Diplomarbeit, 2000
73 Seiten, Note: 2,7
1. Steuerliche Transparenz versus Steuersubjektsfähigkeit
2. Individualistisch geprägte Besteuerungskonzeptionen
2.1 Zivilrechtliche Subjektsfähigkeit
2.2 Ertragsbesteuerung
2.2.1 Persönliche Steuerpflicht
2.2.2 Sachliche Steuerpflicht
2.2.2.1 Qualifikation der Einkünfte
2.2.2.2 Ermittlung der Einkünfte
2.2.2.3 Tarif
2.2.2.4 Steuerschuld
2.2.3 Veränderung im Bestand der Mitglieder
2.2.4 Mischformen
3. Gemeinschaftlich-individualistisch geprägte Besteuerungskonzeption
3.1 Zivilrechtliche Subjektfähigkeit
3.2 Ertragsbesteuerung
3.2.1 Persönliche Steuerpflicht
3.2.2 Sachliche Steuerpflicht
3.2.2.1 Qualifikation der Einkünfte
3.2.2.2 Ermittlung der Einkünfte
3.2.2.3 Tarif
3.2.2.4 Steuerschuld
3.2.3 Veränderung im Bestand der Mitglieder
3.2.4 Mischformen
4. Gemeinschaftlich geprägte Besteuerungskonzeption
4.1 Zivilrechtliche Subjektfähigkeit
4.2 Ertragsbesteuerung
4.2.1 Persönliche Steuerpflicht
4.2.2 Sachliche Steuerpflicht
4.2.2.1 Qualifikation der Einkünfte
4.2.2.2 Ermittlung der Einkünfte
4.2.2.3 Tarif
4.2.2.4 Steuerschuld
4.2.3 Veränderung im Bestand der Mitglieder
4.2.4 Mischformen
5. Konzeption der selbständigen Gesellschaft
5.1 Zivilrechtliche Subjektfähigkeit
5.2 Ertragsbesteuerung
5.2.1 Persönliche Steuerpflicht
5.2.2. Sachliche Steuerpflicht
5.2.2.1 Qualifikation der Einkünfte
5.2.2.2 Ermittlung der Einkünfte
5.2.2.3 Tarif
5.2.2.4 Steuerschuld
5.2.3 Veränderungen im Bestand der Mitglieder
5.2.4 Mischformen
6. Vergleichende Betrachtung
Die vorliegende Arbeit untersucht die ertragsteuerliche Behandlung von Personengesellschaften in den Mitgliedstaaten der Europäischen Union. Ziel ist es, ein systematisches Verständnis für die vielfältigen Besteuerungskonzeptionen zu entwickeln, indem diese in vier Gruppen eingeteilt und hinsichtlich ihrer zivilrechtlichen und steuerlichen Ausgestaltung analysiert werden.
1. Steuerliche Transparenz versus Steuersubjektsfähigkeit
Eine Personengesellschaft im Sinne dieser Arbeit ist eine vertragliche Vereinbarung zwischen zwei oder mehreren Personen, deren Ziel es ist einen Gewinn oder Verlust zu teilen und sich wie Gesellschafter mit Rücksicht auf die Person des anderen zu verhalten. Der Gegenstand des Vertrages ist eine wirtschaftliche Tätigkeit.1
Das Merkmal der Steuertransparenz ist, dass die Personengesellschaft nicht selbst für ihre Aktivitäten steuerpflichtig ist, sondern nur ihre Gesellschafter.2 Bei vorliegender Steuersubjektsfähigkeit hingegen, ist die Personengesellschaft selbst mit ihren eigenen Aktivitäten steuerpflichtig.
Die Ausprägungen von Personengesellschaften in den Mitgliedstaaten der Europäischen Union sind von einer erstaunlichen Vielfalt3, die für die Ertragsteuern von der vollständigen Transparenz bis zum eigenständigen Steuersubjekt reicht. Weitere Abstufungen des Grades der Transparenz sind ebenfalls zu beobachten. In dieser Arbeit wird eine Einteilung der Personengesellschaften in 4 Gruppen vorgenommen. Das Unterscheidungskriterium bildet die ertragsteuerliche Transparenz. In der 4. Gruppe sind diejenigen Mitgliedstaaten zusammengefasst, die entweder eine Steuersubjektfähigkeit besitzen oder juristische Personen sind.4
1. Steuerliche Transparenz versus Steuersubjektsfähigkeit: Dieses Kapitel definiert den Begriff der Personengesellschaft für die Arbeit und stellt das grundlegende Unterscheidungskriterium der ertragsteuerlichen Transparenz versus der Steuersubjektfähigkeit vor.
2. Individualistisch geprägte Besteuerungskonzeptionen: Hier wird das Konzept der vollkommenen steuerlichen Transparenz erläutert, bei dem ausschließlich die Gesellschafter für die Besteuerung relevant sind, und die Umsetzung in ausgewählten EU-Staaten analysiert.
3. Gemeinschaftlich-individualistisch geprägte Besteuerungskonzeption: Dieses Kapitel beschreibt Konzeptionen, bei denen die Gesellschaft eine verwaltungstechnische Vermittlerrolle einnimmt, während die Steuern weiterhin die Gesellschafter belasten.
4. Gemeinschaftlich geprägte Besteuerungskonzeption: Es wird die Sichtweise der Personengesellschaft als Gemeinschaftsunternehmen dargelegt, wobei die Gesellschaft eine partielle Steuersubjektfähigkeit besitzt.
5. Konzeption der selbständigen Gesellschaft: Dieses Kapitel behandelt Personengesellschaften, die als eigene Steuersubjekte fungieren oder juristische Personen sind, wobei teilweise eine Umkehrung der Transparenzlogik stattfindet.
6. Vergleichende Betrachtung: Eine vergleichende Analyse fasst die Zusammenhänge zwischen zivilrechtlicher Rechtsfähigkeit und ertragsteuerlicher Behandlung über alle untersuchten Konzeptionen hinweg zusammen.
Personengesellschaften, Ertragsteuern, steuerliche Transparenz, Steuersubjektfähigkeit, Gemeinschaftsunternehmen, Einkommensteuer, Körperschaftsteuer, zivilrechtliche Subjektfähigkeit, Besteuerungskonzeption, Mitgliederwechsel, Mischformen, Steuerobjekt, Gewinnermittlung, Europäische Union, Steuerschuldnerschaft.
Die Arbeit analysiert die unterschiedlichen Systeme zur Besteuerung von Personengesellschaften innerhalb der Europäischen Union und klassifiziert diese in verschiedene Besteuerungskonzeptionen.
Die Untersuchung konzentriert sich auf die ertragsteuerliche Behandlung, insbesondere auf das Spannungsfeld zwischen Transparenz und Steuersubjektfähigkeit sowie die zivilrechtliche Einordnung.
Das Ziel ist eine systematische Einteilung der Personengesellschaften in vier Gruppen basierend auf ihrer ertragsteuerlichen Transparenz und die Untersuchung der praktischen Ausformung in den Mitgliedstaaten.
Es erfolgt eine rechtsvergleichende Analyse der Besteuerungspraxis in verschiedenen EU-Mitgliedstaaten, gestützt auf die Auswertung einschlägiger Literatur und gesetzlicher Bestimmungen.
Im Hauptteil werden die vier identifizierten Besteuerungskonzeptionen detailliert analysiert, von der individualistischen bis hin zur Konzeption der selbstständigen Gesellschaft, unter Berücksichtigung von Besteuerungsebene, Tarif und Steuerschuldnerschaft.
Wichtige Begriffe sind insbesondere steuerliche Transparenz, Steuersubjektfähigkeit, Personengesellschaften, Ertragsbesteuerung und Rechtsvergleichung.
Die Arbeit untersucht in jedem Kapitel, wie die steuerliche Behandlung mit der jeweiligen zivilrechtlichen Konstruktion (z. B. Gesamthandsgemeinschaft) korrespondiert oder davon abweicht.
Die Untersuchung zeigt eine weitgehende Parallelität zwischen dem Grad der steuerlichen Transparenz und der Anerkennung einer zivilrechtlichen Subjektfähigkeit der Personengesellschaft.
Der GRIN Verlag hat sich seit 1998 auf die Veröffentlichung akademischer eBooks und Bücher spezialisiert. Der GRIN Verlag steht damit als erstes Unternehmen für User Generated Quality Content. Die Verlagsseiten GRIN.com, Hausarbeiten.de und Diplomarbeiten24 bieten für Hochschullehrer, Absolventen und Studenten die ideale Plattform, wissenschaftliche Texte wie Hausarbeiten, Referate, Bachelorarbeiten, Masterarbeiten, Diplomarbeiten, Dissertationen und wissenschaftliche Aufsätze einem breiten Publikum zu präsentieren.
Kostenfreie Veröffentlichung: Hausarbeit, Bachelorarbeit, Diplomarbeit, Dissertation, Masterarbeit, Interpretation oder Referat jetzt veröffentlichen!

