Magisterarbeit, 2006
108 Seiten, Note: 2,7
1. Einleitung
2. Bedeutungen von Begriffen
2.1 Feminismus und Frauenbewegung
2.2 Gender Mainstream
3. Frauenbewegung im Westen und in China
3.1 Die Wege der Frauenbewegung im Westen
3.2 Die Anfänge der Frauenbewegung in der chinesischen Gesellschaft
4. Die Frauenbewegung in Taiwan
4.1 Das „Erwachen“ der Frauen in Taiwan
4.1.1 Von den Anfängen bis 1980
4.1.2 Die Zeitspanne von 1980 bis 1990
4.1.3 Die Frauenbewegung nach 1990
4.2 Die Awakening Foundation und die Zeitschrift Awakening
4.3 Probleme der Frauen in der taiwanesischen Gesellschaft im Diskurs über Diskriminierungen in der Zeitschrift Awakening von 1996 bis 2005
4.3.1 Die Stellung der Frauen in der Politik
4.3.2 Die Rechte der Frauen
4.3.3 Beschäftigungsverhältnisse und wirtschaftliche Situation von Frauen
4.3.4 Frauen und Gesundheit
4.3.5 Frauen und Sicherheit
4.3.6 Frauen und Medien
4.3.7 Frauen und Bildung
4.3.8 Frauen und ihr Umfeld
4.3.9 Unterdrückte Minderheiten und deren Menschenrechte
4.4. Erfolge und deren Implikationen
4.5. Zusammenfassung
5. Zusammenhang von Tradition und gegenwärtiger Stellung der Frau in der taiwanesischen Gesellschaft?
5.1 Die Rolle der Frauen im kulturellen Kontext
5.2 Vergangene Formen der Diskriminierung?
5.3 Die untergeordnete Stellung der Frau in der traditionellen chinesischen Gesellschaft und Lü Xiulian´s Neuer Feminismus
5.4 Zusammenfassung
6. Fazit, Interview mit Ceng Zhaoyuan 曾昭媛
Die Arbeit untersucht die Entwicklung der Frauenbewegung in Taiwan und analysiert anhand der Zeitschrift "Awakening" (1996–2005) spezifische Diskriminierungsprobleme, um einen Zusammenhang zwischen gegenwärtigen Benachteiligungen und traditionellen, konfuzianisch geprägten Strukturen der chinesischen Vergangenheit herzustellen.
3.1 Die Wege der Frauenbewegung im Westen
Frauen hatten in den westlichen Ländern lange Zeit eine untergeordnete Stellung und erlangten erst im 20. Jahrhundert mehr Rechte. Der Theologe Demosthenes Savramis verweist auf die Stärke der Frauen in der Urgesellschaft und in weniger entwickelten Völkern. Anschließend nennt er die Urangst der Männer vor dem anderen Geschlecht als Ursache für die Entfremdung der Geschlechter und das Entstehen einer Vorherrschaft des männlichen Geschlechts.18 Den Höhepunkt der Erniedrigung der Frau durch den Mann in der christlichen Welt stellt die Hexenverfolgung dar. Die Überlegenheit des Mannes in der christlichen Lehre geht auf die Interpretation von Texten über die Erschaffung des Paradieses zurück, wonach die Frau aus einer Rippe des Mannes erschaffen wurde. Dies wurde einerseits als Beweis angeführt, dass die Frau nur ein Abbild des Mannes ist, andererseits gibt es auch Interpretationen, die darstellen, dass dem Mann ein Teil seiner Vollkommenheit entnommen wurde und die Frau nicht ausschließlich aus der Rippe, sondern Gott die Frau noch aus anderen Stoffen geschaffen hat.19 Die untergeordnete Rolle der Frau in der christlichen Lehre wird ferner gestützt durch die Theorien von Martin Luther und Thomas von Aquin20, was folgende Zitate von Thomas von Aquin verdeutlichen: „Das männliche Geschlecht steht höher als das weibliche“, oder „das Weib ist ein verfehlter Mann.“21 Neben dem Einfluss der Kirche gibt es zahlreiche Persönlichkeiten, die eine Überlegenheit des männlichen Geschlechts über die Frau propagiert haben und großen Einfluss auf die Meinungsbildung in den westlichen Gesellschaften hatten. Jean-Jacques Rousseau deutet die Frauenrolle derart, dass die Frau dem Mann gefallen und sich unterwerfen muss.22 Theodor Friedrich behauptet, die Führung des Staates obliege der Eigenheit des Mannes und der Wirkungsbereich der Frau sei das Haus23 und auch Hitler reduziert die Bestimmung der Frau auf die Fortpflanzung und Erhaltung der Rasse. 24 Patriarchalische Gesellschaften entstanden in der ganzen Welt, zum Beispiel Griechenland, (Süd-) Italien, Ländern Südamerikas oder den arabischen Ländern.25
1. Einleitung: Die Arbeit gibt einen Überblick über die Frauenbewegung in Taiwan und untersucht den Zusammenhang zwischen heutigen Diskriminierungsproblemen und traditionellen chinesischen Werten.
2. Bedeutungen von Begriffen: Es werden grundlegende Definitionen von Feminismus, Frauenbewegung und Gender Mainstream für ein besseres Verständnis des Diskurses bereitgestellt.
3. Frauenbewegung im Westen und in China: Dieser Abschnitt vergleicht die Ansätze des westlichen Feminismus mit der Entwicklung der Frauenrechte im chinesischen Kulturkreis.
4. Die Frauenbewegung in Taiwan: Das Hauptkapitel analysiert die Geschichte, Organisationen und die Probleme der taiwanesischen Frauenbewegung anhand zahlreicher gesellschaftlicher Diskursbeispiele.
5. Zusammenhang von Tradition und gegenwärtiger Stellung der Frau in der taiwanesischen Gesellschaft?: Es wird der Einfluss historischer Traditionen, insbesondere des Konfuzianismus, auf die heutige Benachteiligung von Frauen in Taiwan untersucht.
6. Fazit, Interview mit Ceng Zhaoyuan 曾昭媛: Zusammenfassung der Ergebnisse und ein Experteninterview zur aktuellen Situation und Zukunft der Frauenrechte in Taiwan.
Frauenbewegung, Taiwan, Feminismus, Diskriminierung, Konfuzianismus, Gleichberechtigung, Awakening Foundation, Gender Mainstream, Patriarchat, Tradition, Sozialstruktur, Frauenrechte, politische Mitwirkung, häusliche Gewalt.
Die Arbeit untersucht die Frauenbewegung in Taiwan im Zeitraum von 1996 bis 2005 und analysiert, wie historische patriarchale Strukturen aus der chinesischen Vergangenheit aktuelle Diskriminierungsprobleme von Frauen in der heutigen taiwanischen Gesellschaft beeinflussen.
Zentrale Themen sind die rechtliche und gesellschaftliche Stellung der Frau, der Einfluss des Konfuzianismus, sexuelle Belästigung, Prostitution, die Rolle der Medien bei der Darstellung von Frauen sowie die spezifischen Schwierigkeiten von Minderheiten.
Ziel ist es, einen Zusammenhang zwischen gegenwärtigen Problemen von Frauen in Taiwan und den historischen, durch den Konfuzianismus geprägten Werten herzustellen, um zu verstehen, warum die Frauenbewegung nur langsam Erfolge verzeichnen konnte.
Der Autor stützt sich auf eine Analyse von Ausgaben der Zeitschrift "Awakening" als Primärquelle sowie auf wissenschaftliche Literatur in deutscher, englischer und chinesischer Sprache, ergänzt durch ein Experteninterview.
Der Hauptteil gliedert sich in die historische Entwicklung der Frauenbewegung in Taiwan, die Analyse spezifischer Diskriminierungsbereiche (Politik, Gesundheit, Arbeitswelt) und die Untersuchung des Einflusses von Tradition und Konfuzianismus auf das heutige Geschlechterverhältnis.
Wichtige Begriffe sind Frauenbewegung, Taiwan, Feminismus, Diskriminierung, Konfuzianismus, Patriarchat, Gleichberechtigung und Geschlechterrollen.
Sie gilt als zentrale Organisation der taiwanesischen Frauenbewegung. Die Awakening Foundation setzt sich für Frauenrechte ein, fungiert als Forum für Feministinnen und hat durch politische Einflussnahme und öffentliche Diskurse maßgeblich zu Gesetzesänderungen beigetragen.
Das Interview bietet aus erster Hand Einblicke der Generalsekretärin der Awakening Foundation in die tatsächlichen Herausforderungen der Bewegung, wie etwa die schwindende Leserschaft oder die langsame Veränderung gesellschaftlicher Werte.
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