Diplomarbeit, 2006
143 Seiten, Note: 1,7
Geowissenschaften / Geographie - Bevölkerungsgeographie, Stadt- u. Raumplanung
1 Einleitung
1.1 Problemstellung und Zielsetzung
1.2 Aufbau und Methodik der Arbeit
1.3 Datenquellen
2 Die Stadt-Umland-Region und Modelle zur Abgrenzung
2.1 Begriff und Abgrenzung der Region
2.2 Modelle der Stadtregionen
2.2.1 Boustedt-Stadtregionen
2.2.2 BIK-Stadtregionen
2.2.3 Bewertung der Regionsabgrenzungsmodelle
3 Die Wohnungsmarktregion – Begriffsbestimmung, Prozesse und Methoden zur Abgrenzung
3.1 Sachliche Eingrenzung und Definition des Wohnungsmarktes
3.2 Aktuelle Trends der Siedlungsentwicklung
3.3 Aktuelle Ansätze zur Abgrenzung regionaler Wohnungsmärkte
3.4 Regionaler Wohnungsmarkt versus Stadtregion
4 Die räumliche Abgrenzung von Wohnungsmarktregionen mit Hilfe von Klassifizierungsverfahren
4.1 Verfahren der Raumklassifizierung
4.2 Vorstellung und räumliche Abgrenzung der Untersuchungsregionen
4.2.1 Die Untersuchungsregion Dresden
4.2.2 Die Untersuchungsregion Stuttgart
4.2.3 Die Untersuchungsregion München
4.3 Determinanten zur Abgrenzung von Wohnungsmarktregionen
4.3.1 Einführung
4.3.2 Verflechtungsindikatoren
4.3.2.1 Pendlerverflechtungen
4.3.2.2 Kleinräumige Migration
4.3.3 Strukturindikatoren
4.3.3.1 Größe und Dichte
4.3.3.2 Arbeitsmarkt
4.3.3.3 Mobilität und Erreichbarkeit
4.3.3.4 Demographie
4.3.3.5 Dynamik
4.4 Datenanalyse
4.4.1 Datenaufbereitung und Normierung
4.4.2 Ausreißeranalyse
4.4.3 Untersuchung der Variablenstruktur
4.4.4 Multivariate Clusteranalyse
4.5 Ergebnis und Darstellung der Clusteranalyse
4.6 Qualitätsüberprüfung
4.6.1 Validierung des statistischen Modells
4.6.2 Vergleich der Modellergebnisse mit bestehenden Stadt-Umland Abgrenzungen
4.6.2.1 Stadtregion
4.6.2.2 BIK-Region
4.6.2.3 Weitere Abgrenzungen
5 Ergebnisdiskussion und Bewertung
5.1 Einflussfaktoren auf die Validität des Abgrenzungsmodells
5.2 Raumstruktur, Stadtgröße und Wohnungsmarktlage
6 Schlussbetrachtung
Diese Arbeit zielt darauf ab, Kriterien und methodische Lösungswege für die Abgrenzung regionaler Wohnungsmärkte zu entwickeln, um eine Basis für eine regionalisierte Wohnungspolitik und effiziente Wohnungsmarktbeobachtung zu schaffen. Die Forschungsfrage untersucht, welche Klassifizierungsmethoden und sekundärstatistischen Indikatoren geeignet sind, um regionale Wohnungsmärkte anhand der Beispielregionen Dresden, Stuttgart und München präzise zu definieren.
3.1 Sachliche Eingrenzung und Definition des Wohnungsmarktes
Der Terminus des Wohnungsmarktes wird in der Literatur und in der Praxis nicht einheitlich verwendet. Zum einen wird darunter das gesamte Wohnungsangebot und die Wohnungsnachfrage verstanden und zum anderen beschränkt sich der Begriff nur auf sektorale bzw. regionale Teilmärkte. Dabei versteht man unter einem Markt einen ‚gedachten’ Ort für den Austausch von Angebot und Nachfrage eines Gutes in einem bestimmten Zeitintervall, wodurch ökonomische Beziehungen zwischen Anbieter und Nachfrager entstehen.
Die Besonderheit des Wohnungsmarktes ist die Standortgebundenheit des Gutes Wohnung, seine lange Produktionsdauer und Langlebigkeit, die Heterogenität und die mangelnde Substituierbarkeit. Die Immobilität des Gutes Wohnung führt zu regionalen Teilmärkten, die durch unterschiedliche Preise für Wohnungen ähnlicher Größe und Ausstattung geprägt sind und deren räumliche Ausdehnung durch die Bedingungen der Erreichbarkeit auf der mobilen Nachfragerseite begrenzt ist. Diese Erreichbarkeit definiert sich aus der maximal zumutbaren Distanz zwischen Arbeitsplatz, Ausbildungsplatz, Versorgungseinrichtungen und der Wohnung für die Wohnnutzenden. Dabei ist die maximal zumutbare Distanz weniger durch die Entfernung, sondern durch die Reisezeit bestimmt. Dieses entscheidende Kriterium wird daher im empirischen Teil der Arbeit als ein Indikator für die Abgrenzung regionaler Wohnungsmärkte verwendet.
Die Zuordnung einer Wohnung zu einem regionalen Teilmarkt erfolgt durch die räumliche Orientierung seiner Nutzer, die durch Pendler- und Wanderungsströme als Ausdruck funktionaler Verflechtungsbeziehungen deutlich wird und ebenfalls im Indikatorenset berücksichtigt wird.
1 Einleitung: Einführung in die Problematik der Regionsabgrenzung und Darstellung der methodischen Vorgehensweise anhand der Beispielregionen.
2 Die Stadt-Umland-Region und Modelle zur Abgrenzung: Theoretische Grundlagen und kritische Betrachtung bestehender Modelle zur Abgrenzung von Stadtregionen.
3 Die Wohnungsmarktregion – Begriffsbestimmung, Prozesse und Methoden zur Abgrenzung: Definition des Wohnungsmarktes, Analyse von Trends der Siedlungsentwicklung und Diskussion aktueller Abgrenzungsansätze.
4 Die räumliche Abgrenzung von Wohnungsmarktregionen mit Hilfe von Klassifizierungsverfahren: Empirischer Hauptteil mit detaillierter Beschreibung der verwendeten Klassifizierungsmethoden, Datenaufbereitung und Validierung.
5 Ergebnisdiskussion und Bewertung: Ausführliche Analyse der Einflussfaktoren auf die Modellvalidität sowie Untersuchung des Zusammenhangs zwischen Raumstruktur und Wohnungsmarktlage.
6 Schlussbetrachtung: Zusammenfassung der Ergebnisse und Ausblick auf den weiteren Forschungsbedarf sowie die Anwendbarkeit der entwickelten Methode.
Wohnungsmarktregion, Regionsabgrenzung, Clusteranalyse, Siedlungsstruktur, Suburbanisierung, Pendlerverflechtung, Stadtregion, Diskriminanzanalyse, Wohnungsmarktbeobachtung, Raumklassifizierung, Multivariate Statistik, Untersuchungsregionen, Standortgebundenheit, Wohnungsnachfrage, Datenaufbereitung.
Die Arbeit beschäftigt sich mit der räumlichen Abgrenzung regionaler Wohnungsmärkte, da bestehende Stadt-Umland-Modelle für diese spezifische Fragestellung oft unzureichend sind.
Die zentralen Themen umfassen die Regionalisierung von Wohnungsmärkten, Siedlungsstrukturentwicklungen, Suburbanisierungsprozesse und die Anwendung statistischer Klassifizierungsverfahren.
Das Ziel ist die Entwicklung einer stabilen und methodisch fundierten Abgrenzung von Wohnungsmarktregionen, die für unterschiedliche Agglomerationsräume anwendbar ist.
Die Arbeit nutzt hauptsächlich multivariate statistische Verfahren, insbesondere die Clusteranalyse zur Gruppierung und die Diskriminanzanalyse zur Validierung der Ergebnisse.
Der Hauptteil widmet sich der räumlichen Klassifizierung der Untersuchungsregionen Dresden, Stuttgart und München unter Einbeziehung von Sekundärdaten und der Durchführung einer Clusteranalyse.
Wichtige Begriffe sind Wohnungsmarktregion, Regionsabgrenzung, Clusteranalyse, Suburbanisierung und Pendlerverflechtungen.
Ausreißer wurden mittels des Single-Linkage-Verfahrens identifiziert und aus der weiteren Analyse eliminiert, um die Qualität der Clusterbildung nicht zu verzerren.
Da die Erreichbarkeit zwischen Wohnort und Arbeitsplatz entscheidend für die Marktabgrenzung ist und die Reisezeit das verhaltensrelevante Kriterium für Haushalte darstellt.
Ja, aufgrund der unterschiedlichen polyzentralen bzw. monozentralen Raumstrukturen zeigen sich differenzierte Ergebnisse, die jedoch durch die methodische Anwendung stabilisiert wurden.
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