Diplomarbeit, 2005
145 Seiten, Note: 1,7
1. Einleitung
1.1. Hintergrund und Ausgangslage
1.2. Problemstellung und Zielsetzung
1.3. Vorgehensweise
2. Curriculum
3. Das Lernfeldcurriculum
3.1. Charakteristika
3.2. Prinzipien
3.3. Aufbau
3.4. Implementation
4. Evaluation
4.1. Definition
4.2. Formen der Evaluation
4.3. Ziel und Funktionen der Evaluation
4.4. Gründe der Evaluation
4.5. Evaluierende Personen/Institutionen
5. Lernsituationen
5.1. Gestaltungsansätze von Lernsituationen
5.1.1. nach BADER
5.1.2. nach BUSCHFELD
5.1.3. nach KREMER/SLOANE
5.1.4. anderer Modellversuche: CULIK, NELE, SELUBA
5.2. Analyse der Gestaltungskriterien
5.3. Interpretation der Gestaltungskriterien
5.4. Entwicklung eines Orientierungsmusters
6. Evaluation von vier Lernsituationen im Ausbildungsberufsgang „Kauffrau/Kaufmann im Einzelhandel“/„Verkäuferin/Verkäufer“
6.1. Erste Evaluationsschritte: Erprobung des Orientierungsmusters
6.2. Evaluation der Lernsituationen anhand des Orientierungsmusters
6.3. Revision des Orientierungsmusters
7. Schlussbetrachtung
Die vorliegende Diplomarbeit befasst sich mit der qualitativen Analyse und Konzeption eines Orientierungsmusters zur Evaluation von Lernsituationen innerhalb des Lernfeldkonzepts. Das primäre Ziel ist es, ein praktikables Instrument zu entwickeln, das Bildungsgangkommissionen dabei unterstützt, die Qualität von Lernsituationen im Hinblick auf das Leitziel der beruflichen Handlungskompetenz systematisch zu bewerten und weiterzuentwickeln.
1.1. Hintergrund und Ausgangslage
Mit der „Handreichung für die Erarbeitung von Rahmenlehrplänen für den berufsbezogenen Unterricht in der Berufsschule“ durch die Kultusministerkonferenz (KMK) wurde seit 1996 eine neue Form der schulischen Curricula vorgegeben. Der Unterricht wird nicht mehr in traditionellen Fächern organisiert, sondern in Form von Lernfeldern vorstrukturiert, die sich an Handlungsfeldern (resp. Tätigkeitsfeldern) ausrichten, ohne diese deckungsgleich abzubilden. Somit fungieren nicht mehr Fächer als Ordnungssystem des Lehrplans, sondern Handlungssituationen.
Die strukturellen Merkmale dieser Lernfeldcurricula sind damit einerseits in dem fächerübergreifenden Ansatz bei inhaltlicher Offenheit und andererseits aber auch in einer Kompetenzorientierung und einem Tätigkeitsbezug zu sehen. „Lernfelder sind fächerübergreifende curriculare Einheiten“. Sie sind der Bezugspunkt zu den Inhalten, die von den Lehrkräften nun vor Ort in der Schule für die einzelnen Lernfelder auszudifferenzieren sind. Dabei sollen sie sich an beruflichen Tätigkeitsfeldern anlehnen. Über diese Kompetenzorientierung soll dann generell die berufliche Handlungskompetenz gefördert werden. Dieses Konstrukt ist nur schwer zu bestimmen.
Für SLOANE et al. lässt sich diese berufliche Handlungskompetenz als kategoriale Kompetenz in Form einer Matrix mit den Kategorien Domäne – Person – Gruppe auf der einen und Methode/Lernen – Sprache/Text – Ethik auf der anderen Seite operationalisieren, während BADER hierzu ausführt: “Berufliche Handlungskompetenz ist die Fähigkeit und Bereitschaft des Menschen, in beruflichen Situationen sach- und fachgerecht, persönlich durchdacht und in gesellschaftlicher Verantwortung zu handeln, d.h. anstehende Probleme zielorientiert auf der Basis von Wissen und Erfahrungen sowie durch eigene Ideen selbstständig zu lösen, die gefundenen Lösungen zu bewerten und seine Handlungsfähigkeit weiterzu-entwickeln.“ Neben der schwierigen Begriffsbestimmung fehlt darüber hinaus eine Evaluation der Zielgröße beruflicher Handlungskompetenz im kaufmännischen Berufsfeld. Hier besteht ein erheblicher Forschungsbedarf.
1. Einleitung: Dieses Kapitel führt in die Problematik der curricularen Neugestaltung durch Lernfelder ein und legt den Forschungsbedarf bezüglich der Evaluation von Lernsituationen dar.
2. Curriculum: Hier werden die theoretischen Grundlagen des Curriculum-Begriffs sowie die maßgeblichen Gestaltungsprinzipien (Wissenschafts-, Situations- und Persönlichkeitsprinzip) erläutert.
3. Das Lernfeldcurriculum: Dieses Kapitel beschreibt die Charakteristika, Prinzipien, den Aufbau und die Implementationsschritte von Lernfeldcurricula im Kontext der beruflichen Bildung.
4. Evaluation: Hier werden theoretische Grundlagen der Evaluation, verschiedene Formen sowie deren Ziele und Funktionen im schulischen Kontext dargelegt.
5. Lernsituationen: Dieses Kapitel stellt verschiedene Gestaltungsansätze namhafter Pädagogen vor und analysiert diese, um daraus ein einheitliches Orientierungsmuster zu entwickeln.
6. Evaluation von vier Lernsituationen im Ausbildungsberufsgang „Kauffrau/Kaufmann im Einzelhandel“/„Verkäuferin/Verkäufer“: Die praktische Erprobung des entwickelten Orientierungsmusters an konkreten Lernsituationen wird durchgeführt und evaluiert.
7. Schlussbetrachtung: Dieses Kapitel fasst die Ergebnisse zusammen, reflektiert das Orientierungsmuster kritisch und zeigt Anknüpfungspunkte für die zukünftige Forschung auf.
Lernfeldkonzept, Lernsituationen, Evaluation, berufliche Handlungskompetenz, Curriculum, Didaktik, Qualitätssicherung, Selbstevaluation, Fremdevaluation, Rahmenlehrplan, Bildungsgangarbeit, Lernortkooperation, Kompetenzorientierung, Ausbildung, Wirtschaftspädagogik.
Die Arbeit beschäftigt sich mit der Qualität von Lernsituationen in der beruflichen Ausbildung. Ziel ist die Entwicklung eines Orientierungsmusters, das Lehrkräften und Bildungsgangkommissionen ermöglicht, Lernsituationen systematisch zu evaluieren und ihre Qualität zu verbessern.
Die zentralen Themen sind das Lernfeldkonzept, die curriculare Planung in Berufsschulen, die theoretischen Ansätze zur Evaluation von Bildungsmaßnahmen sowie die praktische Anwendung dieser Konzepte auf den Ausbildungsberuf „Kauffrau/Kaufmann im Einzelhandel“.
Die Forschungsfrage lautet, ob sich ein einheitliches Orientierungsmuster entwickeln lässt, um die Qualität von Lernsituationen im Kontext der geforderten beruflichen Handlungskompetenz messbar und bewertbar zu machen.
Die Arbeit nutzt eine induktive Vorgehensweise. Dabei werden bestehende didaktische Gestaltungsansätze analysiert, in einer Zusammenschau synthetisiert und in ein neues Orientierungsmuster überführt, das anschließend empirisch in einem Erprobungsfall angewendet wird.
Der Hauptteil analysiert theoretische Ansätze zur Gestaltung von Lernsituationen (z. B. Bader, Buschfeld, Sloane), entwickelt ein Modell zur Evaluation und wendet dieses auf vier spezifische Lernsituationen im Einzelhandel an, inklusive einer abschließenden Revision des Modells.
Lernfeldkonzept, Evaluation, Handlungskompetenz, Lernsituation, Curriculum, Qualitätssicherung, Didaktik und Berufsschule.
Die formative Evaluation dient der prozessbegleitenden Optimierung der Entwicklung von Lernsituationen, während die summative Evaluation die abschließende Bewertung der erzielten Qualität und Kompetenzentwicklung ermöglicht. Beide sind für ein umfassendes Verständnis der curricular-organisatorischen Arbeit in Bildungsgängen unerlässlich.
Das Orientierungsmuster dient als strukturgebende Vorlage, die es Lehrerteams ermöglicht, ihre eigenen Entwicklungsprozesse bei der Erstellung von Lernsituationen transparent zu machen, kritisch zu hinterfragen und die Qualität auf Basis gemeinsamer Standards zielgerichtet zu steigern.
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