Examensarbeit, 2006
54 Seiten, Note: 1,0
1. Einleitung
2. Handlungsorientierter Unterricht
2.1. Begriffsbestimmung
2.2. Merkmale des handlungsorientierten Unterrichts
2.3. Planungsgrundlage von handlungsorientiertem Unterricht
3. Warentests
3.1. Die Stiftung Warentest
3.2. Der professionelle Warentest
3.2.1. Produktauswahl
3.2.2. Testvorbereitungen
3.2.3. Testdurchführung und Testauswertung
3.2.4. Testveröffentlichung
3.3. Schülergemäße Warentests
4. Curriculare Einordnung und Situationsanalyse zum Thema „Warentest“ in einer 5. Klasse
4.1. Einordnung in den aktuellen Rahmenlehrplan „Wirtschaft – Arbeit – Technik für Grundschulen“
4.2. Richt- und Grobziele der Unterrichtsreihe in Bezug zu Kompetenzbereichen und Standards
4.3. Rahmenbedingungen und Situationsanalyse
4.3.1. Allgemeine Lernvoraussetzungen
4.3.2. Fachspezifische Lernvoraussetzungen
4.3.3. Organisatorische und sachlich-materielle Voraussetzungen
5. „Schüler testen und bewerten Klebestifte und Tintenkiller“ - Vorbereitung, Durchführung und Auswertung schülergemäßer Warentests am Beispiel einer 5. Klasse -
5.1. Vorbereitung der Warentests
5.1.1. Einstieg in das Thema
5.1.2. Testprodukte festlegen
5.1.3. Testgruppen bestimmen und Testfahrplan vorstellen
5.1.4. Informieren über die Testprodukte
5.1.5. Auswahl der Testproduktmarken
5.1.6. Bewertungskriterien und Bewertungsskala festlegen
5.1.7. Testmethoden und Vorgehensweise festlegen
5.2. Durchführung der Warentests
5.3. Auswertung und Präsentation der Warentests
5.3.1. Testergebnisse zusammenstellen und bewerten
5.3.2. Testergebnisse vorstellen und veröffentlichen
6. Reflexion und Evaluation
7. Persönliche Schlussfolgerung
8. Literaturverzeichnis
Anhang - Inhaltsverzeichnis -
Diese Hausarbeit untersucht, inwiefern die Durchführung von Warentests einen handlungsorientierten Unterricht in der 5. Klasse ermöglicht und dabei ein kritisches sowie selbstbestimmtes Konsumentenverhalten bei den Schülern anbahnen kann.
5.1.1. Einstieg in das Thema
Die Einstiegphase erfüllt die methodische Aufgabe Schüler zu motivieren, auf das Thema einzustimmen und ihnen eine Zielorientierung für den weiteren Unterrichtsverlauf zu geben. Fachlich wiederholen die Schüler die Aufgaben und Ziele der Stiftung Warentest und sammeln erste praktische Erfahrungen mit Warentests.
Während der Planung stellte ich mir die Frage, welche Vorerfahrungen die Schüler benötigen um einen Warentest selbständig durchzuführen. Aus der Erkenntnis, dass sie im Vorfeld Erfahrungen mit Warentests und ihrer Bewertung gemacht haben sollten, bietet es sich an vorab einen gemeinsamen Test unter Anleitung durchzuführen. Die gewonnenen Erkenntnisse können die Schüler dann in ihren eigenen Tests verwerten. Eine schnell zu realisierende und zieleffiziente Möglichkeit ist die Durchführung eines sensorischen Warentests.
Zur Motivierung und Zielorientierung wurden die Schüler mit leeren Verpackungen konfrontiert, auf denen das Qualitätsurteil der Stiftung Warentest abgebildet ist (siehe Anhang Foto 2, S.3). Die Schüler berichteten spontan, was ihnen an den Verpackungen auffällt und was diese gemeinsam haben. Dabei konnten sie aus ihrem Vorwissen schöpfen und es bot sich eine Möglichkeit an, parallel die Aufgaben, Arbeit und Ziele der Stiftung Warentest mündlich zu wiederholen. Die Zielvorgabe „Wir testen Waren, wie die Stiftung Warentest“ wurde zur Orientierung an der Tafel fixiert.
1. Einleitung: Die Arbeit begründet die Notwendigkeit von Verbraucherziehung im Unterricht und stellt die Forschungsfrage zur Förderung kritischen Konsumverhaltens durch Warentests.
2. Handlungsorientierter Unterricht: Dieses Kapitel definiert handlungsorientierten Unterricht nach Hilbert Meyer und beleuchtet dessen Merkmale und Planungsgrundlagen.
3. Warentests: Es wird die Rolle der Stiftung Warentest erläutert und ein Vergleich zum Modell schülergemäßer Warentests gezogen.
4. Curriculare Einordnung und Situationsanalyse zum Thema „Warentest“ in einer 5. Klasse: Das Kapitel verknüpft das Thema mit dem Rahmenlehrplan und beschreibt die Lernvoraussetzungen der 5. Klasse.
5. „Schüler testen und bewerten Klebestifte und Tintenkiller“: Hier wird der gesamte Prozess von der Vorbereitung bis zur Präsentation der Schülertests detailliert an Praxisbeispielen dargestellt.
6. Reflexion und Evaluation: Ein kritischer Rückblick auf die Umsetzung des Projekts und die Bewertung der erreichten Lernziele.
7. Persönliche Schlussfolgerung: Die Autorin resümiert ihre Erfahrungen und betont die Bedeutung von praktischem Handeln im Unterricht.
Handlungsorientierter Unterricht, Verbraucherbildung, Konsumkritik, Stiftung Warentest, Schülertests, WAT-Unterricht, Projektarbeit, Produktbewertung, Schulpraxis, Medienkompetenz, 5. Klasse, Verbraucherinformation, Unterrichtsmethode
Die Arbeit untersucht, wie Warentests als Unterrichtsmethode in der Grundschule eingesetzt werden können, um Schüler zu kompetenterem und kritischerem Konsumverhalten zu erziehen.
Zentrale Felder sind die Verbrauchererziehung, das Fach WAT (Wirtschaft-Arbeit-Technik), die Prinzipien des handlungsorientierten Unterrichts und die projektorientierte Umsetzung von Tests.
Ziel ist es zu zeigen, dass praktische Warentests durch Schüler ein selbstbestimmtes Konsumentenverhalten fördern und ein Verständnis für die Arbeit von Verbraucherorganisationen wecken.
Die Autorin kombiniert theoretische Grundlagen des handlungsorientierten Lernens mit einem praxisorientierten Modell der Projektarbeit (einem adaptierten Planungs- und Handlungsmuster).
Der Hauptteil dokumentiert detailliert die Vorbereitung, Durchführung und Auswertung einer Unterrichtseinheit in einer 5. Klasse, in der Klebestifte und Tintenkiller getestet wurden.
Schlüsselbegriffe wie Handlungsorientierung, Konsumkritik, Schüleraktivität, Markttransparenz und projektorientiertes Lernen prägen den Inhalt.
Der Testfahrplan dient als Leitfaden und Strukturmodell, das die Schüler durch die acht Phasen des Testvorhabens führt und zur Selbstorganisation anregt.
Diese Produkte entstammen dem unmittelbaren Erfahrungs- und Schulalltag der Kinder, wodurch eine hohe Motivation und die Anwendung von Alltagserfahrungen gewährleistet wurde.
Die Schüler lernten durch den sensorischen Test, dass teure Markenprodukte qualitativ nicht zwangsläufig besser sind als preiswerte Eigenmarken.
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