Wissenschaftlicher Aufsatz, 2005
25 Seiten, Note: 1,0
Geschichte Europas - Neueste Geschichte, Europäische Einigung
II. Der Konservatismus in der Nachkriegszeit
II.1. Der Pragmatismus der Nachkriegszeit
II.2. Vom “Gärtnerkonservatismus zur “Tendenzwende”
1 Organisationen
2 Zeitschriften und Periodika
II.3 Die Re-Ideologisierung des Konservatismus seit der “Tendenzwende”
II.4 Der deutsche Imperativ - der Konservatismus der achtziger Jahre
Die vorliegende Arbeit analysiert die Entwicklung und ideologische Transformation des Konservatismus in der Bundesrepublik Deutschland von der Nachkriegszeit bis in die späten 1980er Jahre, mit einem besonderen Fokus auf die Strategien der Re-Ideologisierung und der Suche nach einer nationalen Identität.
II.1. Der Pragmatismus der Nachkriegszeit
Caspar von Schrenck-Notzing, geboren 1927, Herausgeber von `Criticon` (die zu den führenden konservativen Zeitschriften zu zählen ist), und Großaktionär in mehreren Siemens-Unternehmen und der WMF (2), betrachtet den ”Ausdruck ´konservativer Politiker` ... wegen der beiden in ihm enthaltenen und miteinander kaum zu vereinbarenden Komponenten” auch heute noch als problematisch (3).
Die CDU stellt für konservative Theoretiker keinesfalls per se eine konservative Partei dar. Dies trifft um so mehr auf die Nachkrieg-CDU zu, die zunächst als ein Sammelbecken der verschiedenen konfessionell gebundenen Parteien wie dem ”Zentrum” und ihres Milieus, der nationalistisch-protestantischen DNVP und der diversen regionalen Organisationen der Weimarer Republik entstand. Die CDU verzeichtete lange Jahre auf eine systematische Organisationsbildung und nahm so den Charakter eines Kanzlerwahlvereins für Konrad Adenauer an, wie es von 1949 bis 1963 häufig hieß. Mohler bezeichnet als konservative Parteien oder gar nur als Ansätze dazu die ”Deutsche Partei” (DP), die von 1947 bis 1961 unter der langjährigen Führung von Joachim von Merkatz und Heinrich Hellwege stand, sowie die bayerische CSU, jeweils aber nur ”streckenweise”. (4).
II. Der Konservatismus in der Nachkriegszeit: Einleitung in die komplexe historische Entwicklung des Konservatismus, der sich von den Parteistrukturen der CDU/CSU abhebt.
II.1. Der Pragmatismus der Nachkriegszeit: Analyse der frühen Nachkriegsjahre, in denen der Konservatismus primär pragmatisch und stark auf die Person Konrad Adenauers ausgerichtet war.
II.2. Vom “Gärtnerkonservatismus zur “Tendenzwende”: Untersuchung des Wandels konservativer Denkweisen hin zu einer stärkeren ideologischen Sammlung und Institutionalisierung ab den 1960er Jahren.
II.3 Die Re-Ideologisierung des Konservatismus seit der “Tendenzwende”: Beschreibung des Stimmungsumschwungs in der politischen Kultur der 1970er Jahre, der eine neue intellektuelle Grundlegung konservativer Politik erforderte.
II.4 Der deutsche Imperativ - der Konservatismus der achtziger Jahre: Erörterung der Ausdifferenzierung des konservativen Spektrums in den 1980er Jahren und der wachsenden Bedeutung nationaler Identitätskonzepte.
Konservatismus, Nachkriegszeit, CDU/CSU, Tendenzwende, Re-Ideologisierung, Nationalkonservatismus, Liberalkonservatismus, Identität, Ideengeschichte, Politische Kultur, Institutionen, Pragmatismus, Bundesrepublik, Neokonservatismus, Strategie.
Die Arbeit untersucht die historische und ideologische Entwicklung des Konservatismus in der Bundesrepublik Deutschland von 1945 bis Ende der 1980er Jahre.
Im Zentrum stehen der Wandel von einem pragmatischen zu einem ideologisch gefestigten Konservatismus, die Rolle von Intellektuellen und die Bedeutung nationaler Identitätskonzepte.
Das Ziel ist es, die interne Entwicklung und die strukturelle Anpassung konservativer Strömungen an veränderte gesellschaftliche Rahmenbedingungen aufzuzeigen.
Die Arbeit stützt sich auf eine tiefgehende Analyse zeitgenössischer Publizistik, politischer Theorien und historiographischer Deutungen des konservativen Spektrums.
Der Hauptteil analysiert die Etappen der "Tendenzwende", den Einfluss von Denkfabriken und die Ausdifferenzierung zwischen liberalkonservativen und nationalkonservativen Positionen.
Wichtige Begriffe sind insbesondere Konservatismus, Tendenzwende, Re-Ideologisierung, nationale Identität und der "deutsche Imperativ".
Mohler fungiert als zentraler Analytiker und Kritiker, dessen Deutungsmuster über den Wandel des Konservatismus die theoretische Grundlage für viele Abschnitte des Textes bilden.
Die Kritik entzündet sich häufig an der mangelnden ideologischen Tiefe und der pragmatischen Ausrichtung der Unionsparteien, die von Theoretikern nicht immer als "rein" konservativ wahrgenommen wurden.
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