der Produkte braucht unterschiedlich viel Aufwand. Teilweise sind Objekte bereits in digitaler Form vorhanden wie z. B. Software. Die virtuelle Messe ist daher eine ideale Vorführungsstätte. Dies gilt auch für sehr kleine oder sehr große Objekte (landwirtschaftliche Verkehrsmittel, Baugeräte), immaterielle Güter (Dienstleistungen) oder schwer erklärbare Prozesse (z.B. Maschinenbau), die online mittels Multimediapräsentationen hervorragend veranschaulicht werden können.
1 Einführung: Die Einleitung steckt den Rahmen der Arbeit ab und erläutert die Bedeutung der Untersuchung von realen und virtuellen Messen.
2 Historischer Rückblick: Dieses Kapitel zeichnet die Entwicklung des Messewesens von den Anfängen in der Antike bis zur Etablierung moderner Messekonzepte nach.
3 Typologisierung: Hier werden Definitionskriterien, Funktionen sowie eine Systematisierung verschiedener Messetypen vorgestellt.
4 Institutionen des Messe- und Ausstellungswesens: Es folgt eine Beschreibung der zentralen Verbände wie AUMA, FKM und UFI, die die Branche maßgeblich mitgestalten.
5 Messen im Marketingmix: Dieses Kapitel erläutert die Einordnung der Messe als wichtiges Instrument der Kommunikationspolitik innerhalb des Marketing-Mix.
6 Der Messeplatz Deutschland: Hier wird die herausragende Position Deutschlands als Messestandort sowie aktuelle Entwicklungen, Trends und Globalisierungsaspekte analysiert.
7 Die digitale Revolution: Dieser Teil befasst sich mit den technologischen Grundlagen der digitalen Welt, einschließlich Internet, Virtual Reality, Mixed Reality und Virtual Communities.
8 Virtuelle Messen und Ausstellungen: Der Hauptteil untersucht die Definition, Funktion und Marketingstrategien virtueller Messen sowie den Vergleich mit realen Messen anhand praktischer Beispiele und einer Umfrage.
9 Fazit und Ausblick: Die Schlussbetrachtung fasst die Ergebnisse zusammen und wagt einen Ausblick auf die zukünftige Koexistenz von realen und virtuellen Messen.
Messewirtschaft, virtuelle Messe, Marketing-Mix, Virtual Reality, Internet, Begleitmesse, Substitutionsmesse, AUMA, Messetrends, digitale Revolution, Kommunikation, Aussteller, Fachbesucher, Kundenbindung, Messeplatz Deutschland
Die Arbeit untersucht den aktuellen Stellenwert und die zukünftige Entwicklung von Messen im realen sowie im virtuellen Raum.
Die Schwerpunkte liegen auf dem klassischen Messemanagement, der Marketing-Integration von Messen und den technologischen Voraussetzungen für virtuelle Messeformate.
Ziel ist es, den potenziellen Mehrwert virtueller Messen zu analysieren, ihre Funktion als Ergänzung zu realen Messen zu bewerten und ein Stimmungsbild der Branche dazu einzuholen.
Neben einer fundierten theoretischen Literaturanalyse wurde eine qualitative Befragung unter 24 Messegesellschaften und Messeveranstaltern durchgeführt.
Der Hauptteil gliedert sich in die theoretischen Grundlagen des Messewesens, die Einordnung in den Marketing-Mix, die Rolle der digitalen Technologien und eine detaillierte Auseinandersetzung mit virtuellen Messen und deren Vor- und Nachteilen.
Zu den Kernbegriffen gehören Messewirtschaft, virtuelle Messe, Marketing-Mix, Virtual Reality sowie der deutsche Messeplatz.
Während Begleitmessen als Unterstützung und zur Optimierung der Vor- und Nachbereitung realer Messen dienen, zielen Substitutionsmessen darauf ab, eine physische Messe komplett zu ersetzen.
Die Befragung zeigt, dass die Mehrheit der Messeverantwortlichen den Nutzen virtueller Messen anzweifelt, da sie die emotionale Qualität und die Face-to-Face Kommunikation einer echten Messe nicht ersetzen können.
Deutschland gilt als weltweite Nummer eins bei der Durchführung internationaler Leitmessen, wobei etwa zwei Drittel der führenden Branchenmessen hier stattfinden.
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